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FOR BLACK 'N WHITE

Twitter-Fragen: Kaffee mit Milch ist neu?

Liebe Blogleser und Twitter-Follower, sehr viele Fragen und Kommentare erreichten uns zum Thema FOR BLACK ‚N WHITE. Aus Kaffeesicht möchte ich diese gerne beantworten. Vor allem drei Fragen beschäftigen Sie. Sollten Sie weitere Anregungen haben, gerne hier kommentieren!

Sie nutzen die echte Langzeitröstung. Gibt’s eine echte und eine falsche Langzeitröstung?

Nein, eigentlich nicht. Man kann Kaffee grundsätzlich von 1 ½ Minuten bis 30 Minuten und mehr rösten, wenn man möchte. Das ist eine Frage der Technik und der Temperatur am Ende; ob man mit hoher Temperatur rangeht, wie die Temperaturverlaufskurven sind und so weiter. Das ist recht komplex. Aber wir sprechen hier bei FOR BLACK ‚N WHITE von einem Filterkaffee. Und dieser eignet sich geschmacklich für eine extreme Langzeitröstung eigentlich gar nicht. Denn Filterkaffee ist ein sogenannter „Überbrüher“, wird also nicht mit Druck gebrüht, sondern in einem normalen Handaufguss oder in einer normalen Haushaltskaffeemaschine. Er wird mit heißem Wasser übergossen, das ist also ein Überbrüher. Und daher sind extreme Langzeitröstungen eigentlich für Filterkaffee nicht geeignet, sondern eher für Crema und Espressi. Unser Kaffee ist eine Langzeitröstung, er wird dreimal länger geröstet als bei Tchibo üblich. Dadurch hat FOR BLACK ‚N WHITE keine Säure mehr, der vollmundige Geschmack bleibt also auch mit Milch erhalten. Superlangzeitröstungen nutzen wir für unsere anderen Produkte.

Kaffee mit Milch? Viele fragen „Ist das jetzt total neu, dass man Kaffee mit Milch trinken kann?“

Kaffee wird in der Regel nicht nur alleine, sondern auch oft in Gruppen, im Familienkreis oder in Meetings getrunken. Wenn wir an eine Familie denken oder an Partner:  Man kauft ein Pfund Kaffee und der eine ist Schwarztrinker, der andere mag Kaffee lieber mit Milch – einer muss immer einen Kompromiss machen. Mit FOR BLACK ‚N WHITE versuchen wir dieses Manko zu beheben. Warum machen wir das? Wenn man Milch zu einem Kaffee gibt, kann man sich das vielleicht so vorstellen: Eine Flüssigkeit kommt in die andere. Man gibt Milch in den Kaffee und dadurch verändert er seinen Charakter. Vor allen Dingen verändert sich der Kaffee insofern, dass er in der Regel etwas flacher wird oder andersrum der Fettanteil der Milch den Kaffeegeschmack überdeckt. Wer gerne einen schönen vollmundigen Kaffee möchte geht mit der Zugabe von Milch einen kleinen Kompromiss ein.

Bei FOR BLACK ‚N WHITE ist das nicht nötig. Wer ihn schwarz trinkt, hat diesen schönen, nach Kaffee schmeckenden Geschmack, dieses Vollmundige. Wer Milch reingibt, behält den schönen vollmundigen Geschmack. Er wird nicht verdünnt oder abgeflacht. Dieses Ergebnis haben wir erzielt.

Wie sieht die Rezeptur von FOR BLACK ‘N WHITE genau aus?

Die Wünsche unserer Kunden, die wir im Vorwege befragt haben, was ihnen beim Kaffee fehlt und was sie brauchen, wurden vom Marketing übersetzt in einen Geschmackswunsch. Die Herausforderung war, dass wir natürlich nicht wieder das normale Filterkaffee-Entwicklungsprogramm nutzen konnten, sondern dass wir einen ganz neuen Kaffee entwickeln. Vor allem wollten wir mit 100% Tchibo Arabica Bohnen arbeiten, weil diese Baumgattung der hochwertigste Rohstoff ist im Bereich des Aromas. Die Herausforderung war nun, das Geschmacksprofil „vollmundig“ und „schön nach Kaffee schmeckend“, sowohl schwarz als auch mit Milch, zu erbauen. Wir sind verschiedene sogenannte Routen gegangen und haben uns für die längere Röstung entschieden und verschiedene Röstgrade. Die Röstung des Kaffees ist drei Mal so lang wie Filterkaffee normalerweise bei Tchibo geröstet wird. Das ist für uns neu. FOR BLACK ‘N WHITE schmeckt eben auch im direkten Vergleich ganz anders – und ist wie ich finde hochspannend.

Wie trinkt der Kaffee-Expertes seinen Kaffee?

Es gibt einen Unterschied zwischen meiner persönlichen Vorliebe (wie ich Kaffee zu Hause trinke) und dann natürlich wie ich professionell trinken „muss“. Ich verkoste als Kaffee-Einkäufer etwa 100 bis 150 Tassen am Tag. Die werden sehr professionell aufbereitet. Weil wir hier natürlich möglichst alles herausschmecken wollen. Würde man Milch in die Tasse geben, wäre es sehr schwer – beispielsweise – eine blumige Note zu finden. Ich persönliche trinke eigentlich alle Zubereitungsformen. Ich habe einen Vollautomaten, trinke gerne mal einen Espresso, trinke zu Hause auch gerne mal einen Capuccino. Ich liebe Filterkaffee, ich trinke auch gerne kräftigen Filterkaffee, wie African Blue und dann gerne auch mit einem Schuss Vollmilch. Und ich versuche auch permanent unsere Kapselprodukte im Privatbereich zu testen, also beispielsweise Cafissimo und Pads. Aber mein liebster Kaffee ist afrikanischer Kaffee mit einem Schuss Vollmilch.

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