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Aus Altkleidern neue Produkte nähen

Tchibo kooperiert mit Bridge&Tunnel

Kann aus einer vielfach getragenen Kinder Matschhose noch etwas Neues entstehen? Die Antwort lautet: ja – mit dem richtigen Partner. Vier Kinder können im Schnitt die Tchibo Share Miet-Kleidung tragen. Wenn dann Matschhosen, Shirts und Jacken den kritischen Augen der Qualitätsprüfer nicht mehr standhalten, wird die aufgetragene Kleidung „ausgeräubert“. Doch damit muss ein Produktleben noch lange nicht zu Ende sein. Im Sinne einer nachhaltigen Verwertung kooperiert Tchibo Share ab sofort mit dem Hamburger Label und Flüchtlingsprojekt Bridge&Tunnel.

 

Ich bin besonders stolz auf diese Kooperation, habe ich B&T Co-Gründerin Constanze Klotz doch vor einem Jahr auf ihrer Veranstaltung Cut Up kennengelernt. Und fand die Gründungsidee von Bridge&Tunnel einfach umwerfend.

Im Stadtteil Wilhelmsburg produziert das junge Label nachhaltig und fair: mit gesellschaftlich benachteiligten Menschen und Geflüchteten, die erst vor kurzer Zeit nach Deutschland gekommen sind. Die Philosophie von Bridge&Tunnel: Wer arbeitet, lernt Menschen kennen. Und wer arbeitet, fühlt sich gebraucht.

Das typische Bridge&Tunnel Denim Design entsteht aus Alttextilien und Materialüberschüssen. In der Regel entstehen aus alten Jeans neue Taschen und Kissen in allen denkbaren Varianten.

 

Wir baten nun die Gründerinnen Konstanze und Lotte (für das ganze Design verantwortlich) – gemeinsam mit Produktionsleiterin Asiye – unsere Tchibo Share Stoffreste (vor allem Schlafanzüge und Outdoorkleidung) zu begutachten und kreativ zu werden. Und das wurden sie: es entstanden wunderbar individuelle Hip Bags (Gürteltaschen) und Haarbänder. Diese Produkte werden aktuell an Tchibo Share Kunden in einer Sonderaktion bei jedem Mietvorgang (solange der Vorrat reicht) verschenkt.

Und bevor unsere Kunden sich über die Haarbänder und Hip Bags freuen konnten, durften unsere Kollegen im Haus die Produkte bereits testen. Im Zuge der Tchibo Klimawoche bekamen sie die Möglichkeit, sich die Accessoires beim Kaffee (was sonst) anzugucken. Dabei informierten wir gemeinsam mit den Bridge&Tunnel Gründerinnen über nachhaltigen Konsum. On top gab es sogar eine „Live-Nähstunde“ mit Produktionsleiterin Asiye. Sie zeigte uns direkt in unserer Cafeteria, wie sie die Hip Bags und Haarbänder näht und welche Arbeit hinter der Produktion eines einzelnen Accessoires steckt.

 

 

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