Kaffee, Klausuren, Kommilitonen

Warum an der Hochschule ohne Kaffee nichts läuft

Ein kleiner Coffee Slam: Ob in der Prüfungsvorbereitung oder auf dem Campus, Kaffee gehört zum Studium wie das Amen in der Kirche. Jetzt wurde der Kaffee sogar zum Seminarthema. Die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Public Relations der Hochschule Hannover haben für uns ihre persönlichen Geschichten zum Thema “Kaffee, Klausuren, Kommilitonen” aufgeschrieben. Jetzt wissen wir endlich, warum an der Hochschule ohne Kaffee nichts läuft! Ein herzliches Dankeschön von uns auch an die Initiatorin Dr. Annika Schach, Hochschule Hannover Fakultät III – Medien, Information und Design.

Mein Lieblingsgetränk: Kaffee!

Augenlidmuskeln und müde Gedanken vs. Kraft des Kaffees

Frei nach dem Motto „Learning never exhausts the mind” studiere ich, Tanja Wente,  Public Relations an der Hochschule Hannover, wobei schon der ein oder andere Kaffee herhalten musste, um meinen Geist an seine Unermüdlichkeit zu erinnern. Ich schreibe Poetry Slam, trinke meinen Kaffee mit Milch und ansonsten gerne Sekt, bin in der Freiwilligen Feuerwehr und würde am liebsten die ganze Welt bereisen. Aber da arbeite ich dran.

Schon mal in der Vorlesung gesessen und versucht, die Augen unter extremer Anstrengung offen zu halten? Oder im Bus? In diesem Zustand gibt es keine Einschlafphase, in der langsam alles leiser wird und die Gedanken im Kopf zur Ruhe kommen. In diesem Zustand ist der Kopf bereits in federweiche Kissen und kuschelige Decken eingehüllt und die Gedanken schreien: „MACH ZU! ES IST ALLES ABGESCHALTET, WIR SIND BEREIT FÜR DEN ULTIMATIVEN SCHLAF!“

Der Kampf

Ich denke jeder von uns kennt dieses Gefühl, wie unglaublich schwer es sein kann, ein kleines Lid nach oben zu drücken. Immer und immer wieder – fällt es zu. Die Mini-Muskeln des kleinen Lids drücken mit all ihrer Kraft gegen meinen Willen. Unterstützt von der Gravitation scheinen sie plötzlich stärker als mein Bizeps, meine Entschlossenheit, mein Verstand und die Worte meines Professors zusammen. Aber wenn sie das untere Lid erst erreicht haben bildet sich scheinbar eine neue, unglaublich starke Sekundenkleberart zwischen ihnen, eine innige Liebesbeziehung, eine extreme Anziehung. Sie sind wie Butter und Brot, Timon und Pumba, Joko und Klaas. Unzertrennlich.

Die Wunderwaffe

Und dann gibt es da dieses kleine – wahlweise auch venti oder dieci – schwarze Heißgetränk aus koffeeinhaltigen Bohnen, das uns tagtäglich diesen Kampf gewinnen lässt. Es weckt uns auf, drückt das Augenlid nach oben und streckt die Pupille. Es pumpt das Herz an, motiviert die Nervenzellen und gibt uns die irgendwo auf dem Weg zwischen Haustür und Uni verloren gegangene Energie und Konzentration zurück.

Im Namen meiner Kommilitonen und sicherlich auch meiner Professoren bedanke ich mich bei dir, meinem liebem Freund, dem Kaffee. Du hast uns gezeigt, was es bedeutet morgens wach zu sein; du hast uns gelehrt, wie wir nach der Mittagspause nicht in völlige Trägheit verfallen; du hast so einige unserer Hausarbeiten fertig lassen werden und du zeigst uns immer wieder aufs Neue, was wahrer Genuss ist.

Heute mal Filterkaffee

#meinkaffee – COFFEE IS ALWAYS A GOOD IDEA

Dass ohne Kaffee im Studentenleben nichts läuft, ist bekannt. Schließlich trägt das Genussmittel viel der Konzentration bei. Auch an der Hochschule Hannover habe ich gefühlt schon massenweise Liter an Kaffee getrunken und natürlich auch genossen. Ich bin Jacqueline Pilz und 20 Jahre alt. Gebürtig komme ich aus dem Harz, genauer gesagt aus Goslar. Seit September 2014 studiere ich Public Relations an der Hochschule Hannover. Vom Kreativen über das Theoretische bis hin zum Strategischen – das PR-Studium bietet für mich eine volle Bandbreite. In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit der Lifestylebranche. Ob Mode, Kosmetik, Accessoires oder außergewöhnliche Lebensmittel und Drinks – ich möchte immer up to date sein. So hoffe ich, dass mir das Studium auch weiterhin ermöglicht, meine Leidenschaft mit dem Theoretischen zu verbinden.

Zugegeben, ich brauche meinen Kaffee mittlerweile schon täglich. Früh aufstehen, hohe Konzentration während der Vorlesungen an der Hochschule, oftmals bis abends unterwegs und Nachtschichten schieben, vor allem in der Klausurenphase – ein oftmals 24-Stunden-Tag, den ich als frische Studentin der PR überhaupt nicht gewohnt bin. Als Schülerin habe ich kaum Kaffee getrunken, jetzt ist #meinkaffee nicht mehr wegzudenken. Ein no go! Ich war zunächst selbst überrascht, was ein guter Kaffee auslösen kann – weniger müde, gute Konzentration und ein toller Geschmack dazu! Ein tolles Hilfsmittel für mich und dann noch gut riechend. Fehlt mir #meinkaffee nun am Tag, kann ich schnell unausstehlich werden, was ich natürlich sonst nicht bin! Das Kaffeetrinken ist in der Hochschulzeit zum Ritual geworden und begleitet mich durch den Tag. Den ersten Schluck Kaffee trinke ich morgens mit meinem Coffee-to-go-Becher in der Bahn. Schnell werde ich so wach und genieße den Duft des frisch gekochten Kaffees. Das war aber nicht das letzte Mal am Tag. Die Schlücke häufen sich. Während der Vorlesungen, in den Pausen mit den Kommilitonen oder auch auf dem Heimweg steht #meinkaffee parat. Ich bin nicht die Einzige, die so ein Kaffeefan geworden ist – zum Glück! So kann ich meine neu entdeckte Leidenschaft, das Kaffeetrinken, mit anderen Studenten teilen. Ein Hochschultag ohne Kaffee? Das läuft nicht!

#meinkaffee – DAS NEUE TRENDACCESSOIRE

Jaja, von wegen Mützen, Schuhe oder Taschen sind die angesagten Accessoires bei uns Studenten! Ob auf dem Weg zur Hochschule in der U- oder Straßenbahn oder auf dem Campus, es gibt ein neues, hippes Accessoire – #meinkaffee. Mit der Zeit habe ich beobachtet, wie sich die Coffee-to-go-Becher oder eine Tasse Kaffee in den Händen meiner Kommilitonen häufen. Wir Studenten tauschen uns aus, welchen Kaffee man trinkt oder woher man seinen Becher hat. Auch die Kaffeeautomaten von Tchibo auf unserem Campus sind im Dauerbetrieb. Einen Kaffee dabei zu haben, ist in Mode. Ebenso im Trend liegen bei mir Flavours. Ein Karamell-, Vanille- oder Haselnussgeschmack sorgt für den extra Kick für #meinkaffee. In der Freizeit tauschen meine Kommilitonen und ich uns öfters über die Flavours aus. Schließlich will ich auch über den neusten Schrei für #meinkaffee informiert sein. ;-)

Es zeigt also, dass ohne Kaffee an der Hochschule nichts geht. Auf der einen Seite gibt er mir viel Energie für das Konzentrieren und Lernen für Klausuren, auf der anderen Seite ist er ein Genussmittel und angesagt. Für mich ist #meinkaffee im Studentenleben ein Allroundtalent.

Ohne Kaffee geht am Morgen nix

 3 TAGE WACH

Wer kennt sie nicht? Die schlaflosen Nächte, weil man am nächsten Tag seine Hausarbeit abgeben muss und bis vor zwei Stunden einfach noch nicht dazu gekommen ist. Prokrastination olé. Ich bin Dilan Ekinci, 19 Jahre alt und Public Relations Studentin. Ich möchte meine Erfahrungen während meiner ersten Klausurenphase an der Hochschule Hannover teilen. In der Hoffnung, dass sich jeder in der Geschichte wieder findet und sich niemand ein Beispiel an mir nimmt. Dem Kaffee gebührt besonderer Dank. Ohne ihn hätte ich mich wahrscheinlich direkt exmatrikulieren dürfen.

Wir schreiben den 29. Januar 2015, 22:45 Uhr mitteleuropäische Zeit. Noch 13 Stunden und sechs Minuten bis zur Abgabe. Dass ich meine Hausarbeit bis dahin fertig habe, ist genauso wahrscheinlich wie die baldige Eröffnung des Berliner Flughafens. Hinter mir liegen vier Wochen voller Bulimie-Lernen, Angstzuständen und spontanem Alkoholkonsum. Ich bin durch sämtliche Stadien der Verzweiflung gegangen, von Hysterie über Zorn bis hin zur Apathie. Und jetzt muss ich mit dem Brei im Kopf zehn Seiten füllen.

33 Stunden ist es schon her, dass ich mich das letzte Mal im Land der Träume herumtreiben durfte und eigentlich sehne ich mich nur nach meiner Mama und dem vertrauten Geruch ihres Kaffees. Meine Kommilitonin muss Gedanken lesen können (oder ich habe mal wieder in einem meiner Sekundenschläfe gesprochen): vor meiner Nase, in der größten Tasse auf Erden, befindet sich der schwärzeste Kaffee, mit dem intensivsten Geruch. Ich bin gerührt und kann die Tränen kaum zurückhalten (vielleicht brennt auch nur der Dampf in den Augen). Wie ein verdurstender in der Sahara hänge ich an der Tasse. Trauer überkommt mich, als der letzte Schluck getrunken ist: oh Augenblick, verweile doch, du bist so schön!

Plötzlich spüre ich das Koffein. Wie wild haue ich auf die Tasten und fühle mich wie einer dieser hochintelligenten Freaks aus dem Fernsehen. Ich befürchte, dass gleich Zahlen und Formeln vor meinem inneren Augen erscheinen. Ein paar Nervenzusammenbrüche später, kann ich endlich den letzten Punkt setzen.

Die Sonne scheint und ich fühle mich wie ein tausendjähriger Vampir. Mit Augenringen bis zum Kinn und meinen ausgedruckten, 15-seitigen Hirnergüssen schleppe ich mich ein letztes Mal in diesem Semester zur Hochschule. Vor dem Fach meines Professors muss ich mich zusammenreißen, nicht vor Glück heulend in Tränen auszubrechen. Meine lieblichen Gedanken an Schlaf werden von einer Stimme durchbrochen: „Hey Dilan, kommst du heute Abend auch zur Semesterabschlussparty? Das wird der Hammer!!“ Etwas zerbricht in mir, doch ich lächle nur und sage zu. Dann werde ich wohl erst morgen ins Schlafkoma fallen dürfen. Ich trink‘ jetzt mal lieber eine ganze Kanne Kaffee.

Und nachmittags passt ein Cappuccino

                                          

Gestatten? Kaffee!

Gestatten? Lillemor Full, Studentin der Public Relations an der Hochschule Hannover. Trotz des tollen Studienortes bin ich im schönen Weserbergland wohnen geblieben, das sich bestens für meine sportlichen Aktivitäten eignet: Laufen, Mountainbiken, Cross-Einradfahren und Paddeln. Wenn ich nicht gerade sportlich unterwegs bin, treffe ich mich gerne mit meinen Freundinnen oder nehme ein gutes Buch in die Hand.

Morgens acht Uhr in Deutschland. Wie jeden Morgen um diese Uhrzeit blicke ich müden, jungen Menschen in ihre kleinen Augen. Und das passiert mir nicht nur im Winter, nein, sondern auch im Frühling, Sommer und Herbst. Manchmal frage ich mich, ob ich der einzige bin, der täglich fit und frisch in den Tag startet. „Ich brauche erstmal einen starken Kaffee, sonst überstehe ich die Vorlesung nicht!“, höre ich eine Studentin stöhnen. Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört! Es ist fast schon ein Hilferuf nach mir! Seitdem ich an der Uni bin, habe ich übrigens festgestellt, dass es viele Gründe gibt, um einen Kaffee, also mich, zu trinken.

1. “Ich muss erstmal richtig wach werden”, ist der Klassiker und dabei scheint es egal zu sein, ob morgens, nachmittags oder fast schon wieder abends ist.

2. “Ich muss mich gleich während der Klausur konzentireren.” Bei diesem Satz klingt die obligatorische Menge Verzweifulng mit.

3. “Mir ist kalt”, kann ich gar nicht nachvollziehen, da mir persönlich immer warm ist.

4. “Ich habe jetzt Lust auf einen Kaffee”, ist ein banaler Grund, aber umso schmeichelhafter

Diese Liste könnte ich beliebig fortführen. Studenten haben ein paar Eigenarten an sich, aber zwischen sich und ihren Kaffee lassen sie nichts kommen! Manche verlassen sogar eine Vorlesung, um sich einen Kaffee zu holen, transportieren ihn dann vorsichtig zum Hörsaal und klammern sich an ihn als wären sie ohne ihn nicht überlebensfähig. Beeindruckend, nicht wahr?

Mich erfreut es jedes Mal, wenn ich in die glücklichen Gesichter der Studenten blicke, sie liebevoll auf mich herabsehen, wohlig an mir schnuppern, mich zart und behütet in ihren Händen halten und ich schließlich ihre erwartungsvollen Lippen berühren darf. Das macht mich stolz und bestätigt mich in meiner wichtigen Aufgabe als unerlässlicher Muntermacher, beruhigender Seelsorger, verlässlicher Klausurenbegleiter und wohltuender Genuss für zwischendurch. Ich würde mal behaupten, dass ich im Studentenalltag wahre Wunder bewirke.

In diesem Sinne wünsche ich ein erfolgreiches Semester,

euer Kaffee

 

 

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1 Kommentare zu „Warum an der Hochschule ohne Kaffee nichts läuft

  1. Samuel

    Kaffee ist im stressigen Studentenalltag wirklich die Rettung. Vor allem während der Prüfungszeit bewirkt das schwarze Gold Wunder :)

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