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Rückblick re:publica: Klima, Klicks + Kairo

Die re:publica war gut und anstrengend und teilweise überfüllt – auch Sandra und ich sind voller neuer Ideen und haben vor allem viele spannende Menschen kennen gelernt.

Über kaum eine andere Veranstaltung ist wohl im Netz so viel geschrieben worden, daher verweise ich für den umfassenden Rückblick auf die offizielle Blog-Schau der re:publica.

Und hier noch im Blitzlicht einiger unserer Eindrücke als „das erste-Mal-dabei“ Besucher.

Amazing bis verwunderlich:
Die Berichte von Klima Bloggern. Während sich David Roberts in den USA zu dem Klimawandel Blogger schlechthin geschrieben hat (wohl auch aufgrund wenig Konkurrenz, aber die gibt es hier auch nicht), beklagt sich Lili Fuhr von www.klima-der-gerechtigkeit.de über wenig Austausch und Leserschaft.  David gibt den Tipp – nicht zu „heavy“ anfangen,  erstmal Service Themen besetzen, und dann die Leserschaft langsam Richtung Politik und Meinung führen. Und: Auf das Gesamtkonzept kommt es an. Ein Blog allein reicht nicht, es muss auch getwittert und facebookt werden.
Das die Reichweite von Facebook höher ist, gilt natürlich auch für unsere Tchibo Fan-Seite. Nichtsdestotrotz verstehen wir Lili. Auch wir freuen uns über – oft längere und thematisch spitzere – Kommentare im Blog.
 

Hörenswert:
Julia Probst  hat mit „Mein Augenschmaus“ auf sich aufmerksam gemacht. Während der WM übersetzte die gehörlose Bloggerin via Lippenlesen die Sprüche der Fussballer auf dem Platz. Leider habe ich das bislang verpasst, jetzt guck ich aber rein, wenn Jogi wieder vor sich hin murmelt.

Frauen:

Katrin Rönicke von www.fraulila.de beschäftigt sich mit der Frage, warum 60% aller Blogs von Frauen stammen, aber nur 5% es in die Top Blog Charts schaffen. Ihre Meinung: Frauen sind nicht so wettbewerbsgetrieben wie Männer. Im Tchibo Blog-Team sind wir Frauen noch in der Mehrzahl – mal schauen, wie sich unser Team (weiter) entwickelt.

Mutig:
Richard Gutjahr, freier Journalist beim Bayerischen Rundfunk, stürzte sich privat in die ägyptischen Unruhen und berichtete vor Ort tagelang von den Menschen. Seine Bemühungen wurden belohnt, die Leserschaft spendete rückwirkend so viel Geld, dass die Unkosten wieder drin waren. Noah Atef erzählte faszinierend von ihrem Blog www.Tortureinegypt.net – und der Bedeutung von Social Media für die Revolution in ihrem Land.

Daimler Blog:
Wie schön, dass wir Uwe Knaus und Marcus Schlüter aus dem Schwabenland kennengelernt haben. Wir freuen uns auf den Austausch mit den Profi-Corporate-Autobau-Bloggern von https://www.daimler-blog.de.

Fazit: Nächstes Jahr wieder.

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5 Kommentare zu „Rückblick re:publica: Klima, Klicks + Kairo

  1. Sven Wiesner

    Schön Euch dort getroffen zu haben. Hoffe nächstes Jahr auf ein Tchibo Panel zum Thema „Social Media Guidelines“. ;-)

  2. Wiegand, Malina
    Malina Wiegand

    Hat uns auch sehr gefreut! Was würdest Du Dir denn ansonsten noch für ein Thema von Tchibo wünschen?

  3. Olivar

    „Ein Blog allein reicht nicht, es muss auch getwittert und facebookt werden.“?? – Erstens: Wer soll das alles lesen? Wir sind alle überlastet. Twitter nur für Journalisten (Studien bestätigen das), Blogs für Business-News und Facebook für Kampagnen (Neukunden) und Kundenservice (Bestandskunden).

  4. Sven Wiesner

    Generell sollte für mich ein Unternehmen im Social Web „wertvoll“ sein. Das können etwa aktuelle, nützliche Infos (Angebote, Dienstleistungen, Servicemitteilungen, Support) oder Engagements in bestimmten Bereichen sein (Innovation, Nachhaltigkeit).

    Ich würd’s klasse finden, wenn Ihr mehr Storys anschieben würdet, die auch offline Auswirkungen zeigen. Etwa Innovations-Weekends an denen junge Gründer Ideen und Projekte vorstellen können. Denkbar wäre auch ein Tchibo Startup Fund?

    Grüße aus St. Pauli!

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