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„5 Tassen täglich“ – über das vorläufige Ende von Tchibo Share

Schluss mit Mieten: Mitte Dezember stellt Tchibo die Kleider-Mietplattform Tchibo Share ein. Trotz vieler treuer Kunden konnte die kritische Masse – die es braucht ein Geschäftsmodell erfolgreich zu machen – nicht erreicht werden. Die Corona-Pandemie tat ihr übriges. In Zeiten von Homeoffice und Kontaktbeschränkungen ist Kleidung (generell) weniger gefragt. Auch unser Partner, die Mietplattform kilenda, die Tchibo Share als Dienstleister betreut hat und eigene Sharing-Angebote hatte, wird aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Über die Gründe für das Aus spricht Sarah Herms, Tchibo Share Projektmanagerin, mit Hendrik Scheuschner, Geschäftsführer der Mietplattform kilenda. Auch kilenda vermietet ab sofort keine Kleidung mehr. Beide Sharing-Experten sind sich einig: Das „Mindset“ zur Kleider-Miete ist in der Gesellschaft noch nicht angekommen. Sarah Herms: „Wenn ich meinen Freundinnen vom Mietmodell erzähle, sind alle ganz begeistert. Dennoch macht es kaum eine. Ich habe selbst ein halbes Jahr gebraucht, mir privat Kleidung zu mieten. Als ich es dann aber endlich getan habe, war ich ganz begeistert.“

 

Das sieht Hendrik Scheuschner ähnlich: „Das Mieten von Kleidung kann noch Trend werden. Es ist aber total schwierig den Punkt zu schaffen, zwischen „Ich habe davon gehört und finde es total toll“, und der praktischen Integration in meinen Alltag.“ Das Ende von Tchibo Share bedeutet aber keinesfalls das Ende von alternativen und nachhaltigen Geschäftsmodellen bei Tchibo. Im Gegenteil. Es geht weiter. Nur anders.

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