Alle Artikel

Unser Bio Kaffee Engagement

Frischwasser für unsere Kaffeefarmer

Im Rahmen der Initiative „Tchibo Joint Forces!“ unterstützt Tchibo seit Jahren Kaffeefarmer in den Ursprungsländern. Jedes Projekt ist anders, so wie die Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Für die Kleinfarmer in Äthiopien, deren Kaffeebohnen wir für unseren Bio Kaffee beziehen, war der Wunsch klar: Sie möchten besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem mangelt es an Hygienemaßnahmen und Verständnis darüber. So entstand 2020 ein neues Projekt: Es werden jetzt Brunnen gebaut und anschließend sanitäre Anlagen eingerichtet, was mit Hygiene-Schulungen und -paketen einhergeht. In Zeiten von Corona noch wichtiger denn je.

Das Brunnenprojekt ermöglicht rund 17.000 Menschen den Zugang zu sauberem Wasser.

20 Liter Wasser pro Kopf – diese tägliche Menge hat die Weltgesundheitsorganisation als nötig ermittelt. Eine Studie, die Tchibo in Auftrag gegeben hat, ergab, dass die Menschen in den zwei Dörfern Anferara und Adola in der Region Guji, aus der wir die Kaffeebohnen bzw. den Rohkaffee für unseren Bio Kaffee beziehen, nur 7,3 Liter zur Verfügung haben. Und die müssen erst einmal mühselig zu den Familien transportiert werden: „Während wir einfach den Wasserhahn anstellen, laufen die Kleinfarmer in der Region mindestens 100 Meter, oft aber auch bis zu vier Kilometer, um an Wasser zu kommen. Meist sind es die Frauen und Kinder, die dafür zu zweit täglich rund zwei Stunden unterwegs sind. Das Wasser wird aus Seen und Flüssen geschöpft – und ist oftmals nicht sauber und sicher, was zu Krankheiten führt“, erklärt Aida Brito. Sie ist seit 14 Jahren bei Tchibo und davon viele Jahre als Sustainability Managerin tätig. Seit 2015 leitet sie Projekte in Ursprungsländern.

Gemeinsam mehr erreichen

Wenig Wasser, lange Wege – das soll sich noch dieses Jahr ändern: „Den Rohkaffee für unseren Bio Kaffee beziehen wir – seit dessen Launch in 2019 – über einen Partner aus Äthiopien. Dieser Exporteur setzt über die zugehörige Charity Organisation „Buna Qela Charity Association“ Maßnahmen im Ursprung um“, weiß Ronja Winkler, die im Kaffee-Marketing für das Nachhaltigkeitsprodukt zuständig ist. „Der Partner hat uns den Vorschlag unterbreitet, gemeinsam etwas für die Kaffeefarmer vor Ort zu realisieren. Eine Verbesserung der Situation im Anbaugebiet ist uns wichtig. In einem, gemeinsam mit den Farmerinnen und Farmer entwickelten Projekt, werden seit Mitte des Jahres 2020 zwei Trinkwasser Brunnen gebaut. Anschließend folgen Sanitäranlagen und die Bereitstellung von Hygiene-Paketen mit Seife & Desinfektionsmittel sowie Hygiene-Schulungen für die Gemeinden.“

Hilfe zur Selbsthilfe

Nach Bau der zwei Tiefbrunnen folgen Sanitäranlagen und umfassende Hygiene-Schulungen.

Anfang des Jahres wurde alles Nötige für den Bau der Brunnen in 2.000 Metern Höhe in die Wege geleitet, dann kam Corona: „Auch Äthiopien hatte einen Lockdown, niemand durfte sich in Gruppen treffen, aber wir haben es geschafft, dass das Projekt mit kleinen Verzögerungen doch läuft“, freut sich Aida. Anfang Juni haben die ersten Bohrungen stattgefunden. Aber dann kam der Regen: „Der ist zwar dringend nötig im Land, hat aber die Bohrarbeiten weiter verzögert.“ Trotzdem sollen die Brunnen Anfang 2021 fertig und voll funktionsfähig sein. Bis dahin werden auch Mitglieder der Dorf-Community geschult, um kleinere notwendige Reparaturen an dem Brunnen in Zukunft selbstständig bearbeiten zu können. „Dieser Punkt ist uns besonders wichtig. Bei einem bereits existierenden Brunnen ist die Solarpumpe kaputt gegangen und vor Ort konnte niemand diese reparieren. Dies soll durch das Training bei den neuen Brunnen verhindert werden. Wir schulen daher die Mitglieder eines eigens gegründeten Wasser-Komitees. Sie werden nicht nur die Brunnen am Laufen halten, sondern das Wasser auch verkaufen, damit Geld für Reparaturen da ist. Unser Ziel ist es, dass die Wasserversorgung in Zukunft in Eigenregie erfolgen kann“, erklärt Aida.
Wenn die zwei Brunnen fertiggestellt sind, hört die Unterstützung jedoch nicht automatisch auf. Das Folgeengagement, das durch den Verkauf des Tchibo Bio Kaffees gestützt wird, beinhaltet anschließend die Errichtung von Sanitäranlagen. Außerdem werden umfassende Hygiene-Paketen mit Seife und Desinfektionsmitteln bereitgestellt und Hygiene-Schulungen zum Beispiel zu richtigem Händewaschen für die Gemeinde realisiert.

Auch wenn das Projekt nicht alle Probleme löst, erreicht Tchibo, dass die Wasserversorgung vor Ort nachhaltig verbessert wird: Das neue Trinkwasser-Versorgungssystem wird bis zu 17.000 Menschen in der Kaffeeanbauregion und deren Tiere mit sauberem Wasser versorgen können.

Wer den Tchibo Bio Kaffee kauft, kommt nicht nur in den Genuss hochwertigen Kaffees, sondern unterstützt zudem das Projekt, das einen wichtigen Schritt darstellt, die Lebensqualität der Farmerinnen und Farmer sowie ihrer Familien langfristig zu verbessern. Wer den fein-blumigen Bio Kaffee aus Äthiopien probieren möchte: Er ist als Ganze Bohne oder gemahlen in der 250 Gramm Packung für 4,90  Euro in den Tchibo Shops, auf Tchibo.de und in vielen Supermärkten erhältlich.

Sie wollen mehr über das Engagement von Tchibo und das Projekt erfahren: www.tchibo.de/bio-kaffee

Und in der „5 Tassen täglich“ Podcast Folge „Whirpool versus Wüste: Reicht unser Wasser?“ berichten Aida Brito und Benjamin Adrion von Viva von Aqua von den Wasserproblemen unserer Zeit. Hier reinhören.

 

Diesen Artikel weiterempfehlen

Hier kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.