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Filialeinsatz in Elmshorn -Wie schmeckt den Kunden „mein“ Kaffee?

Ein ungewöhnlicher Arbeitstag an der Einzelhandelsfront! Um 4.45 Uhr klingelte mich mein Wecker aus dem Bett. Um Punkt 6 Uhr fand ich mich statt – wie gewohnt im Anzug – in hellblauem Hemd und Weste in der Tchibo Filiale Elmshorn wieder. Warum? In Form eines aktuellen Führungskräfteprogramms arbeiten Tchibo Mitarbeiter aus der Unternehmenszentrale in Hamburg von Zeit zu Zeit in einer der Tchibo Filialen mit.

Und mein Filialtag fand in Elmshorn statt – kurz vor Weihnachten! Also erschwerte Weihnachtgeschäftsbedingungen… Schnell merkte ich: Anders als in meinem Büro und im Kaffeelabor beginnt der Arbeitstag in der Filiale nicht um 9 Uhr mit einer ersten Tasse Kaffee und dem Checken von Mails – sondern gleich mit körperlicher Arbeit.

Wir werden grundsätzlich an Dienstagen in die Filialen geschickt, denn am Dienstag kommt die neue Wochenwelt. In diesem Fall passenderweise die Wochenwelt „Für Männer“. Damit kann ich etwas anfangen. In der Praxis bedeutete das:  Ältere Wochenwelten in den Regalen abbauen, und versetzt wieder neu aufbauen, sowie die Produkte der neuen Phase prominent platzieren. Unter Anleitung der Filialleiterin Christin Rosowski und getreu einer Mustervorlage klebte ich zunächst Preisschilder auf die Regale. Dann ging es ins Lager: Kartons öffnen, Waren auspacken und im Regal arrangieren. Lager – Regal – Lager. Als alles stimmig war, machte ich mich ans Schaufenster-Dekorieren. Was tatsächlich mehr Arbeit bedeutete als ich dachte: Holzwürfel mussten im Fenster gestapelt, Stromkabel verlegt und eine sehr ungelenkige Schaufensterpuppe bekleidet werden. Mit einem Blick auf die Uhr merkte ich erst, wie spät es schon war. Die Zeit verfliegt wirklich, wenn man in Bewegung ist.

Um 8.30 Uhr öffnete die Filiale – und ich war überrascht, wie schnell sich der Laden füllte und auch zu keinem Zeitpunkt gänzlich leerte. Die Phase „Für Männer“ fand wirklich viel Anklang: Funkwecker, Schal und Socken waren der Renner. Die beiden Filial-Damen Frau Rosowski und Frau Kottke waren zu jedem Kunden sehr freundlich und aufmerksam – mich selbst machte die direkte Verkaufssituation noch etwas nervös. Möglichst unsichtbar versuchte ich an meinem ersten Tag die Damen in ihrer Arbeit nicht zu stören und mit „Blick über die Schulter“ viel zu lernen. Ich bin ja auch kein Non Food Experte.

Mild oder kräftig?

Bei Kaffee sieht die Sache anders aus. Dementsprechend brannte ich als Kaffee-Einkäufer natürlich darauf, unsere Kunden bezüglich Kaffee zu beraten. Auch hier wurde ich überrascht: Mit klarer Vorstellung griffen die meisten Kunden direkt nach ihrem gewünschten Kaffee. Mir fiel die starke Loyalität gegenüber der Produktmarke, also „Privat Kaffee African Blue“ oder „Café Crema“ auf. Eindeutiger Kunden-Liebling: unsere „Feine Milde“. Auch Kunden, die sich in ihrer Wahl noch nicht ganz sicher waren, erwarteten keine ausschweifende Beratung. Dies kann allerdings auch an der ruhigen Mentalität der Norddeutschen liegen – mein Kollege Andreas Christmann, der seinen Filialeinsatz im Rheinland machte, erzählte ganz anderes. Oft kam nur die Frage nach „Welcher Kaffee ist denn mild – oder welcher kräftig?“. Es ist auch nicht ganz leicht, Kunden rein verbal Geschmack und Aroma jeder Sorte differenziert zu beschreiben. Was mich persönlich besonders freute: Unsere Privat Kaffee Raritäten, von denen jede ihre eigene Geschichte erzählt, gingen in Elmshorn sehr gut über den Ladentisch.

Meiner Meinung nach die beste deutsche Tasse Kaffee

Auch über unser Gastronomie-Angebot kann ich nicht klagen: Eine wirklich gute (meiner Meinung nach die beste deutsche!) Tasse Kaffee für nur 95 Cent, dazu leckeren, saftigen Kuchen – ein Genuss! Mit der warmen Atmosphäre und dem Geruch von Kaffee in der Luft lud die Elmshorner Tchibo Sitz-Ecke wirklich zum Verweilen ein. Doch Verweilen konnte ich mir als Filialmitarbeiter natürlich nicht leisten, ein anderes Mal vielleicht.  Also nahm ich sowohl Frühstück wie Mittagessen im rückwärtigen Büro der Filiale ein.

„Hut ab“ vor unseren Filial-Mitarbeitern

Nach zwei Tagen freudiger, lehrreicher und zuweilen anstrengender Filialarbeit kann ich nur sagen: „Hut ab“ vor unseren Filial-Mitarbeitern. Neben viel körperlicher Arbeit bewahren sie immer die Ruhe, bleiben stets freundlich, hilfsbereit und motiviert.  Gut, dass alle Mitarbeiter in der Zentrale immer mal wieder in die Filialen geschickt werden!

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5 Kommentare zu „Filialeinsatz in Elmshorn -Wie schmeckt den Kunden „mein“ Kaffee?

  1. Marcel

    Bin absoluter Tchibo Fan und finde das ihr immer freundliches Personal habt. Das aber auch Führungskräft teilweise, in den Filalen mit arbeiten finde ich noch besser. Hier mit wird euer zusammenhalt noch gestärkt und euere Chefs wissen dann mal wirkllich was die Leute vor Ort tolles leisten. Ihr macht nähmlich in den Filialen echz tollen Service.

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