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Wie sich das Leben unserer Farmerinnen zum Guten ändert

Guatemala: Armbandverkauf als Chance für ein neues Leben

Armbänder sind nicht nur schön anzusehen, manchmal können sie auch Leben verändern. Dramatisch zum Besseren! Seit rund zehn Jahren engagieren wir uns mit unserem Partner Coffee Care in Guatemala, um die Lebensbedingungen der Farmerfamilien zu verbessern. Von besserer Bildung bis hin zu mehr Kinderschutz – wir wollen insbesondere Frauen und Kinder stärken. So flechten Kaffee-Farmerinnen mit dem #WECARE-Programm wunderschöne Armbänder. 2020 haben wir gemeinsam eine eigene Tchibo Kollektion entwickelt und diese im Sommer in unseren Shops und online verkauft. Diese war übrigens nicht nur bei unseren Mitarbeiter*innen heiß begehrt! Hier möchte ich berichten, was die talentierten Schmuck-Neudesignerinnen mit den Einnahmen vom vergangenen Jahr gemacht haben.

 

In vielen ländlichen Gegenden Guatemalas sind die Frauen in den Kaffee-Gemeinden auf das Einkommen ihrer Männer angewiesen. Jenseits des kurzen Erntezeitraums von Kaffeekirschen im Winter haben sie keine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Coffee Care aus Guatemala haben wir deshalb das #WECARE Programm ins Leben gerufen. Seit 2018 haben 28 Frauen aus drei Communities in Santa Bárbara (Huehuetenango) eine weitere Einkommensquelle. Sie wurden geschult, um mit einem kleinen, handwerklichen Projekt eigenes Geld zu verdienen. Die Frauen flechten Armbänder mit Designanspruch und verkaufen diese über Kaffeeläden in Guatemala. 2020 haben wir gemeinsam mit den Frauen eine eigene Kollektion für Tchibo entwickelt und diese in unseren Shops und online verkauft.

 

Von der Kaffeefarmerin zur Schmuckflechterin zur Unternehmerin!

Ziel der eigenen Kollektion war es, durch den Verkauf der Armbänder den Frauen zu ermöglichen, neben dem Kaffeeanbau eine eigene Geschäftsideen zu entwickeln, Material für die Selbstständigkeit zu finanzieren, sowie Ein- und Ausgaben zu kontrollieren. Mit dem Verkauf der Armbänder hat sich für die teilnehmenden Frauen vieles verändert. Sie haben eine Chance auf Unabhängigkeit erhalten – und sie genutzt.

 

Eisverkauf, Pommes und Nähmaschine

Durch das Programm wurden die Frauen zu Entrepreneurinnen: Juliana eröffnete in Zeiten der Pandemie beispielsweise ein Lebensmittelgeschäft. Damit sie nicht tagtäglich zum Fluss laufen muss, kaufte sie sich von dem zusätzlichen Einkommen aus dem Programm einen Wassertank.

Eluvia investierte in einen Wagen, um Pommes zu verkaufen, und Audelia bietet in ihrem Zuhause Eis an. Mit dem zusätzlichen Einkommen finanzierte sie sich eine Gefrierbox.

 

Vidalia überlegte lange, wie sie ihr verdientes Geld in ihre Zukunft investieren könnte. Sie entschied sich für eine Nähmaschine. Mit YouTube-Tutorials bringt sie sich nun das Nähen bei und beginnt Kleidung zu reparieren. Ihr Ziel: Ein eigenes Business starten und selbst genähte Kleidung verkaufen.

 

Und Keny ist Unternehmerin durch und durch. Vor der Corona-Pandemie reiste sie in ihrer Nachbarschaft umher und verkaufte ihre Produkte. In der Krise war das natürlich nicht möglich, doch sie fand einen Ausweg und eröffnete einen Laden bei sich zu Hause. Dadurch hatte sie außerdem mehr Zeit, ihre Tochter bei ihren Schulaufgaben zu unterstützen.

 

Sara investierte in Medizin für das Geschäft ihres Schwiegervaters. Als sie realisierte, dass ihr Investment sich nicht so schnell auszahlen sollte, kaufte ihr Schwiegervater ihr eine Tiefkühltruhe. Sie zaubert nun Eiscreme und selbstgemachte Schokofrüchte.

 

 

Mit dem #WECARE Programm werden also viele weitere Erfolgsgeschichten geschrieben. Darüber freuen wir uns sehr! Und tragen weiterhin die hübschen Armbänder.

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