Alle Artikel

10 Jahre Tchibo Nachhal­tigkeit: Prominent besetzte Dialog­ver­an­staltung mit Joschka Fischer

Am vergangenen Donnerstag ging es in der Hamburger Speicherstadt hoch her: Joschka Fischer, die Tchibo Aktivistinnen Dr. Gisela Burkhardt (Kampagne für Saubere Kleidung) und Dr. Kirsten Brodde (Greenpeace), Katja Suding (FDP) sowie Staatssekretär Gerd Billen diskutierten sich die Köpfe heiß. Warum? Über 100 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und NGOs waren unserer Einladung gefolgt, das 10-jährige Bestehen der Tchibo Unternehmensverantwortung mit einer Dialogveranstaltung zu feiern.

 

Unter dem Motto „Mit Kraft aus der Nische – wie viel Pflicht braucht/verträgt Nachhaltigkeit“ wurde zunächst in einer Podiumsrunde (moderiert von ZDF-Moderatorin Antje Pieper) diskutiert, später ging es vertiefend in Fishbowl-Workshops weiter. Kommende Woche zeige ich Ihnen hier die ganze Video-Dokumentation, vorab erste Eindrücke:

Hintergrund der Debatte: Wie viel Pflicht braucht/verträgt Nachhaltigkeit?

Tchibo ist seit 10 Jahren auf dem Weg zu einer 100% nachhaltigen Geschäftstätigkeit. Ein Schwerpunkt unseres Engagements im Textilbereich liegt darauf, Umwelt und Menschenrechte in den Lieferketten zu schützen sowie Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards kontinuierlich zu verbessern. Dabei verfolgt Tchibo insbesondere im Bereich Menschen- und Arbeitsrechte einen partnerschaftlichen Ansatz, der über einen Dialog aller Beteiligten die Arbeitnehmer und deren Repräsentanten in den Betrieben stärkt und sie Schritt für Schritt als gleichberechtigte Partner in die Entscheidungsprozesse einbindet. Wir arbeiten eng mit Organisationen wie der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der globalen Industriegewerkschaft IndustriALL Global Union und anderen Partnern zusammen. Zunehmend stößt Tchibo jedoch auch an die Grenzen des für Einzelunternehmen Möglichen: Für die Erhöhung gesetzlicher Mindestlöhne auf ein Lebensunterhalt deckendes Niveau oder die Durchsetzung von Gewerkschaftsfreiheit und des Rechts der Beschäftigten auf Tarifverhandlungen bedarf es der Schaffung entsprechender politischer Strukturen und der Überwindung kultureller Schranken in den Produktionsländern. Dies geht über die spezifischen Zulieferketten eines einzelnen Handelsunternehmens deutlich hinaus. Tchibo engagiert sich deshalb in nationalen und internationalen Bündnissen und Allianzen, um diesen und anderen Themen auf breiter Ebene und substantiell tiefgehend zum Durchsatz zu verhelfen.

 

 

 

Diesen Artikel weiterempfehlen

Hier kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.