Kaffeekunst

Kaffee: Man kann ihn trinken – oder mit ihm malen

Marcel Wagner Ups, Kaffeetasse umgefallen, Pfütze für kreativ empfunden und Pinsel geholt! Es gibt so viele Möglichkeiten, Kaffee energiebringend kreativ einzusetzen. Unlängst schrieb uns Marcel Wagner (alias „MasterCoffee“) und berichtete über seine Leidenschaft: Malen mit Kaffee. Für den 53jährigen Kunsttherapeuten ist Kaffee nicht nur Lebenselexier, sondern mittlerweile auch – tatsächlich! – Beruf(ung).

Lieber Herr Wagner, warum malt man mit Kaffee?

Marcel Wagner: Nun, um ehrlich zu sein, entdeckte ich das Potential von Kaffee als Farbe, als ich eines Morgens meinen Kaffee ausschüttete und die Lache mit dem Finger bearbeitete. Die Küche gibt ja viele Materialien her: Paprika, dunkles Bier, Rotwein, Kurkuma, rote Beete… Aber mit Kaffee eröffnete sich für mich ein ganz neues Spektrum an Möglichkeiten, vor allem eine enorme Wärmequalität. Die Kaffeemalerei nahm seither immer mehr Platz in meinem kreativen Schaffen ein.

Ganz ehrlich, malt es sich mit Tchibo Kaffee besonders gut?

Marcel Wagner: Da muss ich Sie leider enttäuschen. Der Kaffee selber ist für die Malerei nicht so entscheidend. Eher die Röstung. Von Tchibo mag ich sehr gerne den Barista Espresso.

Und auf welchem Untergrund malen Sie?

Marcel Wagner: Mit Kaffee male ich vor allem auf Aquarellpapier und Leinwänden. Seit Anfang des Jahres male ich außerdem auch auf Zeitung. Im September habe ich mein erstes eigenes Magazin herausgebracht: „MasterCoffee“. Das Heft fasst mein Projekt „Tagesbilder“ zusammen – jeden Tag male ich ein Bild.

Und was bietet sich als Motiv so an?

Marcel Wagner: Ideen finden sich eigentlich überall. Oft nehme ich direkt Themen aus der Zeitung auf, manchmal aus dem Internet. Aber auch eigene Emotionen, Begegnungen mit anderen Menschen oder der morgendliche Duft vom frischen Kaffee sind für mich Inspirationen.

Also trinken Sie auch gerne Kaffee?

Marcel Wagner: Absolut. Kaffee ist mein Lebenselexier seit der Kindheit. Ich trinke tagtäglich und wohl viel zu viel davon, am liebsten Espresso in der italienischen Art. Und natürlich gibt es auch bei mir Tchibo Kaffee – vor allem auf meinen Reisen ist Tchibo ein toller Kaffee-Boxen-Stop.

Dicke Freundschaft

Was sagen Ihre Freunde und Familie dazu?

Marcel Wagner: Sie kennen mich nicht anders. Ich male seit der Kindheit und hatte schon mit 16 meine erste Kunstausstellung. Und auch die Begeisterung für die eigene Farbherstellung ist nicht neu. Aber natürlich kommen auch Fragen auf. Zum Beispiel, ob man mit Kaffee denn überhaupt malen kann. Meine Antwort ist dann immer, dass man eigentlich mit allem malen kann, was Flecken macht – Mütter können ein Lied darüber singen.

Könnte auch ich, also jeder, mit Kaffee malen kann?

Marcel Wagner: Das ist nicht so einfach gesagt. Aus meiner Sicht ist malen und zeichnen ein Handwerk, das jeder bis zu einem gewissen Grad erlernen kann. Freude daran ist das größte Kriterium. Daraus dann aber eine Kunst zu machen, geht über das einfache Handwerk hinaus.

Ich vermute, Sie sind – zu Recht – sehr stolz auf Ihre Werke?

Marcel Wagner: Für mich ist eigentlich nicht das fertige Werk entscheidend, sondern vor allem der Weg dahin und die schlussendliche Freude des Betrachters.
… also auch unsere Freude. Danke, Herr Wagner, für Ihre tolle Geschichte!

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1 Kommentare zu „Kaffee: Man kann ihn trinken – oder mit ihm malen

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