Kaffee-Einkäuferin Stefanie Flach im Gespräch über die neue Rarität „Sumatra Ketiara“ aus Indonesien

Von bläulich-grünen Rohkaffeebohnen und Honig-Papaya-Noten

Für unsere limitierten Editionen suchen unsere Tchibo Kaffee-Experten gezielt besondere Länder und Regionen, in denen der Kaffee geschmacklich herausragend und nur in begrenzten Mengen verfügbar ist. So auch für unsere neue Tchibo Rarität und Cafissimo Grand Classé „Sumatra Ketiara“. Diesmal führte die Suche nach einem unvergleichbaren Geschmackserlebnis uns auf die indonesische Insel Sumatra. Genauer gesagt zur Kooperative Kopepi Ketiara.

Für meine Kollegin Stefanie Flach aus dem Kaffee-Einkauf stellt die Suche nach einer neuen Edition ein „I-Tüpfelchen“ ihrer Arbeit dar. Es biete einem die Möglichkeit, die eigene Expertise kreativ einzubringen und dabei vor allem eines: etwas zu wagen. Was das Besondere an unserem limitierten Caffè Crema und seiner Herkunft ist und was genau eigentlich hinter dem Beruf Kaffee-Einkäufer steckt, verrät sie in einem Interview.

Kaffee-Einkäuferin Stefanie Flach

 

Stefanie, was ist das Besondere an dem Anbaugebiet Sumatra und der Kooperative „Kopepi Ketiara“?
Stefanie: Die Kooperative Kopepi Ketiara liegt in der Provinz Aceh, im Nordwesten Sumatras. Die Gegend zeichnet sich durch eine beeindruckende Vulkanlandschaft, dichte Regenwälder sowie die Nähe zum Tawar-See und gigantischen Wasserfällen aus. Die Kombination aus mildem Klima und vulkanischen Böden bietet in etwa 1.100-1.400m Höhe ein ideales Anbaupotential für intensiv-aromatische Kaffeebohnen.
Was mich persönlich über die Kaffeequalität hinaus an der Kooperative Ketiara besonders begeistert, ist die geballte Frauenpower: Ursprünglich von Mrs. Rahmah gegründet, der es am Herzen lag, die Leidenschaft anderer Frauen für den Kaffeeanbau zu fördern, sind hier bis heute überwiegend Frauen tätig.

Und was macht den Kaffee so einzigartig?
Stefanie: Der Kaffee der Kooperative „Kopepi Ketiara“ zeichnet sich durch eine traditionell indonesische, halbtrockene Aufbereitung aus: Die sogenannte „Giling Basah Aufbereitung“. Dabei wird der Kaffee zunächst gewaschen sowie vom Fruchtfleisch befreit und über Nacht in einem Wasserbad gelagert. Anschließend werden die noch feuchten Kaffeebohnen auf Patios in der Sonne auf bis zu 40% Restfeuchte getrocknet, bevor sie von dem Pergamenthäutchen befreit werden. Diese Methode, ursprünglich als Antwort auf die Wasserknappheit in Indonesien eingeführt, verleiht dem Kaffee ein besonders intensives Aroma. Das Ergebnis ist ein erlesener Hochland-Arabica, der sich durch eine würzig-fruchtige Note von Papaya und Honig auszeichnet.
Doch nicht nur das: durch die Giling Basah Aufbereitung sind die Rohkaffeebohnen auch ein wahrer Hingucker. Sie erhalten eine einzigartige bläulich-grüne Färbung.

Nun zu dir – Was genau macht ein Kaffee-Einkäufer?
Stefanie: Mein Beruf umfasst vor allem zwei Bereiche. Zum einen den physischen Einkauf, bei dem ich im engen Kontakt zu Lieferanten stehe und sowohl vor, als auch nach Abschluss des Kontrakts an der Verkostung beteiligt bin. Die Verkostung hat dabei zwei Ausprägungen: die sensorische Verkostung und die optische Prüfung. Durch dieses mehrstufige Verkostungsverfahren können wir sicherstellen, dass unser Kaffee den Konsumenten in bester Qualität erreicht.
Zum anderen stellt der Kaffee-Handel ein Waren-Termingeschäft dar, das heißt ein Geschäft an der Börse, bei dem die Erfüllung des Vertrags, also die Abnahme und Lieferung der Ware erst zu einem späteren Termin, aber zu einem am Abschlusstag festgelegten Kurs erfolgt. Deswegen habe ich täglich Kontakt mit Börsenmaklern. Die Preisentwicklung an der New Yorker Börse für Arabica und Londoner Börse für Robusta ist sehr spannend, da der Kaffee-Preis nicht nur durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. So haben unter anderem politische Situationen und Spekulanten entscheidenden Einfluss auf die Preisentwicklung.

Kaffee-Einkäufer ist ja nicht gerade ein klassischer Ausbildungsberuf. Daher die Frage: Wie wird man eigentlich Kaffee-Einkäufer?
Stefanie: Es bedarf vor allem zweierlei Grundvoraussetzungen: Eine Leidenschaft für Kaffee und gute Geschmacksnerven. Kleiner Tipp an dieser Stelle: Falls ihr mal das Vergnügen habt an einer Kaffeeverkostung teilzunehmen, solltet ihr Knoblauch und scharfes Essen vorher vermeiden.
Ansonsten gibt es keinen eindeutigen Werdegang. Meine Kollegen und ich haben einen kaufmännischen Hintergrund sowie größtenteils Berufserfahrungen im Lebensmittel- und Kaffeesektor gemeinsam. Dies ist im Kontakt mit den Lieferanten und Börsenmaklern sehr hilfreich.
Bei mir war die Berufswahl jedoch vor allem persönlich motiviert. Während meines Auslandssemesters in Kolumbien habe ich das erste Mal eine Kaffeeplantage besucht und eine Leidenschaft für Kaffee entwickelt, die ich über mein Privatleben hinaus ausbauen wollte. Heute sitze ich hier und kann sagen, dass ich meinen Traumberuf gefunden habe.

Danke Stefanie!

Die Caffè Crema Rarität „Sumatra Ketiara“ überzeugt nicht nur durch ihren Geschmack, sondern auch mit gutem Beigeschmack: dem nachhaltigen Anbau. Die Limited Edition ist zu 100 % Fairtrade-zertifiziert. Gemeinsam mit Fairtrade engagieren wir uns für Kleinbauern im Kaffeebereich. Tchibo übernimmt dadurch Verantwortung und trägt zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kaffeebauern bei.

Sie haben Lust auf eine exotische Kaffeeabwechslung bekommen? Genießen Sie jetzt und nur für kurze Zeit den Caffè Crema „Sumatra Ketiara“ als ganze Bohne oder als Kapsel für Ihre Cafissimo Maschine.

Rarität No.7 „Sumatra Ketiara“ aus Indonesien

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2 Kommentare zu „Von bläulich-grünen Rohkaffeebohnen und Honig-Papaya-Noten

  1. Simon

    Guter Artikel! Ich finde die limitierten Editionen echt spitze. Sie schmecken immer gut und sind sehr abwechslungsreich.

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