Alle Artikel

Jonathan Young: Zwischen E-Business und Skater Blog

Jonathan Young ist der Mann für internationales E-Business: Bei Tchibo kümmert er sich um die Erweiterung des Online-Geschäfts nach Osteuropa, zu Hause um seinen globalen Skater-Blog.

Ich möchte Ihnen heute meinen Blogger Kollegen Jonathan Young vorstellen. Jonathan bloggt seit 2006, seit einer Zeit also, als der Tchibo Blog noch nicht mal angedacht war. Worüber der gebürtige Amerikaner schreibt? Ein Brett, zwei Achsen und vier Rollen. Denn wann und wo immer er kann, stellt sich Jonathan Young auf das Skateboard. Dann trifft man ihn auf dem Weg zum Supermarkt, auf der Straße oder in der Halfpipe. „Drei bis vier Skateboards habe ich immer montiert zu Hause. Lose Achsen, Rollen und Bretter besitze ich natürlich noch einige mehr“, sagt der sportliche 40-Jährige.

Das Springen aus der Rampe mag er am liebsten: „Für die Zuschauer sieht die Halfpipe immer gefährlicher aus, als sie ist. Aber natürlich kann man sich bei den Sprüngen von fünf bis sechs Metern über dem Boden schon verletzen, deshalb muss man auch lernen zu fallen. Außerdem muss man seinen Körper fit halten, je älter man wird umso mehr.“ Also ist Skaten kein ausschließlicher Teeniesport? Nein!  Die Skater der ersten Generation seien jetzt 50 Jahre alt, so Jonathan.  Es gäbe auch Contests, also Wettbewerbe, für über 40-Jährige. So gesehen ist für ihn noch Luft nach oben… Der Senior Manager Internationalisation gibt aber auch zu, dafür einiges tun zu müssen. „Da ich einen kleinen Sohn habe, der gerne früh aufsteht, nutze ich die Gelegenheit und mache vor der Arbeit ein bisschen Sport – mache Liegestütze, aktiviere meinen Hometrainer, stemme ein paar Gewichte. Netter Nebeneffekt: Dabei kann ich gleich die neuesten Skate-Videos sichten.“

Wenn morgens noch genug Zeit bleibt, pflegt er seinen Blog europeskate.com, den er 2006 online gebracht hat. Für ihn der perfekte Weg, um neben seinem Berufsleben, das zwangsläufig zu weniger Skaten geführt hat, mit anderen Asphaltsurfern und den Ausrüstern in Kontakt zu bleiben. Die Begeisterung für das Lebensgefühl Skaten ist ihm bei jedem Satz anzumerken: „Die Szene ist hochspannend, die Skater werden immer jünger. Heute sind schon zehnjährige
Künstler auf dem Brett, die doppelte Saltos hinkriegen. Außerdem wird das Material immer besser, und die Rampen werden immer höher. 2006 hat ein Skater sogar den Sprung über die Chinesische Mauer geschafft.“ Seinen Blog, den er auf Englisch schreibt und mit dem er seine Liebe zum Design auslebt, bietet neben News, Videos und Bildern auch Interviews mit bekannten Skatern aus aller Welt, wobei die Amerikaner die Szene dominieren. „In Amerika ist Skaten ein ganz großes Geschäft, Milliarden Dollar schwer. Die bekannten Skater sind alle von den großen Firmen gesponsert und Multimillionäre.“ Umso mehr freut ihn, dass es in Europa auch eine Gegenbewegung ohne Kommerz gibt. Sein Blog ist bewusst werbefrei gehalten.

Am meisten begeistert Jonathan Young, dass es in Deutschland so viele Skateparks gibt. Seine erste Halfpipe hat er als 13-Jähriger nach seinem Umzug aus Miami in Konstanz gesehen – die Stadt hatte als eine von zwei deutschen Städten bereits eine solche Rampe, und es gab sogar Contests. Damals war er schon ein alter Hase auf dem Brett: „Ich war vier Jahre alt, als ich das erste Mal auf einem Skateboard stand. In Florida haben wir immer leer stehende, runde Pools benutzt.“ Nach seinen Anfängen als „pool rider“ hat Jonathan Young als Jugendlicher keinen Contest in Europa ausgelassen: „Einen ersten Platz habe ich nie gemacht, aber darum ging es mir auch nicht. Vielmehr um das Dabeisein, um neue Leute aus den verschiedensten Ländern kennenzulernen und einfach Spaß am Leben zu haben.“ Der erwartet ihn auch dieses Jahr wieder: „Ich werde bei einigen Wettbewerben in Schweden, England und Deutschland starten – unter anderem auch, um nebenbei meinen Blog zu präsentieren.“ Kommt Jonathan Young eigentlich auch auf dem Skateboard zu Tchibo? Er lacht: „Nein, im Anzug auf dem Brett – das ist nicht so mein Ding.“

Jonathan Young

Der gebürtige Amerikaner wurde 2010 von der Tchibo GmbH als Senior Manager Internationalisation angeworben. Mit seinen Kollegen ist er zuständig für die Erweiterung des Online-Geschäfts nach Osteuropa. Sein Studium der Technischen Informatik hat er noch erweitert um die Fachrichtung Kommunikationsdesign– um nicht den Rest seines Lebens Codes anschauen zu müssen, wie er sagt. Sein Skater-Blog europeskate.com ist für ihn das perfekte Hobby, um die Technik des Programmierens nicht zu verlernen, gleichzeitig aber auch seine Kreativität auszuleben und zu entspannen. Dazu braucht er sonst ein Brett mit Rollen: Auf dem Skateboard dreht er täglich zumindest eine kleine Runde – und sei es nur zum Bäcker.

Diesen Artikel weiterempfehlen

1 Kommentare zu „Jonathan Young: Zwischen E-Business und Skater Blog

Hier kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.