Tchibo Bildungsprojekt Tansania: Trefft Yasinta & Noel

Yasinta und Noel aus Mbeya haben es sicherlich schwerer als Lena und Anton aus Kiel, später für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Warum? Die Teenager kommen aus einer Region im Südwesten von Tansania. Hier verdienen Familien ihr Geld im Kaffeeanbau. Doch die Farmen sind klein, weitere Jobs werden gebraucht. Allerdings: Der Weg ins Berufsleben gestaltet sich für Jugendliche schwierig, denn es gibt keine geregelte Ausbildung und die Qualität der Schulen ist gering.

Unser Projektziel ist es deshalb, gemeinsam mit Save the Children die Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort zu verbessern und so den Menschen in der Region bessere Zukunftsaussichten bieten. Was also hat sich seit dem Start des Projekts 2015 getan?

Die Schulen in Tansania…

… sind nicht mit denen in Deutschland vergleichbar: die Kinder sitzen zum Teil mit 50 anderen Schülern in einem Klassenraum und lernen häufig nur im Frontalunterricht. Dadurch leidet die Qualität der Bildung, sodass viele Kinder die Abschlussprüfung der Grundschule nicht schaffen. Sie verlassen die Schule im Alter von 13 bis 15 Jahren – ohne Abschluss.

Doch auch die erfolgreichen Schüler, die ihren Abschluss absolviert haben, stehen vor weiteren Herausforderungen: Die weiterführenden Schulen oder Ausbildungsstätten, an denen sie einen Beruf erlernen könnten, befinden sich häufig in unerreichbarer Ferne. Somit fehlt ihnen die Chance, sich eine sichere Existenzgrundlage aufzubauen.

Unser Bildungsprojekt mit Save the Children setzt an zwei Punkten an

1. Wir engagieren uns dafür, die Bildungsqualität in der Grundschule zu verbessern, damit mehr Schüler einen erfolgreichen Abschluss schaffen.

2. Wir ermöglichen Jugendlichen eine Ausbildung vor Ort, beispielsweise zum Schneider oder Schreiner. So stehen ihnen neben dem Kaffeeanbau weitere Möglichkeiten offen.

Was ist bisher passiert?

16 Schulclubs sind entstanden! Über 50 Lehrer wurden zum Thema Schulclubs trainiert, in wöchentlichen Sessions werden dort Themen behandelt wie reproduktive Gesundheit, Sozial- und Führungskompetenzen und Kinderschutz. 1.400 Kinder sind vor Ort engagiert. 90 Schülerinnen und Schüler erhielten Trainings, um als Gruppenausbilder in den Schulclubs aufzutreten. Weitere Trainings von Schülern in Schulclubs werden durchgeführt zu den Themen Selbstwahrnehmung, Problemlösung, Entscheidungsfindung, Motivation, Beratung für Karriereplanung, Kinderrechte und Kinderschutz – mit dem Fokus auf Feedback geben und Rechenschaftspflicht von Schulen.

Die Schulclubs entwickeln sich sehr gut, haben regelmäßige Treffen und Diskussionen und machen erfolgreich auf Probleme im Schulalltag durch Performances vor Eltern, Schulmanagement und Gemeindevorstehern aufmerksam. Die Clubs verbessern die akademische Leistung und geben Schülerinnen und Schülern eine Stimme, wodurch sie ihre Rechte und Pflichten kennenlernen und den Mut haben sich zu beteiligen. Zum Beispiel sind an einer Schule durch das Engagement der Schüler 8 weitere Toiletten im Bau, an welchem sich Eltern, Schule und Gemeinde beteiligen.

Praktika und zertifizierte Berufsausbildungsangebote wurden bereitgestellt: 78 Jugendliche wurden zu Beschäftigungsperspektiven beraten. Erste Ausbildungsplätze konnten gefunden werden und starteten im Mai/Juni 2016. Zurzeit sind 46 Jugendliche in Ausbildung. Berufe sind z.B. Mechaniker/Motorradreparatur, Tischler, Schneider, Elektriker, Maurer, Administration (Büro/Computer) und Friseur (M/W). Trainings von weiteren Jugendlichen zu Beschäftigungsperspektiven sind in Planung. Herausforderung: Viel Beratung Vermittlung von Grundlagenwissen wird bei den Jugendlichen benötigt. Doch erste Erfolge zeigen sich schon (siehe Film). Besonders Mädchen erweisen sich als sehr stark, wenn sie unterstützt werden. In einem der teilnehmenden Dörfer lernen viele Mädchen etwa Schneiderei. Schon in den ersten drei Monaten haben sie die Basiskenntnisse erlernt und dank des Erfolges auch gleich am Gruppentraining zu Entrepreneurship teilgenommen und Start-up-Kapital erhalten.

Warum kein Start-up gründen? Neben der Betreuung von Jugendlichen zu Berufsausbildungen wurden 66 Jugendliche in einem 2,5 monatigem Training zu Entrepreneurship geschult. Darin erarbeiteten Jugendliche Geschäftsideen und Businesspläne. 22 Jugendliche erhielten für ihre Geschäftsideen ein Start-up-Kapital in Summe 7.850.000 TZS. Die Ideen rangieren von Geflügelzucht über Schneiderei, Tuch- und Getreidesamenverkauf, Färberei und Haarsalons. Die Jugendlichen werden weiterhin bei ihren Vorhaben begleitet und unterstützt.

Kaffee aus Tansania

Tansania liegt im Osten Afrikas und damit im „Kaffeegürtel“ – also in dem Gebiet um dem Äquator, in dem Kaffee wächst. Die Region Mbeya – in der wir unser Bildungsprojekt umsetzen – liegt auf einer Höhe von mindesten 1.600 Metern. Dadurch gibt es hier ideale Bedingungen für den Anbau bester Arabica-Kaffees. Für viele Menschen in der Region ist der Kaffee daher eine wichtige Einnahmequelle. Für unsere Tchibo Privat Kaffees beziehen wir seit längerem Kaffeebohnen aus Tansania: Die fruchtbaren Böden und die intensive Äquatorsonne geben ihnen ihren hocharomatischen Geschmack.

Machen Sie mit!

Mit jedem Pfund Tchibo Privat Kaffee, das während des Aktionszeitraums vom 08.05. bis 06.08.2017 verkauft wird, fließen 10 Cent in das Projekt.

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