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Duale Studentin in Hongkong

Alles eine Frage der Einstellung

Ich bin Louisa Lerdo, 20 Jahre, studiere Business Administration an der HSBA und habe mein drittes Semester an der HSUHK in Hongkong verbracht. Gemeinsam mit zwei Kommilitoninnen habe ich mir ein kleines Zimmer auf dem Campus geteilt.

Warum Auslandssemester? Warum gerade Hongkong?
Da ich direkt nach der Schule mit dem Studium begonnen habe, wollte ich unbedingt ein Semester im Ausland verbringen, um meinen Horizont erweitern und meine Komfortzone zu verlassen. Hongkong finde ich besonders durch die Mischung von östlicher und westlicher Kultur interessant. Es ist nicht nur eine hektische Großstadt, sondern hat auch eine wunderschöne Natur zu bieten. Außerdem konnte ich von hier aus die umliegenden Länder Taiwan, Südkorea, China, Macau, Vietnam und Malaysia bereisen.

Schwarzbrot und Gouda
Am meisten habe ich europäische Supermärkte vermisst. Man weiß Schwarzbrot mit Gouda erst richtig zu schätzen, wenn man es nicht mehr haben kann – zumindest nicht, ohne ein Vermögen dafür zu bezahlen.

Skyline
Mein Lieblingsort ist die „Wooloomooloo rooftop bar“. Der Blick auf die Skyline Hongkongs – vor allem im Dunkeln – ist atemberaubend.

Überraschend
Hongkong hat die meisten Hochhäuser (alle Häuser mit mehr als 14 Stockwerken) der Welt. Fast doppelt so viele wie New York.

Andere Länder, andere Sitten
Angefangen von einer Asiatin, die sich auf dem Hinflug mit einer Zahnbürste das Gesicht geschrubbt hat, über an der Leine geführten und am Tisch sitzenden Katzen bis zu Kommilitonen, die fröhlich grinsend zum Frühstück Hühnerfüße knabbern und im Unterricht schlafen – ich habe vieles erlebt.

Unvergesslich…
Nach knapp vier Wochen in Hongkong stand mein Geburtstag vor der Tür. Ich hatte ein bisschen Respekt vor diesem Tag, da ich tausende Kilometer von Familie, Freund und Freunden getrennt war. Die Befürchtungen waren umsonst: Die anderen Austauschstudenten und einige einheimische Freunde haben es geschafft, meinen zwanzigsten Geburtstag zu etwas ganz Besonderem zu machen – inklusive Überraschungstorte in der für mich schönsten Rooftop Bar Hongkongs.

Alles eine Frage der Einstellung
Am Anfang war es schwierig, mich auf das asiatische Essen einzulassen. Dann habe ich meine Einstellung geändert und viel mehr probiert. Dabei habe ich festgestellt, dass ich in jedem Restaurant immer irgendwas zu essen finde und vieles doch mag – man muss es nur probieren…

Die Tchibo Kollegen…
…konnte ich bei einer Company Tour bei Tchibo Merchandising Hongkong LP kennenlernen. Ich erhielt einen guten Einblick in die Aufgaben vor Ort. Besonders interessant: die Qualitätskontrolle, die vor der Verschiffung nach Deutschland stattfindet, und der Prozess der Company Audits.

Auslandsaufenthalt – ja oder nein?
Auf jeden Fall! Es war das ereignisreichste halbe Jahre meines Lebens – ich werde diese Zeit nie vergessen! Meine wichtigste Erfahrung: Gerade in einem Land, in dem die Kultur so grundlegend anders ist, ist es essentiell, sich zu öffnen und sich zum Beispiel auf das Essen einzulassen. Ich konnte mich persönlich stark weiter entwickeln, vieles dazu lernen und bin mir sicher, dass mir die Erinnerungen und die Freundschaften für immer bleiben werden.

 

 

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