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Rezensenten gesucht

Der Duft der weiten Welt: Speicherstadt-Saga

Hamburg, Speicherstadt – große Hallen, Kaffeesäcke, der Duft der weiten Welt! Eine Männerdomäne – zumindest in den 1910er Jahren. Die norddeutsche Autorin Fenja Lüders hat mit ihrem neuen Roman, „Der Duft der weiten Welt – Speicherstadt-Saga“ ein Buch mit Kaffeebezug der besonderen Art in Vorbereitung. Bei „emotion.de“ können jetzt 50 Leseratten und Kaffeefreunde einen ersten Blick in das Buch werfen und dabei gewinnen: Als Rezensenten werden sie mit einem Vorabdruck des Buches ausgestattet – und nachhaltigen Barista Kaffee gibt es fürs gemütliche Lesen natürlich von Tchibo dazu. Wer mitmachen möchte kann sich noch bis zum 29. Juli 2019 unter https://www.emotion.de/schoenes-neues/kultur/als-erste-lesen-gewinnen bewerben.

 

Ich hatte Gelegenheit vorab die Autorin, Fenja Lüders, zu befragen:

Frau Lüders, Kaffee als Männerdomäne und eine starke Heldin in Ihrem Buch, die zur Zeitenwende ins Kaffeegeschäft aufbricht. Wie sind Sie auf die Idee gekommen Kaffee und Feminismus zu verbinden?
 
Bei dem Setting „Hamburger Speicherstadt“ lag die Verbindung zum Kaffeehandel natürlich nahe. Hamburg war und ist bis heute einer der weltweit führenden Handelsplätze für Kaffee. Das war auch schon im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert so, eine Zeit, die mich besonders interessiert. Eine junge Frau, die „Kaffee im Blut“ hat, und die gegen alle möglichen Widerstände ankämpfen muss, um die Kaffeeimportfirma ihrer Familie zu erhalten und weiterzuführen, schien mir eine spannende Geschichte zu ergeben.

Sind Sie selbst Kaffeetrinkerin? Und wie genießen Sie ihn am liebsten?

Ich liebe Kaffee – besonders morgens ist er sozusagen mein Lebenselixier, und man sollte mich erst ansprechen, wenn ich den zweiten Becher zu mir genommen habe. Gern leicht gesüßt und mit viel Milch.  Nachmittags schlagen dann meine friesischen Gene wieder durch, dann wechsle ich zu Tee.

Wie sind Sie mit Kaffee am Frühstückstisch in Ihrer Familie groß geworden?

In meiner Familie war Kaffee immer ein Luxus, den es nur sonntagsnachmittags zur Sahnetorte gab oder der gereicht wurde, wenn Besuch kam. Gern wurde damals auch Kaffee als Präsent überreicht. Ich erinnere mich daran, dass meine Großmutter immer ein halbes Pfund für meine Mutter mitbrachte. Ich selbst bin mit schwarzem Tee aufgezogen worden, den es sowohl zum Frühstück wie auch zum Abendbrot und noch einige Male zwischendurch gab.

Ihre Heldin Mina wird zu einer durchsetzungsfähigen Frau im Kaffeegeschäft. Geht es für Mina nach dem ersten Roman weiter?

Das Buch endet mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges, dem ganz großen Umbruch, indem die alte Weltordnung endete und für Frauen vieles machbar wurde, was vorher unmöglich erschien. Minas Geschichte ist damit nicht zu Ende erzählt – eher im Gegenteil -, und wenn die Leser dies wünschen, wird ihre Geschichte weitergehen. Geplant ist, dass wir ihren Weg auch in den zwanziger Jahren und möglicherweise auch im Dritten Reich weiterverfolgen können.

Vielen Dank für das Gespräch!

P.S. Neben dem Transport in Jutesäcken, wird Kaffee heute weltweit häufig als Schüttware (Bulk) oder in sogenannten Big Bags in Containern verschifft und kommt im Hamburger Hafen an. Wie der Kaffee seinen Weg in unserer Rösterei nimmt, erfahren Sie hier und im Blog.

Karina Schneider

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