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Tchibo ideas 48hrs Design Challenge

„Digital Natives“ und die Zukunft des Kaffee-Genusses

25 Studenten, 48 Stunden, 1 Aufgabenstellung: Wie werden wir unseren Kaffee in Zukunft genießen? Das wollten meine Tchibo ideas Kollegen, Catherine Herbarth vom Kaffeemarketing und ich von Studenten der Hochschule Coburg erfahren. Bei der Design Challenge ging es um die Gestaltung eines kreativen Shopkonzeptes für ein neues Kaffeeerlebnis. Die Studenten aus den Studiengängen Architektur, Innenarchitektur und Integriertes Produktdesign erarbeiteten in Teams à 5 Personen neue Konzepte, wie sie ihren Lieblingskaffee in Zukunft genießen, erleben und kaufen möchten.

Digital Natives & Coffee

Als Zielgruppe definiert waren die Studenten selbst. Die Generation „Digital Natives“, die im Internet-Zeitalter aufgewachsen ist und sich ganz intuitiv und selbstverständlich in digitalen Räumen bewegt. Raum zur Entfaltung hatten die jungen Kreativen in einer Villa auf dem Campusgelände. Dort entwickelten sie in ihren Teams jeweils ganz unterschiedliche Zugänge zur Frage, wie sie das Thema Kaffee in Zukunft erleben wollen. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen für die Digital Natives Individualität, Nachhaltigkeit, Transparenz und Faszination für das ganz besondere Erlebnis und die Zubereitung sowie der Genuss-Aspekt von Kaffee. Diese Themenbereiche ließen sie in unterschiedlicher Art in ihre Konzepte einfließen.

Coffee App, Tchibo Schwarz und mobiles Shopkonzept

So viel vorab: Alle Teams hatten es geschafft, das Thema Kaffee für Tchibo in zukunftsfähige und für junge Zielgruppen attraktive Shop-Konzepte umzusetzen. Alle fünf Konzepte enthielten spannende und verfolgenswerte Ideen. Dennoch musste sich die Jury (Herrn Prof. Kampe, Integriertes Produktdesign, Herrn Prof. Bielenski, Architektur und Herrn Prof. Phillips, Innenarchitektur der Hochschule Coburg und den Innovations-Beauftragten von Tchibo, Catherine Herbarth, Patrick Schenck und ich) auf einen Gewinner verständigen, um das Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro leistungsgerecht zu verteilen. Das Gewinnerteam des Entwurfes „Tchibo Lab, Tchibo Gap, Tchibo App“ konnte sich am Ende durchsetzen und den ersten Preis (500 Euro je Teilnehmer) mit nach Hause nehmen.

Für mich sind alle Ideen der Studenten wirklich überwältigend. Die Jung-Designer haben bewiesen, dass sie Abenteuer im Kopf haben. Und dass sie diese auch professionell und kreativ umsetzen können! Ich freue mich schon auf die nächste Zusammenarbeit. Hier unsere drei Gewinner-Konzepte. Herzlichen Glückwunsch!

Platz 1: Coffee APP/GAB/ LAB

Ausgehend von Aspekten die dieser jungen Zielgruppe wichtig erschienen, sind die Studenten mit fünf Bausteinen in die 48h-Design Challenge gestartet:

Faszination! Transparenz! Individualität! Convenience! Digital Nerd!

Aus der Kombination der Bausteine haben sie ein Konzept gestaltet, dass das Thema Kaffee auf drei unterschiedlichen Zugangswegen erlebbar macht: Das coffeeLAB, die coffeeAPP, die coffeeGAP.

LAB!

Im Mittelpunkt ihres Konzepts steht das LAB in dem der individuelle Lieblings-Kaffee aus einer großen Auswahl an Zutaten kreiert werden kann. An einer Wand befindet sich eine große, modulare Kaffeemaschine, die den Prozess der Zubereitung und deren Zutaten transparent macht. Die Faszination besteht darin, Einfluss auf alle Faktoren des Getränkes zu nehmen, Neues zu entdecken, auszuprobieren, zu lernen und über eine Community zu teilen.

Die Individualität des Kaffees wird durch selbst gestaltete und bedruckte Becher, die beispielsweise auch die Zutaten des Kaffees zeigen, nach außen getragen.

APP!

Die APP bildet das Bindeglied zwischen LAB und Community. Coffee- Kreationen können miteinander geshared und bewertet werden. Die App dient zudem als Interface zur Bedienung des LABS vor Ort im Store. Zutaten können ausgewählt werden und man erhält Hintergrundinformationen über die Herkunft.

GAP!

Die APP ermöglicht zudem, abgespeicherte Kreationen im eigenen Account abzurufen. Ist man in Eile und möchte seine Lieblings-Kreation unterwegs genießen, kann man ohne Warten und Experimentieren an das begehrte Getränk gelangen. Das Coffee-Erlebnis, das man mit dem LAB entdeckt hat, kann man jederzeit online vorbestellen, bezahlen und an einer Station, der sogenannten GAP, abholen.

Dabei waren: Sarah Fecher, Kevin Gallas Mayer, Lisa von Pflugk, Claudia Schmidt, Marco Spaderna

Platz 2:  Tchibo Explorer – Mobiler Store mit einem Smartglaseinsatz

Der Ansatz dieses Konzepts ist es, eine Verbindung zwischen multikulturellem Kaffeegenuss und urbaner Subkultur zu schaffen. Die Stadt soll erobert und wieder entdeckt werden. Dafür wurde ein mobiles Shopkonzept erarbeitet. Der Store setzt sich aus folgenden Aspekten zusammen: Schnelle Handhabung bei Auf- und Abbau, leichte Bauweise des temporären Shopsystems und eine soziale Vernetzung, um die Standorte der Stores in Erfahrung bringen zu können. Um fremde Kulturen erleben zu können, soll eine Smartglass-Scheibe zum Einsatz kommen. Hierdurch haben die Coung Creatives die Möglichkeit, urbane Strukturen originell zu erleben und wieder zu entdecken.

Beispielsweise erfahren die Besucher durch soziale Netzwerke oder durch eine eigene Tchibo-App den Standort des Stores auf dem Hamburger Fischmarkt. Ein verspiegelter Kubus steht als Kunstobjekt im urbanen Kontext. Doch beim Eintreten in den Store wird das Smartglass mit einer Szene eines vietnamesischen Bazars, passend zur getrunkenen Kaffee-Spezialität Vietnam, bespielt. Gegensätze werden sichtbar und Erlebnisse in einer anderen Kaffeekultur greifbar.

Die Tchibo-App informiert nicht nur über die Standorte des Tchibo Explorers sondern auch über den jeweiligen animierten Raum. Tchibo schafft so einen virtuellen Raum mit Augmented Reality, um die jungen Besucher jede Woche eine neue Welt erobern zu lassen.

Dabei waren: Anita Göttlicher, Sarah Lein, Eva Mohnkorn, Alex Roser, Julian Mangold

 

Platz 3: „Tchibo SCHWARZ“ die Submarke von Tchibo

Das Konzept „Tchibo SCHWARZ“ beschreibt eine Submarke der Firma Tchibo, die das Ziel hat junge Menschen für Tchibo zu begeistern. Die Submarke kennzeichnet sich zum einen durch radikale Reduktion auf ein einziges angebotenes Produkt – schwarzen Kaffee. Dies steht im Gegensatz zum vorherrschenden Angebotsüberschuss und der Reizüberflutung im Einzelhandel. Außerdem setzt die Marke „Tchibo SCHWARZ“ ihren Fokus auf den Genuss des Kaffees, durch das gezielte Innehalten, die Entschleunigung und das Genießen des aktuellen Momentes.

Die Marke stellt sich in Form von Blackboxes dar. Kleine Cafes in urbaner Umgebung, die an Wohlfühlorten Anziehungspunkte für die junge Generation schaffen.

Die Blackboxes zeichnen sich durch gemütliche Atmosphäre und persönliche Kundenbetreuung aus. Hier kann man keinen schnellen Coffee 2 go kaufen, sondern nimmt sich Zeit für den Genuss des Kaffees.

Darüber hinaus wird der besondere „Tchibo SCHWARZ“ Kaffee auch in speziell auf den Genuss ausgelegten Tassen serviert, die das Kaffeeerlebnis durch ihre besondere Handhabung beeinflussen, sodass man den Kaffee richtig genießt und bewusst kein Smartphone nebenbei in der Hand halten soll. Die Idee hinter dem Konzept „Tchibo SCHWARZ“ ist die Reduktion auf den Genuss und das Innehalten im Kontrast zur modernen Welt, in der alles immer schneller gehen muss.

Dabei waren: Marius Kindler, Paul Streicher, Christopher Steck, Max Lörtzing, Yuta Tuvezova

 

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2 Kommentare zu „„Digital Natives“ und die Zukunft des Kaffee-Genusses

  1. Lars Gerhardt

    Es ist ja bezeichnend, das die Gewinner eher Bier als Kaffee trinken. Zumindest ist auf dem Bild mit der Unterschrift „Coffee APP/GAB/ LAB“ so zu sehen. Bestimmt gibt es ja noch andere Bilder der Gewinner, die eher diesen Blog zieheren sollten.

    Das „Gap“ scheint eher in den angebotenene Produkten selbst zu liegen als in der Gestaltung.
    Vielleicht braucht es eher „junge“ Drinks als „alten“ Kaffee.

  2. Mandy

    Die „Tchibo SCHWARZ“-Idee (besser wäre „Tchibo Black“) ist sensationell gut!!

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