Woher kommt mein Pyjama?

Transparente Lieferkette am Beispiel Äthiopien

Bei diesem Kinder-Pyjama ist jeder Schritt in der Lieferkette bekannt Wer hat eigentlich die Baumwolle für den Pyjama gepflückt? Wer den Stoff gewebt? Wer hat ihn genäht, wer verpackt, wer fuhr den Schlafanzug über das Meer ins Tchibo Zentrallager? Für viele Schlafanzüge unserer aktuellen Homewear-Wochenwelt können wir die Geschichte ihrer Herkunft erzählen. Von B wie Baumwollfeld bis V wie Verkaufsregal. Es ist spannend, welche Menschen an der Lieferkette beteiligt sind – so zum Beispiel Kokobe Urga und Woyneshet Tesfaye.

Die Baumwolle (mit dem “Cotton made in Africa” Gütesiegel) für die Pyjamas stammt aus Nordäthiopien, die weitere Verarbeitung bis hin zur Verpackung findet beim Lieferanten Ayka Addis Textile in Addis Abeba statt. Somit liegt die komplette Wertschöpfung dieser nachhaltigen Produktion in Äthiopien. Über das Trainingsprogramme WE sowie die Unterstützung der Initiative „Cotton made in Africa“ unterstützt Tchibo damit alle in der Lieferkette beteiligten Menschen.

 

Kokobe Urga leitet bei Ayka Addis Textile in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba eine Abteilung mit 200 Mitarbeitern. Das war nicht immer so: Erst durch unsere Sozialtrainings im Rahmen des WE Programms hatte sie die Möglichkeit und den Mut, sich von der ungelernte Hilfskraft zur Abteilungsleiterin hochzuarbeiten.

Kokobe Urga (Abteilungsleiterin in der Näherei)

 

Woyneshet Tesfaye wiederum ist Baumwollbäuerin in Metema, im Norden Äthiopiens. Mit Hilfe von Schulungen im nachhaltigen Baumwollanbau durch unseren Partner „Cotton made in Africa“ kann sie dank neuer Anbaumethoden ihre Gesundheit und die Natur schützen – sowie eine bessere Ernte erzielen. Für sie bedeutet das ein sicheres Einkommen – und  mit diesem möchte sie die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren.

Woyneshet Tesfaye (Baumwollbäuerin)

 

Zwei Menschen, die beispielhaft zeigen wie nachhaltig produzierte Kleidung die Arbeitsbedingungen der Menschen vor Ort verbessert. Insgesamt sind über 9000 Cotton made in Africa-Kleinbauern aus der Metema Region in Nord-Äthiopien und 7.000 Mitarbeiter des Lieferanten Ayka Addis Textile an der Produktion der Pyjamas beteiligt, für die es bei Tchibo erstmalig eine komplett transparente Lieferkette gibt.

Und hier wird der Schlafanzug genäht

 

Verbesserte Produktionsbedingungen in Äthiopien

Da unsere (für die Non Food Lieferkette verantwortlichen) Kollegen wissen, wo und von wem die einzelnen Produktionsschritte ausgeführt werden, können gemeinsam Verbesserungen angestoßen und erfolgreich ungesetzt werden. Dies geschieht wie beschrieben beim Baumwollanbau in Äthiopien durch den Tchibo Partner „Cotton made in Africa“. Mit dessen Programm werden Kleinbauern beim nachhaltigen Anbau von Baumwolle unterstützt. Sie erhalten Zugang zu langfristigen Abnahmebeziehungen für die Baumwolle und werden in modernen und umweltschonenden Anbaumethoden geschult. Sie lernen etwa Molassefallen statt chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln einzusetzen. Molasse, ein natürliches Nebenprodukt der Zuckerproduktion, ist nämlich günstig sowie umweltverträglich und effektiv. So werden Baumwollbauern und Umwelt geschützt, Kosten gesenkt und Ernten gesteigert.

Naehen

 

Für mehr Transparenz arbeitet Tchibo in Addis Abeba mit dem Lieferanten Ayka Addis Textile schon lange zusammen. Bei ihm finden viele einzelne Produktionsschritte unter einem Dach statt: Nach der Anlieferung wird die entkörnte Baumwolle versponnen, verstrickt, gefärbt, zu Textilien genäht und verpackt. Kurz: die komplette Weiterverarbeitung findet hier statt. Ayka Textile nimmt seit 2011 am WE Programm teil. Das Trainingsprogramm für bessere Arbeitsbedingungen hat die Kommunikation zwischen Arbeitern und Management entscheidend verbessert.

Außerdem unterstützt Tchibo Ayka Addis Textile dabei, als erste Textilproduktion für den Export in Äthiopien von Anfang an faire Arbeitsbedingungen zu schaffen. Es gibt hier mittlerweile Aufstiegsmöglichkeiten und eine gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmervertretung. Mit Angeboten wie kostenlosem Mittagessen, unentgeltlichem Transport zur Fabrik sowie einer medizinischen Grundversorgung auf dem Fabrikgelände zeigt das Unternehmen soziale Verantwortung weit über das Kerngeschäft hinaus. Dennoch können auch hier noch kontinuierlich weitere Verbesserungen geschaffen werden. Wir sind auf dem Weg!

 

 

 

 

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