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DIY zu Ostern

Charlotte, wie kommt deine Hasenzeichnung auf den Porzellanteller?

Ganz sicher bemalt ihr zu Hause Ostereier? Wir auch – aber wir bemalen on top Osterteller! Zumindest unsere Designerin Charlotte hat das Talent: und so sind in der Oster-Themenwelt floral gestaltete Teller mit Ostermotiven zu finden. Charlotte kümmert sich um das Design, ihre Kolleginnen, die Produktmanagerinnen Vanessa und Rebecca, bringen die Artikel auf den Weg – also vom Zeichentisch über die Produktion bis in die Verkaufsregale. Im Gespräch verraten sie uns, wie das so funktionieren kann.

Produktmanagerin Vanessa und Designerin Charlotte schauen sich gemeinsam Produktmuster an

Frühlingshafte Motive zieren in der aktuellen Wochenwelt Geschirrprodukte

Charlotte, ist es wirklich wahr, dass du den Hasenteller gezeichnet hast?

Charlotte: Tatsächlich malen und skizzieren wir noch einige Muster von Hand in unserer Design Abteilung bei Tchibo. Bei solchen Wochenwelten, wie der aktuellen zu Ostern, arbeiten wir dann mit Aquarellfarben und die ersten Zeichnungen entstehen mit Pinsel und Farbe. Diese werden eingescannt und am Rechner bearbeitet, um so unterschiedliche Platzierungen auf unseren Produkten auszuprobieren. Sobald wir mit der Anordnung und dem Bild zufrieden sind, wird eine Datei an unsere Lieferanten geschickt. Diese produzieren Prototypen und schicken uns diese zu. Unsere Aufgabe ist es, im Anschluss Farbabgleiche zu machen und zu schauen, ob das Bild, die Farben und der Look unseren Vorstellungen entsprechen.

Nach der Gestaltung von Hand wird das Motiv auf den unterschiedlichen Produkten platziert

Von wem kam der Anstoß, handgezeichnete Produkte mit in das Sortiment zu nehmen?

Charlotte: Wir orientieren uns an nationalen und internationalen Trends. Diese adaptieren wir dann für unsere Wochenwelten bei Tchibo.

Florale Dessins stehen im Fokus

Vanessa, Rebecca, ihr habt nicht gezeichnet, was war euer Job?

Vanessa: Es ist immer ein Zusammenspiel aller Parteien. Man trifft sich schon ganz früh zum Brainstorming mit Marketeers und Designern und trägt die Ideen zusammen, die man zum Beispiel auf Messen und durch Trendrecherche gesammelt hat. Dann geht es los: Der Sortimentsschnitt und die Produktideen entstehen.

Rebecca: Im Jahr 2017 hatten wir zum ersten Mal ein Projekt mit floralen, von Hand gemalten Dekoren. Darauf haben wir sehr positive Resonanz erhalten und uns gefreut, eine so erfolgreiche Geschirrserie und Tischwäsche verkauft zu haben. Neben der Beobachtung des Marktes fließt natürlich auch dieses Feedback und die Analyse der Verkaufszahlen in die Sortimentsentwicklung von neuen Phasen mit ein.

Unterschiedliche Dessins entstehen und werden miteinander verglichen

Gab es auch Schwierigkeiten oder besondere Herausforderungen?

Charlotte: Eine gestalterische Herausforderung ist es, eine aufeinander abgestimmte Wochenwelt zu erschaffen. Wenn der Tchibo Kunde die Filiale betritt, soll er ein schönes einheitliches Bild sehen, die Wochenweltidee und die Emotion hinter den Produkten verstehen. Zudem ist die Produktionsentwicklung eine Herausforderung. Wir haben immer den Wunsch das bestmögliche Endergebnis für unsere Produkte zu erzielen. Daran arbeiten sowohl unsere Lieferanten, als auch die Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Abteilungen hier bei Tchibo mit großem Einsatz. Wir überprüfen zum Beispiel das Druckbild, die Farbigkeit, die Farbechtheit und vieles mehr. Sicherlich gibt es manchmal die ein oder andere Hürde, aber letztendlich haben sich viele Produktionsverfahren toll weiterentwickelt und es ist wirklich schön, zu sehen, welch gutes Druckergebnis wir erzielen können.

Rebecca: Die größte Herausforderung ist häufig, dass wir, wie jetzt in der Osterwochenwelt, neben den Porzellanprodukten auch Produkte anderer Materialien, wie Tischwäsche anbieten. Die Schwierigkeit liegt dann häufig darin, die Farbtöne der Designs auf den unterschiedlichen Materialien anzugleichen. So muss beispielsweise der Roséton einer Blume sowohl auf dem Jumbobecher als auch auf dem Tischläufer gleich aussehen. Dieser Materialmix im Sortiment macht die Arbeit aber auch spannend.

Die Farbigkeiten werden überprüft

Dabei ist es sicher auch wichtig, wie sich das Material nach dem Waschgang verhält, oder?

Rebecca: Genau, das schauen wir uns dann mit der Qualitätsabteilung an. Die Kollegen machen beispielsweise Waschtests bei unterschiedlichen Temperaturen, bügeln die Textilprodukte und überprüfen, ob diese auf irgendeine Art und Weise färben oder einlaufen. Die Tassen hingegen kommen bei unterschiedlichen Zyklen in den Geschirrspüler. Je nach Material können die Tests sehr umfangreich und komplex sein. Der Qualitätsaspekt ist somit immer eine wichtige und große Komponente hier bei Tchibo.

Produktmanagerin Rebecca und Designerin Vanessa überprüfen gemeinsam die Geschirrprodukte

Wie lange dauert der Prozess bis zum Endprodukt? 

Vanessa:  Dieser dauert fast ein Jahr.

Rebecca: Wir fangen gerade an, Ostern für das nächste Jahr zu planen und die Wochenwelt für Weihnachten 2019 geht bald in Produktion. Der Prozess zeichnet sich durch ein Zusammenspiel von sehr vielen Experten aus unterschiedlichen Abteilungen aus. Qualität, Einkauf, Design, Marketing, Verpackung, die alle ihre Expertise mit in das Produkt stecken. Somit dauert der Prozess fast ein Jahr.

Macht es dies einfacher oder schwieriger, wenn so viele Experten im Boot sind? Man ist ja eventuell auch unterschiedlicher Meinung im Hinblick auf die Farben oder habt ihr eher den Eindruck, dass man sich gut abstimmen kann?

Vanessa: Jeder vertritt seine Expertise und es ist ein Zusammenspiel vieler Abteilungen. Zum Beispiel sind wir unter anderem verantwortlich für den Sortimentsschnitt und die Produktideen. Charlotte für das Design und die Farben, die Kollegen aus der Qualitätsabteilung schauen sich unter anderem das Waschverhalten und die allgemeine Funktion des Produktes genauer an. Jeder vertritt seinen Part und dies alles in enger Abstimmung.

Charlotte, du hast dir die Motive überlegt und uns auch ein paar Teller mitgebracht. Wie ist es für dich persönlich – was ist dein Highlight, gibt es ein Motiv, das dir besonders gefallen hat?

Charlotte: Unsere Wochenwelten mit selbstgezeichneten Motiven sind immer eine kleine Herausforderung und die Ausarbeitung spannend. Gerade solche Wochenwelten sind aber auch besonders schön, weil wir sehr kreativ arbeiten und unsere Designexpertise stark einbringen können. Hierbei macht auch die Zusammenarbeit mit meinen Designkollegen großen Spaß, die unter anderem die Form der Porzellanserie gestaltet haben. Bei der aktuellen Wochenwelt war es gestalterisch toll, mit dieser Farbvielfalt zu arbeiten und die einzelnen Blumenelemente zu zeichnen. Und ich habe mich über das wirklich sehr schöne Endergebnis gefreut.

Designerin Charlotte findet das Blumenelement am schönsten

Diese Themenwelt ist vom Frühling geprägt. Sind noch weitere Wochenwelten mit Produkten in der Planung, die von Hand gezeichnet werden?

Charlotte: Es gibt immer mal wieder Wochenwelten, bei denen selbst gezeichnete Designs oder Elemente integriert sind. Manchmal ist es auch eine Kombination aus gestalteter Dessinierung am Rechner und selbstgemalten Designelementen. Für 2020 sind einige schöne Designs in der Planung, auf die sich unsere Kunden freuen können.

Wir sind gespannt, welche Designs uns in Zukunft erwarten. Bei unseren Kunden haben die liebevoll gestalteten Teller bereits zu Sammelobjekten entwickelt. Welche Produkte gefallen euch besonders gut? Erzählt es uns in den Kommentaren.

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