Blogserie Tchibo Qualität

Was bedeutet Qualität (2)? Von Holz und Gartenmöbeln

Vor kurzem haben wir die Tchibo Wareneingangskontrolle in Bremen besucht. Dort landen natürlich auch unsere Möbel aus Übersee, so sie in Vietnam produziert wurden. Viele unserer Möbel werden aber – man höre und staune! – direkt in Deutschland gefertigt. Doch egal wo gesägt und verschraubt, alle unsere Holzprodukte - wie ganz aktuell die Garten-Möbelserie – haben einen wahren Prüf-Marathon hinter sich. Die verschiedenen Kontrollprozesse sind notwendig, um Ihnen ein hochwertiges Produkt zu bieten, das nachhaltig produziert wurde, sich durch Langlebigkeit sowie Komfort auszeichnet – und natürlich auch gut aussieht. Darüber hinaus müssen Outdoor-Möbel selbstverständlich auch noch Wind und Wetter standhalten.

Auch dem typischen Hamburger Schmuddelwetter müssen die Möbel trotzen. Florian Menk, Qualitätsentwickler bei Tchibo, bevorzugt aber verständlicherweise schönes Wetter beim Möbeltest.

Nachhaltiges Holz für gute Möbel

Das Holz für unsere Gartenliege stammt zu 100 Prozent aus der durch den Forest Stewardship Council® (FSC®)zertifizierten verantwortungsvollen Forstwirtschaft. Was das genau bedeutet, kann Ihnen Herr Bohne im Video erzählen. Die zertifizierten Plantagen jedenfalls, von denen Tchibo Holz bezieht, sind in Malaysia und Vietnam zu finden. In Vietnam sitzen auch unsere langjährigen Partner, die etwa unsere Outdoor-Möbel fertigen.

Wir verwenden übrigens überwiegend Akazienholz. “Das hat den großen Vorteil, dass es in Plantagen angebaut wird und schnell nachwächst,” sagt Bernd Ohm Petersen, Teamleiter Qualität. Gut geführte Plantagen nähmen den Druck von den Naturwäldern, dadurch werde kein Raubbau an der Natur betrieben, erzählt mir Petersen. Es gibt also eine gezielte Ernte ohne die Wälder nachhaltig zu gefährden. Neben Massivholz-Möbeln aus Akazie findet man bei Tchibo auch eine große Auswahl an hochwertigen Teakmöbeln, das Teakholz stammt ebenfalls aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Bevor die Liege in die Produktion gehen kann, muss sie viele Prüfverfahren durchlaufen.

Von der Zeichnung bis zur Verschiffung

Florian Menk und Simon Schürbrock sind Möbel-Qualitätsentwickler bei Tchibo und von Anfang an dabei, wenn es um die Entwicklung und Prüfung neuer Möbelstücke geht. So stehen sie von der Zeichnung bis zur möglichen späteren Produktion (gemeinsam mit den Produktmanagern) im permanenten Dialog mit den Herstellern in Ho-Chi-Minh-Stadt.

Bevor die Produktion von hunderten, sagen wir Gartenliegen, beginnt, werden Muster gebaut. Diese werden im Hinblick auf Verarbeitung, Montagefreundlichkeit und Sicherheit beim Aufbau geprüft. So werden die Muster auf Klemm- und Scherstellen sowie scharfe Kanten untersucht. Bevor die Gartenliege dann wirklich in die Produktion geht, erfolgen viele weitere Prüfschritte. Die übernehmen renommierte unabhängige Prüfinstitute wie der TÜV und SGS. Die Institute messen zum Beispiel, ob Schadstoffe vorhanden sind und sie testen die Farbechtheit von Auflagen. Durch einen speziellen Salzsprühnebeltest können zudem die klimatischen Bedingungen an einer Küste simuliert werden. Das ist wichtig, um etwa die Korrosionsprüfung von Metallteilen unter strengen Qualitätsaspekten durchführen zu können.

Damit aber nicht genug: Vor dem Export der Möbel erfolgt eine Verschiffungsprüfung und direkt nach der Ankunft eine weitere Qualitätskontrolle im Wareneingang in Bremen. “Damit begleiten wir vom ersten Kontakt bis zur Produktion den gesamten Qualitätsprozess”, betont unser Qualitätsentwickler Simon Schürbrock.

Scharfe Kanten oder Klemmstellen? Die Sicherheit beim Aufbau und im Gebrauch ist ein wichtiger Faktor, der in zahlreichen Prüfprozessen genau untersucht wird.

 

Gartenmöbel im Regen

Neben der Sicherheitsprüfung ist natürlich auch die Gebrauchstauglichkeit und Langlebigkeit ein wichtiger Faktor. Wem nützt schon ein sicherer und leicht aufzubauender Stuhl, wenn der am Ende unbequem ist! Oder als Outdoor-Produkt den Wetterverhältnissen nicht standhält. Also stellen wir alle Möbelmuster in unseren Hamburger Innenhof, und dort bleiben sie. Im Regen, in der Sonne, im Hagel. Und wir sitzen darauf und trinken Kaffee. Monatelang. Natürlich fließen diese Erfahrungswerte dann in die Entwicklung der neuen Möbelstücke ein.

An dieser Stelle haben wir noch viele weitere Hinweise zu Materialien und Pflege von Möbeln zusammengestellt.

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6 Kommentare zu „Was bedeutet Qualität (2)? Von Holz und Gartenmöbeln

  1. Thomas

    Gut das ihr so sehr auf die Qualität achtet, machen heutzutage nicht mehr wirklich viele. Ein spannender Blick etwas hinter den Kulissen :)

  2. Tobias M.

    Da muss ich Thomas zustimmen! Super, dass man einen Einblick hinter die Kulissen bekommt. Gerade wenn es um Gartenmöbel geht, ist es gut zu wissen, dass die Produkte verschiedene Tests durchlaufen. Ähnlich ist wie bei uns.

  3. Nadine R.

    Ich kann mir vorstellen, dass es sehr aufwendig ist, Nachhaltikeit, Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit unter einen Hut zu bringen. Umso interessanter dieser Einblick in den Prüfungs- und Kontrollprozess! Es gibt ja kaum Hersteller, wo das transparent gemacht wird.

  4. Björn F

    Die Qualität der Tchibo Gartenmöbel ist aus meiner Erfahrung schlecht. Bei unserer Hollywood Schaukel ist an diversen Stellen das verleimte Holz auseinander gebrochen. Das hat dazu geführt. dass die Querstrebe gerissen ist und meiner Nichte auf den Kopf gefallen ist, die eine dicke Beule hatte. Nach 2 Jahren kann ich die Schaukel nur noch wegschmeissen. Für so eine schlechte Qualität sind 299 Euro zu viel. Eine Rekalmation der Ware ist auch nicht mehr möglich, da gerade 2 Jahre rum sind. Ich werde nicht mehr bei Tchibo.

  5. Andrea Schmidt

    Ich muss mich leider Björn anschließen. Bei den von mir im April gekauften , aber erst im Juli 2014 aufgebauten Gartenmöbel aus Teakholz waren schon im August bei 2 Stühlen Streben in der Sitzfläche gebrochen. Der Ersatz wurde nach viel Ärger im Januar 2015 geliefert. Da waren die anderen Möbel schon lange in der trockenen Garage. Im Sommer 2016 brach wieder eine Strebe. Hier bekam ich, nachdem ich den Stuhl mitsamt Reklamationsschreiben in die Tchibo Filiale gebracht habe, den Kaufpreis erstattet. Fand ich okay. Dumm von mir, dass ich nicht alle seinerzeit gekauften Möbel (insgesamt 8 Stühle und 2 Tische für knapp 1.20ü Euro) auch dorthin gebracht habe. Wiesen sie doch auch schon Absplitterungen der Holzlasur und einen feinen Riss in einem Tischbein auf. In diesem Jahr wieder 2 Stühle kaputt, beim 3. Stuhl steht das kurz bevor. An einigen Stühlen sind richtige Stücke abgebrochen. Und das, obwohl die Möbel nur von April bis Oktober im Freien stehen. Soviel zum Thema “Wetterfest “. Die Firma Tchibo kann da leider nichts mehr machen. Gewährleistung nur zwei Jahre. Man hofft auf mein Verständnis. Das habe ich nun mal gar nicht und kann allen nur vom Kauf dieser Möbel abraten.

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