Wenn ich König von Tchibo wäre

Hochschule Hannover Blog (3): Hüpfburgen und Popcorn

Wir haben uns kaum von den kritischen Meinungen der letzten Beiträge erholt, schon geht es weiter. Wir überreichen die Krone an drei weitere Studenten des Bachelorstudiengangs Public Relations an der Hochschule Hannover. Marie-Claire, Manuel und Maricia erklären uns, warum den Digital Natives die Marke Tchibo viel zu wenig präsent ist.

Marie-Claire: Gerade Instagram, Facebook oder Snapchat sollte Tchibo mehr Aufmerksamkeit schenken.

Tchibo gehört seit ich denken kann zu den regelmäßigen Einkaufsbummeln mit meiner Mama dazu. „Ich hole nur schnell ein Prospekt“, höre ich jedes Mal von ihr, wenn wir an einer der Filialen vorbeikommen. Oft gehe ich dann in die naheliegende Parfümerie oder warte vor der Tür und checke meinen Instagram-Feed. Doch ab und zu, sei es durch das zuhause rumliegende Prospekt der vorherigen Woche oder das Verlangen nach einem frischen Kaffee, begleite ich meine Mama und stöbere durch das Sortiment.

Marie-Claire Toussaint

 

Was verkauft Tchibo eigentlich?

Würde ich meine Freunde fragen, was sie mit Tchibo verbinden, würde ihnen als erstes das Sprichwort Kaffee einfallen. Na klar, Kaffee ist DAS Aushängeschild von Tchibo. Aber gerade durch Kooperationen mit Stars wie Helene Fischer, die für Tchibo eine Kollektion entworfen hat – aus der ich übrigens eine Hose besitze – erweitert sich das Sortiment. Durch die Vielfalt an Produkten zu den Themen Mode, Küche, Deko, aber auch Sport oder sogar Reisen und Mobilfunk erreicht Tchibo immer mehr Konsumenten.

Allerdings nimmt besonders meine Generation der 15- bis 25-jährigen lieber einen weiteren Weg auf sich, um den nächsten Starbucks aufzusuchen als sich in eine der zentralen Tchibo-Filialen zu setzen. Und auch obwohl der Kaffee dort weitaus preiswerter (und wahrscheinlich sogar qualitativ hochwertiger) ist, gelingt es Tchibo nicht, gerade für die jungen Leute attraktiv zu werden.

Was kann Tchibo tun?

Wirklich wahrgenommen habe ich Tchibo auf den verschiedenen Netzwerk-Plattformen noch nicht. Die Marke ist in der Zielgruppe der Digital Natives nicht präsent genug und wird einfach weggeklickt.

Gerade Instagram, Facebook oder Snapchat sollte Tchibo mehr Aufmerksamkeit schenken. Heutzutage sind es nämlich die tausendfach gelikten Posts der Influencer oder die Snaps der engsten Freunde, die meiner Generation Empfehlungen der besten Produkte liefern.

Mein Tipp an Tchibo: mehr auf die Social-Media-Kanäle der heutigen Zeit einzugehen, die zu einer eigenen Art von Werbemöglichkeit geworden sind und diese für sich zu nutzen. Denn auch meine Mama nimmt immer häufiger ihr Smartphone in die Hand und zur Hilfe.

Manuel: Kaffee, Hüpfburgen und coole Aktionen für Kinder. Als König von Tchibo würde ich das möglich machen.

Mein bislang einziges Erlebnis mit Tchibo war als kleiner Junge. Meine Mutter hatte Besuch zu Hause. Sie hatte mich gebeten, Kaffee zu kaufen, drückte mir einen Zehner in die Hand und ich bin losgespurtet. Ich suchte die Kaffeeabteilung ab und bin bei den Tchibo-Kaffees stehengeblieben, weil sie für mich am meisten herausgestochen sind.

Manuel Flesch

Bis dahin kannte ich Tchibo auch nur als Kaffee, aber als ich älter wurde sind mir die eigenen Verkaufsstände und Geschäfte aufgefallen und habe mich gewundert, was man hier doch alles kaufen kann. Aus meiner Erfahrung her wissen viele junge Menschen nicht, dass Tchibo schon lange nicht nur Kaffee anbietet, und aus diesem Grunde: Wenn ich König von Tchibo wäre, würde ich das ändern. Ich hätte mit coolen Aktionen für Kinder angefangen, wie Feste mit Hüpfburgen, Trampolinen und Schminken. Aber so, dass man das Unternehmen Tchibo mit in Verbindung setzt. Für diese Aktion würde ich sogar einen Kaffee kreieren, der speziell für Kinder gemacht worden ist. Ich kann mir dabei sehr gut vorstellen, dass dann viel mehr Kinder Tchibo kennenlernen.

Ich habe die Webseite einfach mal von Tchibo durchgeguckt und war begeistert, dass ich hier eine sehr große Auswahl an Klamotten, Krimskrams und für den alltäglichen Gebrauch finden kann. Sehr gut fand ich die Angebote zu den Städtereisen, denn momentan suche ich ein gutes Angebot für Paris, wo ich sogar auch ein gutes gefunden habe.

Ich war schon einmal Kaffeetrinker, jetzt nicht mehr. Doch schon lange bedankt man sich nicht nur mehr für den Kaffee, sondern halt auch für coole, günstige Städtetrips. Vielleicht habt ihr so ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht und vielleicht könnte euch nach meinem Blogeintrag die Geschichte von Tchibo interessieren, schaut doch mal rein!

Maricia: Einmal die Tchibo Popcornmaschine auf Release setzen bitte!

Als Kind einer Kleinstadt übte das Tchibo Regal in unserem örtlichen Supermarkt schon immer eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Der Wocheneinkauf mit meiner Mutter war für mich bisweilen etwas langweilig, aber zwischen den Lebensmitteln gab es bei Tchibo immer auch etwas für Kinder. Irgendwann kam eine Popcornmaschine ins Sortiment, die ich unbedingt haben wollte. Der Wunsch wurde mir erfüllt und rechtzeitig zum Geburtstag gab es Popcorn.

Maricia Lange

Die Popcornmaschine nahm einen festen Platz in unserer Küche ein und am Wochenende durfte ich mich dann immer auf frisches Popcorn, passend zum Freitagabendfilm, freuen. Meine Mutter schwenkte das Popcorn dann immer in einer Mischung aus flüssiger Butter und Zucker. Lecker! Meine Freunde waren ebenso begeistert von der Popcornmaschine und für mich war sie somit zusätzlich ein hervorragendes Gerät um ein bisschen anzugeben. Wie es leider mit vielen Dingen ist, die uns in der Kindheit einmal unheimlich erfreut haben, geriet die Popcornmaschine irgendwann in Vergessenheit und verstaubte im Keller und landete letzten Endes auf dem Flohmarkt.

Nun da ich erwachsen bin und meinen eigenen Wocheneinkauf erledige, hat sich natürlich auch mein Blickwinkel auf diesen geändert. Geld spielt eine Rolle und einkaufen ist mehr Pflicht als Spaß. Trotzdem bleibe ich immer noch gerne vor dem Tchiboregal stehen, um nach nützlichen Gadgets zu schauen oder manchmal auch etwas Neues zu finden. Etwas das mir vorher gar nicht in den Sinn kam, dann aber doch im Einkaufswagen landet. So verhält es sich beispielsweise mit der Pattiepresse, die selbstgemachte Bouletten platt genug drücken kann, dass sie perfekt ins Hamburgerbrötchen passen.

Eine andere Sache die mich heute begeistert ist Kaffee, der für mich als Studentin sowie chronischer Langschläferin eine überlebenswichtige Rolle spielt. Es ist immer wieder ein schönes Gefühl die Tüte mit den Kaffebohnen in die Maschine vor dem Kafferegal zu füllen und das Rasseln zu hören während diese zu Kaffeepulver zermahlen werden und der Raum sich langsam mit herrlichem Kaffeeduft füllt. Neulich kam mir allerdings wieder die alte Popcornmaschine in den Sinn. Der Gedanke, sie damals weggeben zu haben erfüllt mich mittlerweile mit etwas Wehmut. Wäre ich also König von Tchibo, würde ich ein Release der Popcornmaschine in Auftrag geben.

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