Auf einen Kaffee mit … dem “Backbuben”!

Der Sieger unserer Keks-Blogparade – ein backender Mann! Glückwunsch an den “Backbuben” und seine geflügelten Zimt Ziegen. Im Schatten des Ulmer Münsters rührt der Backbube alias Markus Hummel aber nicht nur in Teigschüsseln, sondern erfreut auch als Schauspieler große und kleine Kinder im Jugendtheater. Was für ein Typ ist der Backbube? Was treibt ihn zum Bloggen? Steht er Tag und Nacht in der Küche? Zeit für eine Tasse Kaffee, ein paar leckere Zimt-Ziegen, und ein Gespräch. Erster Schreck: Markus Hummel outet sich als Nicht-Kaffee-Fan, also darf es in diesem Fall natürlich ein Becher Schokolade sein.

Markus Hummel alias Backbube

Lieber Backbube, du hast vermutlich schon als Junge die Kuchenformen deiner Mutter nicht nur ausgeschleckt, sondern auch gleich optimiert? Wann entstand dein erstes eigenes Backwerk?

Backbube: Also ich kann ganz klar sagen, dass ich früher eher als Zuschauer fungiert habe. Mitgeholfen hab ich nur beim Ausstechen oder Bepinseln von Plätzchen. Mein erstes Backwerk, puh, das ist schwer zu sagen. Das wird irgendwann während der Schulzeit gewesen sein. Und so richitg aktiv backe ich eigentlich erst sein eineinhalb Jahren wieder.

Bäckst Du heute zur Entspannung? Nach getaner Vorstellung?

Auf jeden Fall backe ich sehr oft zur Entspannung. Manchmal muss es aber auch einfach nur schnell gehn und zwischenreingeschoben werden, wenn mal wieder ein Blogbeitrag fällig ist ; Nach getaner Vorstellung am Theater lass ich mich eher von anderen bebacken oder bekochen oder geh in ein Restaurant oder Cafe. Nach einer Vorstellung ist man meistens zu faul um zu backen.

Wie viel Zeit investierst Du in Blog und Backrezepte?

Anfangs hab ich nicht so viel Zeit in den Blog investiert, aber als ich gemerkt habe, wie gut er ankommt, wurde das immer mehr. Inzwischen verbringe ich 50% meiner Zeit mit der Arbeit an meinem Blog. Es kann auch mal vorkommen, dass ich morgens backe, dann fotografiere, die Bilder bearbeite, den Beitrag schreibe und dann ist es schon kurz vor Mitternacht. Mittlerweile verreise ich auch durch halb Deutschland um Connections und Ideen zu sammeln. Das Bloggen ist zeitaufwändiger als die meisten denken. Man muss all seine Liebe und Leidenschaft in den Blog stecken, damit er erfolgreich werden kann.

Wer hat Dich zum bloggen inspiriert?

Das waren Jeanny vom Blog “Zucker, Zimt & Liebe” und Dani vom klitzeklein-Blog. Ich habe deren Blogs täglich gelesen und verfolgt  (das tue ich noch immer) und deren Leidenschaft und Liebe zum Detail haben mich inspiriert, einen eigenen Blog zu starten. Dafür bin ich ihnen echt dankbar. Sie waren quasi ohne es zu wissen der Grund dafür, dass ich mit dem Bloggen angefangen habe.

Wer verspeist denn die schönen Kuchen? Kollegen im Theater, Kinder? Du bist sicher sehr beliebt!

Die Kuchen haben hauptsächlich meine Kollegen in dem italienischen Restaurant, in dem ich nebenher gearbeitet habe, abbekommen. Aber auch Freunde dürfen sich immer wieder über Leckerein freuen, die ich mitbringe, wenn ich zum Essen eingeladen bin. Und natürlich meine Schauspielkolleginnen und -kollegen, wenn mal wieder eine Premiere ansteht, und man ein selbstgebackenes Premierengeschenk verteilen kann.

Wie bist du auf die wunderbaren Zimtziegen gekommen?

Ich wollte ein traditionelles Rezept (Zimtsterne) einmal auf eine neue Art präsentieren. Und ich hab mit dem Wort “Zimt” rumgespielt und probiert, was sich lustig anhört. Und plötzlich kam mir das Wort “Zimtzicke” in den Kopf. Und dann hab ich mir den Ausstecher aus dem Krippenspiel-Ausstecher-Set geschnappt und Zimtziegen gebacken. Die Flügel kamen auch zufällig. Eigentlich wollte ich aus Mandeln die Wolle machen, aber es sah dann aus wie Flügel, darum wurden “Geflügelte Zimt-Ziegen” daraus. Ich habe oft spontane Einfälle, die dann richtig gut ankommen. Auch beim Bloggen bin ich eher der spontane Typ. Ich plane meine Beiträge nicht, sie entstehen meistens aus dem Moment heraus.

Warst Du mit den Produkten von uns zufrieden? Was könnte besser gemacht werden?

Ich war eigentlich noch nie von einem Tchibo-Produkt enttäuscht. Ich find die Produkte immer wieder praktisch und vor allem originell.

Du hast ja viele Fragen von der Blogst mitgenommen (wen möchte ich mit meinem Blog erreichen, was ist mein Ziel) – bist Du da schon einen Schritt weiter? Was ist deine Grundmotivation?

Meine Grundmotivation ist vor allem, Männer fürs Backen zu begeistern. Aber auch meinen Leserinnen & Lesern immer wieder neue Ideen zu geben. Mein Ziel möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, aber ich sage schon mal soviel: Der Backbube soll die Häuser erobern!

Gerade unter Food-Bloggern scheint es einen tollen Zusammenhalt zu geben, seid Ihr über die Blogs hinaus untereinander vernetzt? Oder gibt es gar analoge Treffen?

Mit den meisten Bloggern bin ich auf Social Media-Plattformen vernetzt (noch!), aber durch so tolle Veranstaltungen wie die BLOGST Konferenz in Hamburg gibt es endlich die Möglichkeit sich auch persönlich zu vernetzen. Und da es doch einige Blogger aus dem Großraum Ulm/Stuttgart gibt, wird es sicherlich bald  auch hier ein Bloggertreffen geben. Unter den Foodbloggern tauscht man sich gerne aus, gibt Tipps zum Backen, Fotografieren, Verpacken usw. Das finde ich toll und ich denke, dass das nicht in allen Blogger-Genres so gut funktioniert.

Welche Frage rund ums Bloggen beschäftigt Dich am Meisten?

Ob ich es schaffen kann, mit dem Bloggen irgendwann einmal Geld zu verdienen. In Deutschland wird man immer noch schief angeschaut, wenn man mit etwas Geld verdient, dass Spaß macht. Aber Bloggen macht nicht nur Spaß, es ist harte Arbeit. Man muss recherchieren, backen, fotografieren, man schreibt Texte, kümmert sich um Kontakte usw.  Man leistet die Arbeit einer kompletten Redaktion. Und das ganz allein. Und mich beschäftigt die Frage, ob das auch in Deutschland irgendwann einmal möglich ist.

Zu guter Letzt: Bist Du Kaffeetrinker? Wenn ja, welcher Kaffee schmeckt Dir am Besten?

Ich muss zugeben, ich trinke sehr selten Kaffee. Mich macht Kaffee erstaunlicherweise nicht wach sondern eher müde. Wenn ich dann aber mal Kaffee trinke, dann meistens in Kombination mit heißer Schokolade. Halb Kaffee halb Schoki. Oder auch mal einen schnellen Espresso zwischendurch.

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2 Kommentare zu „Auf einen Kaffee mit … dem “Backbuben”!

  1. Sabine v. d. Weihnachtsbloggerei

    Sehr interessantes Interview und ein sehr sympathischer Backbube ;-)
    Stimmt, bloggen kann wirklich harte Arbeit sein, vor allem aufwändig, weil man eben wirklich alles selbst macht. Aber es macht eben auch richtig Spaß und noch mehr Spaß macht es, wenn man merkt, dass es Leute gibt, die den Blog nicht nur tatsächlich lesen, sondern auch noch gerne lesen!

  2. barbara

    Die Zimtziegen sind ein Hit, super gelungen. Gratuliere zum Sieg. Zum Geldverdienen: Ich bin überzeugt, dass das Geldverdienen mit der Bloggerei bald beginnt. Da gibt es unter den Bloggern so viel Potenzial, das können sich die Firmen gar nicht entgehen lassen. Ich bin da sehr zuversichtlich, was die Zukunft anlangt.

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