Blogserie, Teil 2

Mitarbeiter in der Produktion: Qualitätsförderin Kaffee

In Hamburg steht unsere größte Kaffeerösterei. Dort arbeiten viele Kollegen in spannenden Berufen, vier von ihnen wollen wir in unserer Blogserie vorstellen. Heute treffen wir die Qualitätsförderin Vanessa Schacht. Was sich hinter diesem Beruf verbirgt, warum ein Bürojob für sie nicht in Frage kommt, und warum sie als Einzige vor Ort Kaffee mit Milch und Zucker trinkt – das verrät uns die gelernte Chemielaborantin im Interview.

Qualitätspüferin Vanessa Schacht stellt sich vor.

Vanessa, wie lange arbeiten Sie schon im Qualitätsmanagement der Rösterei?

Seit April 2011, also bald drei Jahre.

Was machen Sie als erstes, wenn Sie zur Arbeit kommen?

Zuerst mache ich eine Schichtübergabe mit den Kolleginnen und Kollegen, die vor mir gearbeitet haben. Anschließend gehe ich in die Produktionshalle. Von jeder Maschine nehme ich stichprobenartig Kaffeepäckchen und lege sie auf einen Wagen. Mit diesem fahre ich zu einer Maschine, die die Dichtigkeit testet. Im Labor prüfe ich anschließend, ob der Sauerstoffgehalt in den Päckchen, die Farbe, die Feuchte und das Volumen stimmen. Außerdem wie viel Bruch in den Packungen ist und ob der Mahlgrad stimmt. Die von mir entnommenen Proben werden, je nach Sorte, 365-515 Tage aufbewahrt.

Vanessa befüllt die Stichproben aus den Verpackungsanlagen mit Gas

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?

Obwohl ich jeden Tag die gleichen Vorgaben habe, ist es doch vielfältig. Die Maschinen laufen immer unterschiedlich und wir produzieren verschiedene Sorten. Besonders gefällt mir, dass ich mit vielen meiner Kollegen und mit meinem Vorgesetzten gut klar komme. Man kann hier wirklich viel Spaß haben. In der Produktion ist es ein ganz anderes Gefühl als im Büro. Früher habe ich mir nicht vorstellen können in einer Produktion zu arbeiten, aber es gefällt mir sehr gut.

Was bedeutet das grüne Licht? Im Vakuumgerät wird getestet, ob die Verpackungen dicht sind

Wie trinken Sie Ihren Kaffee am liebsten?

Mein Lieblingskaffee ist Brazil Mild und ich trinke gerne milde Raritäten. Hier lieben viele African Blue, ich trinke den Kaffee als Einzige mit Milch und Zucker. Seitdem ich African Blue trinke, kommt mir der Brazil Mild noch milder vor. Wie viele Tassen Kaffee ich am Tag trinke, hängt davon ab, in welcher Schicht ich arbeite. In der Frühschicht trinke ich drei bis fünf Tassen, in der Spät- und Nachtschicht gar keine.

Der richtige Mahlgrad für das Kaffeemehl? Vanessa probiert es aus

Haben Sie ein besonderes Hobby?

Ich spiele Gitarre und habe eine Band und singe seit zwölf Jahren in einem Gospelchor. Außerdem spiele ich Hockey in einem Norderstedter Verein. Zwar lebe ich in Bramfeld, aber dort gab es keinen Verein, dessen Trainigszeiten sich mit meiner Schichtarbeit vereinbaren ließen.

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