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Zu Besuch im Tchibo Logistikzentrum Gallin

Für uns Praktikanten bei Tchibo geht es mindestens einmal mit dem Reisebus nach Gallin. – Wo das liegt, was es da gibt, und was wir da machen, gibt es hier zum Nachlesen.

Ich bin Anika und seit Juni Praktikantin bei Tchibo. Als die Einladung zum Praktikantenausflug nach Gallin kam, habe ich nicht lange gezögert und so einen der begehrten Plätze ergattert. Gallin liegt in Mecklenburg-Vorpommern und ist etwa eine Autostunde von Hamburg entfernt. Was es dort gibt? Unser Tchibo Logistikzentrum mit einem der größten Hochregallager Deutschlands.

Als wir in Gallin ankommen, bin ich froh, dass wir von netten Kollegen abgeholt und an den richtigen Ort gebracht werden – das Lager ist riesig. Kein Wunder, denn hier werden die Lieferungen für alle 700 Filialen und die rund 20.500 Tchibo Regale in den Supermärkten zusammengestellt. Und bei 52 verschiedenen Themenwelt im Jahr, mit bis zu 75 Produktgruppen bedeutet das jede Menge Pakete.

Bevor wir durch das Lager geführt werden, bekommen wir bei Kaffee und Saft die wichtigsten Sachen vorab erklärt. Das Lager besteht grob aus 6 Bereichen: Wareneingang, Kaffee, Non Food, Retoure, Sortierung/ Qualität, dem Hochregallager und dem Warenausgang. Da wir die Arbeit im Lager hautnah und live erleben ist Vorsicht angesagt. Mit gelben Warnwesten sind wir für die Stapelfahrer besser sichtbar. Achtung auch vor niedrigen Deckenhöhen und Stolperfallen – und dann heißt es auf ins Abenteuer!

Wareneingang

Die Führung beginnt – logisch – am Wareneingang. Die Mitarbeiter nehmen die Ware aus der Produktion entgegen und schleusen sie ins System. Der gesamte Standort ist (teil-)automatisiert, d.h. der Computer ist integraler Bestandteil und errechnet beispielsweise automatisch, in welchem Regal Nachschub benötigt wird und befördert die Ware auf direktem Weg dorthin.

Kaffee

Weiter geht es in die automatische Kaffeeverpackungsanlage, dort klettern sonst nur die Techniker hinein, falls eine Wartung ansteht.  Die Bestellungen gehen elektronisch ein, die Kaffeepackungen fahren auf das Band, werden gedeckelt und verpackt – und ganz ohne menschliches Zutun landet der Kaffee fix und fertig zum Weitertransport im Warenausgang.

Non Food

Ganz anders bei den Non Food-Produkten – hier zählt noch echte Handarbeit. Natürlich wird auch hier mit Computerunterstützung gearbeitet. Auf dem Bildschirm erscheint die Bestellung mit Anzahl und Art der Ware. Der Mitarbeiter greift die gekennzeichneten Artikel im Regal und sortiert sie in die wiederverwendbare Transportbox. Mit einem Klick wird die Transaktion beendet und der Computer errechnet das Soll-Gewicht des Pakets. Durch Abgleich mit dem Ist-Gewicht, überprüft der Computer, ob die Bestellung vollständig und richtig ist.
Übrigens – unter den TOP 30 der schnellsten Non Food-Packer finden sich ausschließlich Mitarbeiterinnen.

Retoure

Im Retouren-Bereich werden die zurückgesendeten Artikel ausgepackt und sortiert. Orginal verpackt zählen sie als Gutware und können in den Wiederverkauf. Geöffnete Ware geht als Prüfware direkt weiter in die Sortierung.

Warenausgang

Unsere letzte Station in der unteren Etage – der Warenausgang. Hier werden die einzelnen Boxen kommissioniert. Das heißt die verschiedenen wiederverwendbaren Behälter – gefüllt mit Kaffee oder Non Food – die an einen Auftraggeber gehen, werden hier final zu einer großen Lieferung zusammengestellt und in Lkw verladen.

Sortierung/ Qualität

In der Sortierung ist es wesentlich geräuschärmer, denn hier gibt es weniger Maschinen. Der Fokus liegt auf Genauigkeit und Qualität.
Die Mitarbeiter öffnen jeden Artikel aus der Kategorie „Prüfware“ und begutachten ihn. Ist er beschädigt oder verschmutzt? – Dann wird aussortiert. Ist er in einem guten Zustand ohne Fehler? – Dann wird er nochmal schön verpackt und landet im Wiederverkauf.

Hochregallager

Am Ende der Führung – das Highlight, auf das wir alle schon ganz gespannt sind: das Hochregallager.

Komplett im Dunkeln arbeiten die Maschinen vollautomatisch, und sortieren die Ware an den vorgesehenen Ort. Licht gibt es nur für Besucher oder für die Wartungsarbeiter. Höhenangst sollte man hier nicht haben. 32m sind die Regale hoch und obwohl wir nicht ganz oben stehen, ist der Blick durch den Gitterboden doch tief und dunkel.
Der Leiter Logistik erklärt uns, wie das Lager aufgebaut ist. Mehrere Straßen führen in die Gänge, dort entlang fährt der Roboter und zieht Pakete heraus und schiebt neue hinein. Gearbeitet wird dabei nach dem  System der chaotischen Lagerhaltung, d.h. alle Artikelgruppen stehen an mehreren Orten im Regal. Im Falle eines technischen Problems, können so trotzdem alle Artikel erreicht werden – und der Kunde bleibt glücklich und zufrieden.

Kantine mit integrierter Filiale

Nach 2 Stunden Führung durch das Logistikzentrum ist es Zeit für eine Stärkung. In der Kantine mit integrierter Filiale gibt es alles was das Herz begehrt: Frikadelle, Wrap, Salat, Tchibo Kaffee und Tchibo Produkte.


Zum Abschluss des Tages stehen die Organisatoren nochmals Rede und Antwort:
„Wie viele Pakete verlassen das Logistikzentrum am Tag?“ „Welches Lager übernimmt die Online-Bestellungen?“ „Aus welcher Region kommen die Mitarbeiter hauptsächlich?“ – Mit dem neugewonnenen Wissen und vielen spannenden Eindrücken im Gepäck, geht es zurück nach Hamburg in die Zentrale.

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1 Kommentare zu „Zu Besuch im Tchibo Logistikzentrum Gallin

  1. A. Bertholdt

    Danke für den Einblick in diese gut strukturierte Logistik. Ganz so ähnlich sieht es bei uns aus und wir finden es super, dass unsere Mitarbeiter so viel Fleiß und Arbeit in die Logistik stecken, genauso wie bei euch.

    Liebe Grüße
    Andrea

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