Alle Artikel

Podcast #42

Energierevolution: Ökostrom gibt’s jetzt vom Nachbarn

Strom vom Nachbarn? Energie­re­vo­lution? Na klar, sagt die Nachhal­tig­keits­plattform enyway, die seit kurzem eine Partner­schaft mit Tchibo am Start hat. In einer neuen Folge von „5 Tassen täglich“ wird es daher „hochspannend“, denn wir klären mit Andreas Rieckhoff, Geschäfts­führer von enyway, wer da wen „angezapft“ hat und was die Partner­schaft für beide Seiten bedeutet. Andreas erzählt uns zudem, wie das Geschäfts­modell genau funktio­niert und was das mit dem 20 Euro Schein von Oma zu tun hat. Außerdem hat der CIO eine klare Haltung zu Klimakonferenzen wie beispielsweise in Glasgow vor einigen Wochen:

„Wenn ich ganz ehrlich sein soll, ich halte von den ganzen Politiker-Veranstaltungen relativ wenig. Das ist viel zu viel „blabla“ und viel zu wenig konkretes Machen. Stattdessen würde ich mich eher darauf fokussieren, zu sagen, dass man den Menschen die Möglichkeit bieten muss, einfach an dem ganzen Thema Klimawende zu partizipieren, sei es durch guten Strom, sei es durch CO2-Kompensationsmöglichkeiten mit Rendite. Ich glaube tatsächlich, dass der Klimawandel vor allen Dingen durch Menschen aufgehalten wird.“

Andreas Rieckhoff, Geschäftsführer von enyway

Als Nachhal­tig­keits­ex­perte kennt sich Daniel Koltermann (CRE) bestens mit der Energie­ver­sorgung von Tchibo aus. Wie hoch der Energie­bedarf eines so großen Unter­nehmens ist und wie viel Ökostrom Tchibo bereits bezieht, Daniel hat die Antwort. Zudem nimmt er uns mit auf die Reise nach Bangla­desch und erzählt uns, welche Projekte dort bereits laufen, um in Produktionsstätten auf erneu­erbare Energie umzusteigen und damit weg von fossilen Brenn­stoff­trägern zu kommen. So sagt er:

„Das, was da draußen in der Welt passiert, ist ja irgendwie die Summe aller Entscheidungen, die wir auch als Einzelperson letztendlich treffen. Und da sind wir wieder bei unserem Stromprodukt von enyway, dass wir da eine gewisse Transparenz schaffen. Ich glaube, diese Transparenz brauchen wir nicht nur beim Strom, sondern bei vielen anderen Dingen auch. Damit man eben auch sieht, was für eine Auswirkung meine Entscheidung eigentlich hat, die ich jetzt gerade hier treffe.“

Daniel Koltermann, Nachhaltigkeitsexperte bei Tchibo

Und dann ist da noch Ingo Lange: Als Windmüller hat er seinen eigenen Windpark quasi im Garten und liefert überschüs­sigen Strom über enyway „direkt“ an seine Nachbarn. Wie das funktio­niert und wie oft er auf seine Windkraft­an­lagen klettert, die immerhin 73 Meter hoch sind und einen Rotor­durch­messer von 53 Meter messen? Zudem erfahren wir, warum Ingo nicht nur eine imaginäre Marke­ting­figur ist, wie viele Häuschen seine Windräder versorgen können und warum er nicht selbst auf dem Rad strampeln muss, wenn mal Windflaute herrscht.

Diesen Artikel weiterempfehlen

Hier kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.