Modalfaser: Warum wir jetzt Wäsche aus Buchenholz tragen

Wir Tchibo Mitarbeiter unternehmen ja viel, um Tchibo langfristig zu einem 100% nachhaltigen Unternehmen zu machen. Wir gehen etwa im Buchenwald spazieren und bringen Wäsche mit – die dort via Photosynthese und Vogelgezwitscher entstanden ist. Diese “Holz”-Wäsche fühlt sich federleicht an, ist wunderbar haptisch und nimmt Feuchtigkeit gut auf. Glauben Sie nicht?

Man hört die Vögel zwitschern: Buchenwald; Copyright: Lenzing AG, Fotograf: Markus Renner/ Electric Arts

 

Beim Stichwort Naturfasern denken Sie sicher zunächst an Baumwolle. Tatsächlich nimmt Baumwolle den größten Anteil ein. Doch es gibt mehr Fasern aus natürlichen Rohstoffen - wie die Modal-Faser. Diese Faser wird aus Buchenholz gewonnen. Und aus ihr sind unsere Wäschestücke gewoben. Wie geht das? Fragen wir Christina Kreuzwieser, Marketing Communication Director bei Lenzing in Österreich, Marktführer in der Modalfaser-Produktion (und unser langjähriger „Faserpartner“ im Wäschebereich).

Frau Kreuzwieser, was heißt Modal? Und was hat das mit der Buche zu tun?

Modal ist eine sehr weiche Cellulosefaser, die aus heimischen Buchenholz gewonnen wird – also 100% Natur! Die Faser zeichnet sich dadurch aus, viel Feuchtigkeit aufnehmen zu können und sich wie eine Feder an die Haut zu schmiegen. Und das Gute: Buchen wachsen hier in Österreich, Buchen wachsen in Bayern. Unser Rohstoff kommt also nicht aus Indien oder Äthiopien, wie es bei Baumwolle der Fall ist, sondern aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

Warum gerade Buchen?

Buchen sind wunderschöne Bäume, aber auch sehr funktional: Sie sind Tiefwurzler und gelten als Bodenverbesserer schlechthin. Die Buche wird daher seit alters her als Mutter des Waldes bezeichnet. Buchenwälder sind eine ganz natürliche und nachhaltige Rohstoffquelle; und übrigens resistent gegenüber Schädlingen und Umweltschäden.

Vom Holz zur Faser

Wie funktioniert die Produktion?

Die Cellulosefaser Lenzing Modal® wird mithilfe der Edelweiss Technologie hergestellt. Edelweiss steht für einen “symbiotischen” Produktionsprozess – der Rohstoff Zellstoff wird am gleichen Standort hergestellt wie die Modalfaser selbst. Dadurch kann energie- und ressourcenschonend produziert werden.

Tragen Sie denn überwiegend Modalkleidung?

Ich habe auf jeden Fall sehr viel T-Shirts und Wäsche aus Modal. Und sogar ein sehr angenehmes Modalkleid.

 

  • Liebe Blogleserinnen, Modalkleider haben wir derzeit nicht im Angebot, aber wunderbare Wäsche. Wie viel Wert legen Sie auf natürliche Wäsche? Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Unter allen Kommentatorinnen (Kommentarschluss: 15.04.2016) verlosen wir drei Wäschesets.

 

 

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8 Kommentare zu „Modalfaser: Warum wir jetzt Wäsche aus Buchenholz tragen

  1. Stefanie

    Ich höre gerade zum ersten Mal von Modalfasern und finde diese Idee wirklich toll. Bis jetzt hab ich versucht Bio-Baumwolle zu kaufen, aber Modalfasern klingen nach einer guten Alternative.

  2. Alina

    Ist es vielleicht nicht besser, dass Ihr nicht Wäsche aus Holz tragt und zwar der Umwelt zu Liebe? LG Alina ;-)))

  3. Nilufar

    Alles, was ich direkt auf der Haut trage, sollte unbelastet und möglichst natürlichen Ursprungs sein. Tragekomfort und ein angenehmes Gefühl sind mir dabei sehr wichtig. Daher bin ich auch total von den Modal-Socken begeistert, die ich mal bei Tchibo gekauft habe. Wäsche aus Modal besitze ich noch nicht.

  4. Lina

    Modal ist sehr angenehm zu tragen und eine tolle Alternative zu Baumwolle, besonders bei sommerlichen Temperaturen.
    Die neue Wäsche ist wirklich sehr schön geworden und die Bilder machen direkt Lust auf Natur! :)
    LG

  5. Sarah

    Beim kauf von Klamotten bevorzuge ich meist natürliche Materialien, weil ich sie angenehmer auf der Haut finden. Besonders wichtig bei Unterwäsche, damit man nicht so schwitzt. Sehr schön das Modal nicht importiert werden muss.

  6. Mathias

    Es ist interessant zu Wissen, bis eben dachte ich das es nur Baum- sowie Schafs wolle als natürliches Material für Klamotten gibt aber dieses Modal klingt nach etwas was ich unbedingt mal ausprobieren werde. Denn bei meiner doch sehr empfindlichen Haut trage ich ungern Sachen mit Chemie :)

  7. Manfred

    Hallo Frau Coy,

    wenn es tatsächlich “Baumwolle” aus Buchenholz gibt, dann sollten Sie dafür sorgen, dass solche Produkte bei Tchibo angeboten werden.

    Aber Sie müssen unbedingt darauf achten, dass das dazu benötigte Holz (Buche) aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung geerntet wird. Noch besser, wenn der Wald ein besonderes Siegel besitzt.

    Die Alternative Baumwolle aus Buchenholz kann für die Umwelt, ich möchte sogar sagen ist für die Umwelt ein Segen. Vorausgesetzt die Berichte über die klassische Baumwollerzeugung in Asien (Wasserverbrauch; Grunwasserspiegel sinkt; Grundwasser versalzt; ganze Seen (Aralsee) verschwinden stimmen!

    Sehr geehrte Frau Coy,

    ich würde mich freuen, wenn Sie sich mit mir einmal in Verbindung setzen würden.

    Viele Grüße aus dem Naturpark Steigerwald

  8. Rabe Josef

    Ich habe mir vor sechs Monaten ein paar Unterhemden aus Modal gekauft, bin so begeistert das ich meine Baumwollhemden am liebsten aussortieren würde. auch wenn man mal sehr schwitzt ist es ein großer Unterschied. Werde nur noch solche Wäsche tragen.

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