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Rarität No.3 Amabala Yasuma

Schöne Felder und ganz viel Herzblut für Kaffee

Rund 500.000 Setzlinge verbringen acht bis neun Monate in der Baumschule, bevor sie ausgepflanzt werden. Dahinter steht ein hochmodernes Zuchtprogramm namens „Miracle Breeding“, denn alle Kaffeepflanzen auf den Feldern der Farm Kateshi stammen aus der eigenen Gärtnerei.

Memory Mwansa ist eine von rund 15 Arbeiter:innen, die sich um die Hege und Pflege der zarten Pflanzen kümmern. Memory ist mit ganz viel Herzblut dabei, wie mir meine Kollegin Le-Marie Vehring aus dem Kaffeemarketing berichtet hat: „Memory hat uns in einem Interview geschildert, was ihr die Arbeit mit den Kaffeepflanzen bedeutet. Mich hat das sehr berührt, denn sie sieht sich als Mutter, die sich um ihre Babys kümmert, bis sie erblühen und anfangen, etwas zurückzugeben. Sie hat uns auch ein gängiges Sprichwort verraten: Nämlich, dass der Kaffee zurückspricht und einem sagt, was er braucht. Und sie empfindet genau das: Dass sie die Bedürfnisse des Kaffees an den Zeichen, die er aussendet, erkennen kann.“

Von Karamell, Nougat, Kokosnuss und Granatapfel

Alle, die die sambische Rarität No.3 schon probiert haben, können nur bestätigen: Memory hat gut zugehört. Der Kaffee ist, wie es sich für eine Rarität gehört, sehr besonders. Ob man die Liebe schmeckt, die den Kaffeepflanzen dort entgegengebracht wird?

Das verraten uns Markus Meusburger, der bei uns die Raritäten einkauft, und Le-Marie im nachfolgenden Clip. Außerdem gibt es noch mehr Wissenswertes über den Kaffeesetzling.
Klickt mal rein:

Im Aromarad haben wir unsere Rarität No.3 Ambala Yasuma jedenfalls als süß eingeordnet. Und das erklärt sich schnell, wenn man hört, was wir alles schmecken: Karamell, Nougat, Kokosnuss und Granatapfel.
Eine ganz besondere Aromakomposition also, die sowohl als Filterkaffee, aber auch im Vollautomaten sehr gut zur Geltung kommt, wie mir Markus bestätigt.


Jung und hochwertig

Und Markus ist auch begeistert vom Kaffeeexoten: „Sambia ist noch ein sehr junges Kaffeeland. Zwar wurde die Farm Kateshi schon 1972 gegründet – übrigens als eine der ersten in Sambia. Aber 2002 hat die damalige Kaffeekrise das Land und die Farmer stark getroffen, weil sich Kaffee nicht mehr gewinnbringend produzieren ließ. Viele Farmen haben sich daraufhin vom Kaffee abgewandt und sich auf anderweitigen Anbau spezialisiert. Bis 2014 wurde gar kein Kaffee mehr produziert. Was schade war, denn die Grundvoraussetzungen für den Kaffeeanbau sind in Sambia gegeben:

photography by kevin ouma

Der Boden und das Klima lassen die Kaffeepflanzen wunderbar gedeihen und sorgen für qualitativ sehr hochwertigen Kaffee. Mich freut es daher sehr, dass einige Farmen reaktiviert wurden und sich, so wie die Farm Kateshi, wieder dem Kaffeeanbau widmen! Zwar produziert Sambia immer noch vergleichsweise wenig Kaffee, aber der Aufschwung ist spürbar. Das sieht auch Memory Mwansa so, die stolz ist, im Kaffeeanbau zu arbeiten, denn „die Branche wird die Zukunft der sambischen Landwirtschaft verändern“.

Frauenpower im Kaffeeanbau

Dazu tragen auf der Farm Kateshi übrigens ganz viele Frauen bei: 35 Prozent der Mitarbeitenden sind Frauen, auch zwei Drittel der Management-Trainees sind weiblich – und seit 2016 haben über 80 Frauen die Lizenz für das Fahren von Traktoren und Nutzfahrzeugen erworben!
Die Farm ist heute für das Empowerment von Frauen bekannt, aber auch für ihr Engagement in der Gemeinde, sowohl bei sozialen als auch in Umweltbelangen.

photography by kevin ouma


Jetzt entdecken!

Der limitierte Kaffeeschatz aus Sambia, die Rarität No.3 Amabala Yasuma, ist Rainforest Alliance-zertifiziert und ab dem 14. Juni in den Filialen und online erhältlich. Zum Preis von 6,99 Euro für 250 g. Und nur, solange der Vorrat reicht.

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