Tchibo ideas Produkte – “made by” kreativen Designstudenten
Mein Name ist Marta Stanisz und ich arbeite als Produktmanagerin im Bereich Tchibo ideas, unserer hauseigenen Ideen-Plattform (www.tchibo-ideas.de). Ich bin immer auf der Suche nach neuen Produktideen, die entweder über die Internetseite oder im Rahmen von regelmäßigen Hochschulkooperationen generiert werden. Bei unserer Zusammenarbeit mit internationalen Hochschulen steht die Nachwuchsförderung im Mittelpunkt. Während eines Studienprojekts werden gemeinsam mit uns Produktideen zu einem bestimmten Thema entwickelt. Das Besondere: die besten Artikel werden dann produziert und bei Tchibo verkauft, natürlich mit Bild des Nachwuchsdesigners. Dies freut mich – und ich denke auch die Studenten – dann immer besonders.
So erscheinen aktuell in der Wochenwelt „Lust auf Tapetenwechsel“ gleich zwei Produkte, die von Studenten erdacht und designt wurden. Daher möchte ich Ihnen einmal erklären, wie viel Zeit, Arbeit und Liebe in einem solchen Tchibo ideas Produkt stecken.
Die Aufgabe – clevere Lösungen für’s Heimwerken
Tchibo Produkte zu entwickeln, die nicht nur neu und kreativ, sondern auch funktional sind, vor diese Herausforderung stellten wir 14 Designstudenten des Studiengangs Integriertes Produktdesign an der Hochschule Coburg. Zu dem Thema “Do-it-yourself” sind viele schöne Ideen zur Raumgestaltung und für’s Heimwerken entstanden.
Zwei Produkte haben uns besonders begeistert und sind somit Teil des aktuellen Sortiments „Lust auf Tapetenwechsel“ geworden. Nicole Fiedler entwarf einen cleveren Mal-Eimer mit magnetischem Pinselhalter. Und Luis Silva überzeugte uns mit seinem Malerkegel-Set, auf denen Gegenstände zum Anstrich perfekt abgelegt werden können.
Doch von der Idee zum Produkt war es ein komplexer Weg, von dem ich hier kurz berichten möchte.
Projektstart – Ideen finden
Vor über einem Jahr, im Oktober 2010, stellten wir den Studenten unseren konkreten Arbeitsauftrag vor. Im Anschluss waren sie gefordert ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und Produktideen zu entwickeln. Mit Elan ging es an das Sammeln von Inspirationen - im eigenen Haushalt, im Bekanntenkreis oder bei der Analyse der weiblichen Zielgruppe. Interviewt wurden Mitarbeiter aus Baumärkten sowie Konsumenten, die als zukünftige Kunden von den Produkten angesprochen werden sollen. Auch Nicole und Luis nutzten diese Wege: Nicole stellte sich die Frage, was eine kreative Frau von einem handlichen aber dennoch optisch ansprechendem Mal-Eimer erwartet. Luis stellte sich der Herausforderung, wie man das beidseitige Bestreichen von Gegenständen vereinfachen kann.
Zwischenpräsentation – Entwürfe sichten
Die Zwischenpräsentation ist für mich jedes Mal der spannendste Moment einer Hochschulkooperation, da man hier zum ersten Mal Zeichnungen und selbst angefertigte Produktmuster der Studenten sieht. Man kann sehen, wie sie mit der Aufgabenstellung umgegangen sind, welche Problemfelder sie identifiziert haben und in welche Produktideen sie diese schlussendlich umgewandelt haben. Die anwesenden Tchibo Experten aus Produktmanagement, Einkauf und Qualität geben dann zu jedem Entwurf ein ausführliches Feedback. Dabei wird nicht nur das Potenzial der Produkte beurteilt, sondern auch ob diese zu Tchibo passen und weiterentwickelt werden sollen. Auch wenn nicht alle Entwürfe in Frage kamen, waren wir begeistert von den vielen verschiedenen Vorschlägen der Studenten.
Der krönende Abschluss – die Entscheidung
Nach fünf Monaten gespannten Wartens trafen wir uns zur abschließenden Präsentation bei Tchibo wieder. Uns wurden 34 ausgereifte Produkte vorgestellt und wir waren begeistert von der Weiterentwicklung der Entwürfe seit der Zwischenpräsentation. Die Studenten hatten viel Zeit und Arbeit investiert und so wurden uns neben den eigentlichen Produkten auch schon Verpackungsideen präsentiert. Nun hatten wir die Qual der Wahl und mussten final entscheiden, welche Produkte es ins Tchibo Sortiment schaffen. Ganz wichtig ist in diesem Schritt die Beurteilung aus der Sicht des Kunden. Nicoles Mal-Eimer und Luis’ Malerkegel haben uns schließlich überzeugt und es somit in die aktuelle Themenwelt geschafft.
Rückblickend bin ich von dem Elan und der Professionalität der Studenten begeistert. So ist es kein Wunder, dass 2012 noch weitere Produkte aus dieser Hochschulkooperation erscheinen werden. Doch welche das sind, kann ich hier noch nicht verraten!
Ich hoffe jedoch, dass die beiden Produkte unseren Kunden genauso viel Freude bereiten werden wie uns.
Herzlich,
Marta Stanisz
P.S. Wie auch “Nicht-Studenten” ihre Ideen bei Tchibo Ideas einbringen, erfahren Sie in unserem Film oder auf www.tchibo-ideas.de


















Kommentare zu diesem Artikel
Finde ich eine gute Sache – und der Malereimer ist cool geworden. Wofür man genau die Auflagen braucht erschließt sich mir noch nciht so ganz, aber vielleicht “Heimwerke” (lustiges Wort) ich auch zu wenig!
Ist doch klar – die Malerkegel sind z.B. dafür da Bilderrahmen von allen Seiten bemalen zu können. Sowas hab ich schon länger gesucht. Mich würde nur interessieren, was die Studenten davon haben das ich jetzt bei Tchibo geshoppt habe?
Hallo Ina,
vielen Dank für Ihre Anmerkung auch von meiner Kollegin Marta. Bei einer Kooperation mit Tchibo ideas haben die Studenten – wie auch andere Designer oder Hobby Tüftler, die mit Tchibo ideas zusammenarbeiten – folgende Vorteile:
- Die Schutzrechte für das Produkt werden gesichert
- Die Produktentwicklung wird gemeinsam mit Tchibo Experten und dem Ideengeber bis zur Marktreife intensiv betreut
- In der Vermarktung wird prominent auf den Designer aufmerksam gemacht (Foto, Name)
- Der Designer erhält einen Lizenzertrag mit einer angemessenen Vergütung. Tchibo trägt dabei das volle Verkaufsrisiko.
Schauen Sie doch auch einmal bei http://www.tchibo-ideas.de vorbei. Hier werden die genauen Bedingungen bei einer Zusammenarbeit dann noch detaillierter erklärt. Hoffe, das hilft weiter. Herzlichen Gruß,
Malina Wiegand
Hey,
finde solche Aktionen immer super und finde es toll wie regelmäßig und ausführlich ihr hier eure Leser mit neuem “Stoff” versorgt
Finde den Maleimer auch supi
Kira
Eine sehr gute Idee, Entwürfe “von außen” in die eigene Produktion einfließen zu lassen. FAST eine klassische Social Media-Idee. DENN: Die würde die Entwürfe dem Publikum vorstellen, das dann entscheiden würde. Klar. Das wäre ziemlich mutig.
Hallo Ray,
das geht bei Tchibo Ideas, dort kannst du abstimmen und kommentieren.
http://www.tchibo-ideas.de
Das ist korrekt!
Sorry, das wusste ich nicht. Dann beglückwünsche ich Tchibo zu Ihrer guten Social Media-Arbeit oder vielleicht besser Content Strategy, wie es jetzt ja heisst.
Toll, dass Sie jungen Kreativen die Möglichkeit geben, Ihre Ideen einzubringen. Wir wissen aus eigener Erfahrung, welch erstklassige Ergebnisse die Zusammenarbeit zwischen Routiniers und unkonventionell denkenden jungen Designern ermöglicht!