Ostern bei den Kollegen

Der Osterkaffee ist gekauft, die Eier gefärbt, der Fladen gebacken. So zumindest sieht Ostern in Deutschland aus.

Was aber machen unsere Nachbarn in den Tchibo Ländern? Natürlich werden auch sie sich ein paar ordentlich aromatische Tassen einschenken, frisch gebrüht, aus dem Kotyogo oder sogar via Cafissimo. Und dann? Wie haben ein paar befragt.

Manuela Schneider, Österreich:

In Österreich hat das Osterfeuer eine besondere Bedeutung. In der Nacht zum Ostersonntag erglühen hier, hauptsächlich in den Bergen, die großen Feuer und sollen den Menschen eine ertragreiche Ernte bescheren. Sie läuten das heilige Fest der Wiederauferstehung damit ein. Zum sonntäglichen Nachmittags-Kaffee genießen die Österreicher dann ihre traditionelle Osterjause mit vielen geweihten Speisen und besonderen Köstlichkeiten, wie der süßen „Osterpinze“ oder dem Osterstollen.

Daria Bukalska, Polen:

Bei uns in Polen dreht sich das heilige Fest rund um leckere Speisen im Kreise der Familie. Es werden die unterschiedlichsten Gerichte serviert. Jedes besitzt eine eigene symbolische Bedeutung, so stehen die Eier beispielsweise für ein „neues Leben“. Auf Geschenke legen die Polen nicht so großen Wert. Sie richten beim familiären Osterfrühstück lieber ganz persönliche Glückwünsche an jeden einzelnen Verwandten.

Nadja Grendelmeier, Schweiz:

Wir Schweizer veranstalten gerne eine Art Wettbewerb, das sogenannte „Ostererier-Tütschen“. Hier nehmen zwei Spieler jeweils ein buntes, hart gekochtes Ei in die Hand. Einer der Spieler fängt an mit der Spitze seines Eis die Eispitze seines Gegenspielers „anzutütschen“, um die Schale zu zerbrechen. Sieger ist der, dessen Ei zum Schluss unversehrt bleibt. In Bayern nennt man dieses Ritual übrigens „Oierhiartn“ und im württembergischen Aalen heisst das Spiel „Spitzarschen“.

Ágnes Szjijarto, Ungarn:

In Ungarn hat das Osterfest schon fast einen Volksfestcharakter. Große, geschmückte Umzugswagen fahren durch die Städte in denen die Menschen ihre traditionellen Gewänder präsentieren. Diese gehören zwar auch in Ungarn nur noch in einzelnen Dörfern zum täglichen Bild, geben der Osterparade aber ihren besonderen Charme.

Elena Svistunova, Russland:

Hier in Russland gehören die Ostertage zu den wichtigsten religiösen Feiertagen. Zur Einstimmung beginnen wir, ähnlich wie die Polen, mit einem österlichen Frühstück. Zwei wichtige Speisen, die Ostertorte „Kulich“ und die rot eingefärbten Eier sind auf dem Tisch zu finden. Auch in Russland haben die Lebensmittel eine besondere Symbolik und werden mit guten Wünschen im Kreise der Familie geteilt. Auf der Straße begrüßt man seinen Nachbarn zu dieser Zeit mit einem freundlichen „Christ ist aufgestiegen“, worauf dieser antwortet: „Ja er ist tatsächlich aufgestiegen“.

 

Wir wünschen allen Lesern und Kunden frohe Ostern!

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1 Kommentare zu „Ostern bei den Kollegen

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