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Auf einen Kaffee mit: Prof. Hans-Georg Spiegel zum Thema Musikinstrumente

Immer noch liegt bei Tchibo Musik in der Luft. Zeit also mit einem Experten über das richtige Musikinstrument  zu sprechen, für Kinder, für Erwachsene. Muss es immer die Blockflöte sein? Wir trafen Professor Spiegel auf zwei Tassen „African Blue“. Der studierte Posaunist, Akkordeonist und Musikpädagoge unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Nebenbei spielt Prof. Spiegel in verschiedenen Formationen, besonders gerne mit seiner Frau im „Duo Miroir“. Und er hat unsere Instrumente getestet.

 

Herr Spiegel, worauf kommt es beim Kauf von Musikinstrumenten an?

Hans-Georg Spiegel: Für Anfänger ist eine leichte Handhabbarkeit und die Möglichkeit es leicht reparieren zu können wichtig. Bei der Posaune passiert es zuweilen, dass das Instrument eine Delle bekommt. Wenn das Metall gut ist, lässt sich die Delle wieder glätten, bei schlechter Qualität oft nicht. Für mich persönlich ist der erste Eindruck oft entscheidend, entweder es passt, oder es passt nicht.

Unsere Tchibo Musikinstrumente passen zu welcher Zielgruppe?

Hans-Georg Spiegel: Die Tchibo Instrumente finde ich ideal für jemanden, der neben seinem eigentlichen Instrument noch neugierig auf ein Nebeninstrument ist, und für einen nicht zu hohen Preis sein instrumentales Repertoire erweitern möchte. Ebenfalls sehe ich den erwachsenen Anfänger, der mit einem Instrument, das er schon immer spielen wollte, gerne erst einmal alleine probieren möchte. Das Schlagzeug und das E-Piano sind super, wenn man in einer normalen Wohnung üben möchte, ohne die Nachbarn zu stören.

Was wäre für Sie das ideale Einsteiger-Instrument?

Hans-Georg Spiegel: Ein ideales Einsteiger-Instrument ist das, was man schon immer lernen wollte. Ich bin kein Freund davon, die Kinder zunächst Blockflöte lernen zu lassen, damit sie danach das „richtige“ Instrument lernen können. Der armen Blockflöte und den Schülerinnen und Schülern tut man damit keinen Gefallen! Wenn ich Trompete lernen möchte, dann soll es auch bitte eine Trompete sein. Es gibt inzwischen glücklicherweise Instrumente für Kinder, wie z.B. Klarinetten für kleine Hände oder kürzere Querflöten mit gebogenem Kopf.

Ihre drei Tipps zum Erlernen eines Instruments?

Hans-Georg Spiegel: Erstens: Man sollte unbedingt Lust haben ein Instrument zu lernen! Zweitens: Ein gute Lehrer, der hilft, die eigene Leistung einzuschätzen. Drittens: Regelmäßige Beschäftigung mit dem Instrument zu Hause und in einem Kreis mit Gleichgesinnten. Gemeinsam Musizieren macht am meisten Spaß!

Wann und wie sind Sie zur Musik gekommen?

Hans-Georg Spiegel: Meine Eltern waren beide musikbegeistert, daher kam ich schon sehr früh mit Musik in Berührung. Was mir sehr nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist: Der Ausdruck auf dem Gesicht meiner Mutter, wenn sie uns etwas auf dem Akkordeon vorspielte. Es war eine Mischung aus Glück und Freiheit. Ich habe dann sehr schnell die Musik und das Musizieren für mich entdeckt, erst das Akkordeon, dann die Posaune. Dass ich Berufsmusiker und vor allen Dingen Musikpädagoge geworden bin, verdanke ich den vielen Begegnungen mit Menschen, die mit mir gemeinsam Musik gelernt haben oder mit denen ich musiziert habe. Wenn Bremen der Schlüssel zum Tor der Welt ist, dann war die Musik der Schlüssel in eine neue Welt für mich.

Haben Sie eine Lieblingsmusikrichting?

Hans-Georg Spiegel: Für mich ist nicht die Stilrichtung entscheidend, sondern wie es für mich klingt. Einige Stile erschließen sich mir mehr als andere, dennoch bin ich für alles offen. Ich habe klassische Orchestermusik studiert, beim Akkordeonstudium habe ich sowohl alte, als auch aktuelle Musik gespielt. Ich höre gerne alles, was mich durch die Art des Musizierens berührt. Die Musik, die meine Frau mit ihrer Band Fjarill macht, finde ich wunderbar, schwedisch-südafrikanischer Folkpop – super!

Ihr Lieblingskünstler?

Hans-Georg Spiegel: Mein absoluter Lieblingssänger ist Elvis Presley! Als Schauspielerin liebe ich Margareth Rutherford alias Miss Marple.

Sie haben für Tchibo die Instrumente getestet und diese danach verschickt. Wohin?

Hans-Georg Spiegel: Die Instrumente, die Tchibo mir zum Ausprobieren nach Hause geschickt hat, sind schon unterwegs nach Haiti. Ein Nachbar, der mit einer Haitianerin verheiratet ist, fragte mich, ob ich Instrumente für ein Orchesterprojekt auf Haiti sammeln könnte. Da kamen die Tchibo Instrumente gerade zur richtigen Zeit. Für die Kinder ist es eine unglaubliche Bereicherung gemeinsam musizieren zu können. Ich würde mich sehr freuen, wenn Tchibo die Kinder auf Haiti beim Aufbau ihrer Orchester unterstützen würde.

Danke für das Gespräch!

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