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Tageswaldexkursion

Tchibo steht im (Seegeberger Staats-)Wald

Bitterkalt kann so ein Morgen sein, wenn man ihn um 07.30 Uhr im Seegeberger Staatsforst beginnt (statt um 09.00 Uhr im gemütlichen Großraumbüro). Dafür riechen, fühlen, sehen wir einen unserer wichtigsten Rohstoffe ganz nah. Nein, nicht Kaffee, nicht Baumwolle, sondern: Holz! Hoch motiviert folgen wir (20 Tchibo Kollegen aus den Bereichen Produktmanagement, Qualitätssicherung, Einkauf, Marketing, Unternehmensverantwortung und Verpackung) Alain Paul, Forstingenieur und Inhaber der Beratungsfirma Holz.ConZert, auf dem breiten Forstweg in den Wald.

 

 

Warum machen wir diese Tagesexkursion in den FSC®-zertifizierten Wald und zu einem Sägewerk? Weil Tchibo unter anderem auch ein – salopp gesagt – Holzbetrieb ist. Und natürlich sind wir FSC®  zertifiziert (FSC® – CO22597). Viele unserer Produkte wie Möbel oder Schreibartikel werden aus Holz gefertigt. Übrigens auch aus deutschem Holz! Als Unternehmen, das auf dem Weg zu 100 % Nachhaltigkeit ist, setzen wir uns für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft ein – gemeinsam mit der unabhängigen Organisation Forest Stewardship Council ® (FSC®).

 

Schon 2015 lag unser Anteil an nachhaltigen Holz- und Papierprodukten bei über 40%, diese waren alle nach dem Forest Stewardship Council® zertifiziert. Dazu zählen alle Möbel, die aus Hölzern der tropischen oder kaltgemäßigten Klimazonen gefertigt werden – wie zum Beispiel unsere Gartenmöbel. Weil uns das aber noch lange nicht reicht, sind wir stetig dabei, den nachhaltigen Anteil weiter auszubauen. Übrigens: fast 40 % unserer Möbel fertigen wir in Deutschland! Die meisten davon sind Spanplattenmöbel mit Holz aus heimischen Wäldern.

 

 

 

 

Was aber heißt nachhaltige Forstwirtschaft? Wann darf gefällt werden, und was bedeutet das  FSC®Siegel in der praktischen Umsetzung? Wie hängt die Waldbewirtschaftung mit der Holzweiterverarbeitung zusammen? Dies alles erklärten uns sehr fachkundig die Nachhaltigkeitsberater Alain und Claudia Paul von Holz.ConZert, sowie Jens-Birger Bosse von den Landesforsten. Letztendlich haben wir erfahren, wie die Holzlieferkette bei uns in Deuschland funktioniert, wo Chancen, aber auch Herauforderungen liegen: Vom Anbau und und der Holzernte (ja, so heißt es tatsächlich) bis zur Weiterverarbeitung des Holzes.

Die 4 häufigsten Baumarten im deutschen Wald sind übrigens…

Aus Platz 1 die Fichte (25%), aus Platz 2 folgt die Kiefer mit 23%, dann kommt die Buche (16 %) und an Platz 4 die gute deutsche Eiche (11 %).

Gut zu wissen: Der Wald – ein Multitalent*

Wälder sind sehr viel mehr als ein paar Bäume, Pflanzen und Tiere. Wälder bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sie filtern Schadstoffe aus der Luft, bieten dem Menschen Platz zum Erholen, filtern Wasser und produzieren Sauerstoff. Deutschlands Wald bedeckt knapp ein Drittel der Fläche. Was er genau leisten kann, haben Wissenschaftler der Bayerischen Staatsforsten berechnet. Ein Hektar Wald, das entspricht einer Fläche von 100 mal 100 Metern, filtert jährlich bis zu 50 Tonnen Ruß und Staub aus der Luft. Pro Jahr setzt ein Hektar Laubwald 15 Tonnen Sauerstoff frei, ein Nadelwald sogar 30 Tonnen. Je nach Baumart schwankt auch die Menge des neu gebildeteten Grundwassers zwischen 80.000 und 160.000 Kubikmeter.

(*Quelle: dpa.Globus, Januar 2018)

 

 

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