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Friedrich von Schiller’s Bohnenkaffee

Kennen Sie eigentlich das Kaffee Gedicht von Friedrich Schiller?

Ich will so werden wie die Leute,
die nachts Bohnenkaffee trinken,
und vorm morgigen Geläute,
die Welt mit Leben neu beschenken.

Wer wachend auch zu später Stund verweilt,
des Mattigkeit der schwarze Zauber heilt.

Ist die Nacht auch kühl auf Erden,
In dem Kessel pfeift es heiß,
Fertig soll der Kaffee werden,
Von der Stirne rinnt der Schweiß.

Der Puls schwillt an, es klopft alsbald das Herz,
und reiner Freude weicht der alte Schmerz.

Streif ab die schwere Last der Lider,
mit neuem Schwung zur Tat bereit,
Erwachen sollen deine Glieder
mit der Bohnen Kraft Geleit.

Der spürt, wie Blut in seinen Adern schlägt,
wer nur mit Mut erneut zu Werke geht.

Kennen auch Sie anregende Kaffee Reime und Gedichte? Wir freuen uns über anregende Lese-Lektüre! Oder reimen Sie selber?

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4 Kommentare zu „Friedrich von Schiller’s Bohnenkaffee

  1. Anja68

    Eugen Roth – Der starke Kaffee

    Ein Mensch, der viel Kaffee getrunken,
    Ist nachts in keinen Schlaf gesunken.

    Nun muß er zwischen Tod und Leben
    Hoch überm Schlummerabgrund schweben

    Und sich mit flatterflinken Nerven
    Von einer Angst zur andern werfen

    Und wie ein Affe auf dem schwanken
    Gezweige turnen der Gedanken,

    Muß über die geheimsten Wurzeln
    Des vielverschlungnen Daseins purzeln

    Und hat verlaufen sich alsbald
    Im höllischen Gehirn-Urwald.

    In einer Schlucht von tausend Dämpfen
    Muß er mit Spukgestalten kämpfen,

    Muß, von Gespenstern blöd geäfft,
    An Weiber, Schule, Krieg, Geschäft

    In tollster Überblendung denken
    Und kann sich nicht ins Nichts versenken.

    Der Mensch in selber Nacht beschließt,
    Daß er Kaffee nie mehr genießt.

    Doch ist vergessen alles Weh
    Am andern Morgen – beim Kaffee.

  2. Sandra Coy
    Sandra Coy

    Hätte Eugen Roth mal Espresso getrunken wäre ihm das nicht passiert. Kleiner Tipp: direkt nach dem Kaffeegenuss schlafen gehen, dann sind die flatterflinken Nerven ruhig und der Gehirn Urwald ruht still… Tolles Gedicht!

  3. Anjar

    noch eines von Eugen Roth

    Dem Kaffee, so die Wissenschaft,
    gibt das Koffein die Kraft.

    Die Bitterstoffe sind verdrießlich,
    Mit Milch, heißt’s, trink dein Koffein.
    Und in der Milch, das weiß man schließlich,
    schwimmt so manch ein Vitamin.

    Bekömmlichkeit so erst verschafft,
    die Milch dem heißen schwarzen Saft.
    So geht die Sitte wie beim Tee,
    Es trinkt der Mensch mit Milch Kaffee.

    Doch Kost getrennt ist auch gesund,
    drum kipp‘ ich schwarz ihn in den Schlund.

  4. Anjar

    von Erich Schubert – Für eine gute Freundin

    Kaffee trinken,
    und einfach mal den Rest der Welt vergessen.
    Gedanken austauschen, teilen
    Es lieben, mit Dir so da zu sitzen,
    nur so zu reden,
    nur so zu Leben!

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