Edelstahl, Aluminium oder Gusseisen

Welche Pfanne ist die Richtige?

Geht es Ihnen auch so? Endlich will man sich eine neue Pfanne gönnen, schon taucht DIE Frage auf: Edelstahl, Aluminium oder Gusseisen? Denn Pfannen gibt es bekanntlich nicht nur in verschiedenen Größen und Formen, sondern auch aus unterschiedlichen Materialien. Welche Pfanne ist wofür geeignet? Fragen wir doch einfach den Mann, der täglich Pfannkuchen backt, berufsmäßig versteht sich, unseren Qualitätsmanager Siegfried Brunnbauer.

Herr der Pfannen: Tchibo Qualitätsmanager Siegfried Brunnbauer

 

Siegfried, wodurch zeichnen sich Aluminium-Pfannen aus?
Aluminium-Pfannen sind besonders leicht und beschichtet. Bei der Beschichtung gibt es allerdings Unterschiede, die man beim Kochen beachten sollte. PTFE-Beschichtungen dürfen nicht zu stark erhitzt werden. Andere Beschichtungen wie Keramik sind etwas kratzbeständiger und halten kurzfristig etwas größere Hitze aus. Am Bekanntesten ist die PTFE-Beschichtung der eingetragenen Marke Teflon der Firma Dupont. Tchibo verwendet als Standard für die PTFE Beschichtung das Qualitätsprodukt Greblon® der Firma Weilburger.

Was sind die Vorteile einer antihaftbeschichteten Alu-Pfanne?

Antihaftbeschichtetes Kochgeschirr ermöglicht, die Speisen mit einem Minimum an Fett oder Öl zuzubereiten. Dies trägt natürlich zu einer gesunden Ernährung bei. Außerdem wird ein Ankleben der Speisen vermieden. Weiterer Vorteil: die sehr leichte Reinigung. Beschichtetes Kochgeschirr ist übrigens besonders für Elektroheizplatten, Induktionsfelder und Glaskeramikkochfelder geeignet. Bei offener Flamme und unsachgemäßem Gebrauch von Induktionsherden kann es allerdings zu schädlichen Überhitzungen kommen. Dekorative Außenbeschichtungen können sich beim direkten Kontakt mit einer Gasflamme verfärben.

Sägetest: Der Boden der Pfanne sollte immer dicker sein als die Wände

Was gilt es hier zu beachten?

Bei sachgerechter Behandlung kann man sich viele Jahre am Alu-Kochgeschirr erfreuen. Es ist aber darauf zu achten, dass die Oberfläche nicht durch Messer oder ungeeignete Rührer beschädigt wird. Außerdem sollte leeres Geschirr nicht überhitzt werden.

Das richtige Besteck nutzen.

 

Wodurch zeichnen sich nun Edelstahl-Pfannen aus?

Pfannen aus Edelstahl gibt es mit und ohne Beschichtung. Da Edelstahl kein guter Wärmeleiter ist, haben die Pfannen einen Sandwich- oder Mehrschichtboden mit Kupfer- oder Aluminiumkern, der die Wärme hervorragend leitet und speichert. Unbeschichtete Edelstahlpfannen lassen sich stark aufheizen und eigenen sich besonders gut zum scharfen Anbraten.

Siegfried Brunnbauer prüft mit dem Lineal die Ebenheit des Pfannenbodens

Und gusseiserne Pfannen?

Diese Pfannen sind schwer, robust und hitzeunempfindlich – und damit perfekt für das scharfe Anbraten von Fleisch. Besonders eignen sie sich zum Speichern der Wärme und somit zum langen Schmoren. Gusseiserne Pfannen sind emailliert.

Deine 4 wichtigsten Tipps zum Pfannenkauf?

1. Egal für welches Material du dich entscheidest, ganz wichtig ist die Materialstärke des Bodens, die Beschichtung und die Grifffestigkeit. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des passenden Kochgeschirrs ist die verwendete Heizquelle (Elektrokochplatte, Glaskeramikkochfeld, Induktionsherd oder Gasflamme). Sowohl bei der Elektrokochplatte als auch beim Glaskeramikkochfeld wird die Energie am besten übertragen, wenn der Pfannenboden ganzflächig aufliegt. Daher sollte der Boden entsprechend stabil und auch im heißen Zustand plan sein. Für einen Induktionsherd eignen sich nur Kochgeräte, die entweder ganz aus Stahl, Eisen oder Gusseisen sind, oder in deren Boden eine auf Magnete ansprechende Platte eingearbeitet ist (Sandwichboden).

2. Achte in der Produktbeschreibung des Herstellers bei Aluminiumgeschirr und auch Edelstahl auf den Hinweis „geeignet für Induktion“ bzw. das entsprechende Zeichen. Oder probiere es aus: Wenn ein Magnet am Pfannenboden hält, ist die Pfanne induktionsgeeignet.

3. Grundsätzlich sollte das Material des Bodens immer dicker als das Material der Pfannenwände sein. Damit die Energiezufuhr beim Braten optimal ist und sich das Fett gleichmäßig verteilen kann, muss der Boden stabil mit einem guten Bodenverhalten sein. Die Pfanne darf nicht kippeln. Einfacher Test: Lege ein Lineal oder einen Zollstock von unten auf den Boden der Pfanne. Eine kleine Wölbung nach innen darf zu sehen sein.

Temperaturhinweis am Pfannengriff


4. Und gucke dir die Griffe ganz genau an: Diese werden geschweißt, genietet oder verschraubt. Der Griff sollte einem Rütteln standhalten. Verschraubte Griffe müssen bei Bedarf nachgezogen werden können. Bei einer schweren Pfanne ist ein Gegengriff sinnvoll. Wenn im Backofen überbacken oder warmgehalten werden soll, empfiehlt sich ein hitzebeständiger Kunststoff- oder Edelstahlgriff.

  • Übrigens: Die von Siegfried Brunnbauer geprüften Pfannen gibt’s natürlich im Tchibo Shop, passend für jedes Gericht!

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1 Kommentare zu „Welche Pfanne ist die Richtige?

  1. Christian

    Schöner Artikel. Aber die Tatsache, dass gusseiserne Pfannen emailliert sein müssen, ist nicht ganz korrekt.
    Es gibt zwar ein EU-Gesetz, dass die Grenzwerte eines Migrationstestes vorgeben (und blankes Gusseisen kann diese Wert eigentlich nicht einhalten), es werden trotzdem sehr viele unbeschichtete gusseiserne Pfannen verkauft.

    Viele Grüße

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