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Mit Kreativität Energie sparen

Anfang März erhielt ich einen Anruf meiner Kollegin Lena Schildberg-Schroth aus dem Bereich Tchibo ideas: Sie würde mich gerne zum „Tchibo Ideentag“ einladen.

Einen Tchibo Ideentag hatte es zuvor bei Tchibo noch nicht gegeben. Tchibo ideas, die Ideenplattform, die sich jungen Talenten aus dem Bereich Produkt Design widmet, um für beide Seiten bereichernde Kooperation zu fördern, gibt es nun mittlerweile seit 3 Jahren. Wie ich dem Programmheft entnehmen konnte, versprach dieser erste von Tchibo initiierte Ideentag inspirierende Vorträge, exklusive Einblicke und praxisorientierte Workshops. Soweit so gut – aber was hatte dies mit Unternehmensverantwortung zu tun?

Der Tchibo Ideentag startet

Nach einer sehr anstrengenden Woche und einem ebenso anstrengenden Morgen (das „Erwachsenwerden“ meiner 5jährigen Tochter ist zuweilen mühsam) erreiche ich am Freitagmorgen etwas „energielos“ das Atlantic-Haus – und werde von der dort sprühenden Energie förmlich in den Bann gezogen: „Kunde“, „Verantwortung“, „Langlebigkeit“, „Ressourcenschonung“, „Energiesparprodukte“, „Energieverantwortung“ – die Worte fliegen nur so durch den lichtdurchfluteten Raum. Hier in der 20. Etage des Atlantic-Hauses, mit traumhaftem 360 Grad Blick über Hamburg, haben sich die Teilnehmer eingefunden um über Visualisierung von Energie nicht nur nachzudenken, sondern auch kreative und innovative Lösungsansätze, also Produkte, zu entwerfen. Unter den Gästen entdecke ich Kollegen und Kolleginnen aus den unterschiedlichsten Tchibo Produktbereichen, aber in der Mehrheit mir bis dato unbekannte Designer, Studenten, Kunden, Coaches und Key-Speaker. Meiner Müdigkeit weicht eine Gespanntheit ob der Dinge und Menschen, die mich erwarten.

Die Vorträge

Und schon geht es los: Nach einer sehr mitreißenden Begrüßung durch Herrn Dr. Merkle, Tchibo Bereichsleiter, werden wir auf die „Visualisierung von Energie“ eingestimmt: Werner Aisslinger versteht es wunderbar, anhand seiner Produkte, seines Schaffens und seiner Visionen die Grundlagen des Designs erlebbar zu machen. Design und Kreativität und Nachhaltigkeitsaspekte schließen sich demnach nicht aus. Ganz im Gegenteil.

Schnell hole ich mir einen Kaffee, bevor Ibrahim Evasan die Bühne betritt: Wow, welch`eine Energie in diesem quirligen Menschen steckt. Die „Digitale Welt“ ist sein (und ja auch unser) Thema. Ist schon beeindruckend wie vernetzt wir mittlerweile sind und wie Mensch und Maschine gemeinsam den Alltag bestreiten. Da frage ich mich, ob ich schon zur alten Generation gehöre, die noch zum Telefonhörer greift und (noch) nicht skypt?

„Nutzerzentrierte Aspekte von Visualisierung“ – Reto Wettach fasziniert mit seinem Anliegen „Energieverbrauch erlebbar machen“, Produkte also, die den Energieverbrauch visualisieren. Aber: Sie müssen alltagstauglich sein und eine höhere Lebensqualität ermöglichen, also nicht auf den allzu gerne propagierten Verzicht ausgerichtet sein. Dem kann ich nur zustimmen.

Ich fühle mich gut vorbereitet und bin startklar für den anschließenden Workshop.

Die Workshops starten

Insgesamt wird in 10 Gruppen „gearbeitet“. Ich bin der Gruppe 01 zugeordnet. Mit meinen Teamkollegen, meist jungen Designstudenten und unserem Coach Katam (Designerin) legen wir los. Unsere Produktidee soll der fiktiven Gestalt „Martina“, 29, alleinerziehend, Mutter einer 5jährigen Tochter, das Leben hinsichtlich „Energiesparen“ erleichtern. Also schauen wir erst einmal, welche Bedürfnisse Martina hat, um anschließend die wesentlichsten Anforderungen herauszustellen. Gut wäre ein Produkt, dass sowohl Martina als auch ihre Tochter „spielerisch“ nutzen und in ihren Arbeitsalltag einsetzen könnten. Das Prinzip: „Mit wenig Energie Energie sparen“.
„Bloß nicht zu viel Technik“ finde ich – bin mir aber nicht sicher, ob das für Frauen generell gilt oder meine persönliche Meinung ist. Ingo, Fabian und Tobias sind schon einen Schritt weiter: Erste Produktideen entstehen. „Seid ruhig mutiger in der Ideenfindung“ ermuntert uns Katam.

3 Stunden und einige Tassen Kaffee später präsentieren wir im Plenum unsere Idee: Byung-Han erklärt, was es mit dem „Energy Ball“ auf sich hat: Eine Kugel, in der sich kleinere Kugeln befinden und die bei jeder Art von Bewegung Energie erzeugt. Also beispielsweise beim Laufen, Fahrradfahren, Einkaufen und Spielen. Diese Energie kann dann zuhause abgezapft werden, um Musik zu hören, etc. Spontaner (weiblicher) Zuruf aus dem Publikum: „Super Idee, endlich mal nicht so erklärungsbedürftig und so viel Technik – das mögen wir Frauen!“.

Auch die anderen 9 Gruppen präsentieren spannende Ideen. Die beste wird von den Key-Speakern und anschließend von allen Teilnehmern bewertet. Unsere Idee gewinnt leider nicht, aber die Produktidee der Gruppe 08, die das „energy-lab“ präsentiert.

Und was hatte dieser Tag nun mit Nachhaltigkeit zu tun? Ich denke, die Frage ist beantwortet.

Mehr zum Ideentag und zu erfolgreichen Tchibo ideas Kooperationen können Sie auch in den Blogartikeln „Der Tchibo Ideentag 2011 – das Event für Inspiration und Innovation“ sowie „Trittko, BDR1 und Tetris – Studenten entwicklen kreative Lösungen mit Tchibo Ideas“ lesen.

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4 Kommentare zu „Mit Kreativität Energie sparen

  1. Dieter

    Hallo

    Ich finde toll, wie Sie Energiesparen mit Ihren Produkten verbinden. Was ich allgemein (nicht nur bei Ihnen) etwas vermissse: Nirgends wird konkret aufgezeigt, wie viel Euros bereits der kleinste Haushalt mit einfachsten Massnahmen und Tricks sparen kann: Der einleuchtendste Motivationsfaktor schlechthin!.

    Weiterhin viel Erfolg mit Ihren Aktivitäten!

    Gruss

    Dieter

  2. Energieberater Bremen

    Energiesparen ist eine wichtige Daueraufgabe für Unternehmen.

    ABER: Energieeffizienz heißt letztlich bei konventionellen Energieträgern nur, dass man mit verminderter Geschwindigkeit weiter in die falsche Richtung läuft! Klar, dieser Zeitgewinn ist wichtig und auch ein riesiges Potenzial in Sachen Klimaschutz. Dennoch sollte auch das Thema „Erneuerbare Energien“ auf die Agenda.

    Das nur als ergänzender und wichtiger Hinweis!

    Allerbeste Grüße sendet die Bremer Energieberatung enerpremium

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