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„Warum wir so gern auf der Arbeit Kaffee trinken“

Hallo, also, soweit es mich, persönlich angeht (Senior Manager Coffee & Science bei Tchibo), trinke ich natürlich nicht nur auf Arbeit ausgesprochen gerne und viel Kaffee, wie man dem Interview auf S. 99 im aktuellen Tchibo Kaffeereport entnehmen kann, sondern auch im Urlaub. Bedingung: wenn er denn gut schmeckt, andernfalls schwenke ich um auf Schwarztee als Coffeinquelle – und zwar britisch stark mit Milch.

Doppelter Cappuccino mit Ipanema Espresso Bohnen in Panos Strandcafé, Peleponnes.

Ich bin gerade wieder zurück aus meinem Familienurlaub in Griechenland / Peleponnes, wo es neben dem ursprünglichen griechischen Kaffee ein paar annehmbaren italienischen Kaffee-Marken (ich werde da jetzt keine Namen nennen!) und außerdem zu meiner Freude – auch brasilianischen Kaffee der Marke „Ipanema Espresso“ gab. Dieser kommt von der brasilianischen Kaffeefarm Ipanema im Bundesstaat Minas Gerais, die ich das erste Mal im Jahr 2000 besucht habe (und seither mehrmals wieder). Das erweckt Erinnerungen und Sehnsüchte (brasilianisch: „saudades“)

Καφές (Kaffee) und Τάβλι (Tavli = griechische Form des Backgammon) in Akrogiali und Kardamili.

An den original griechischen Kaffee habe ich mich auch ein paar Mal herangetraut. Das ist ein Art Mokka, der in einem Kännchen mit Stil („briki“) im heißen Sandbett oder auf der heißen Kochplatte auf traditionelle Art und ohne Filter gebrüht wird. Er ist praktisch identisch mit dem „türkischen Mokka“, wobei das Kännchen so ähnlich, nämlich „ibrik“, heißt. Staubfein gemahlenes Kaffeepulver (etwa 5 g je Tasse) wird – wenn man ihn süß trinken will, gleich mit gewünschter Zuckermenge – zusammen mit 30-40 ml Wasser aufgekocht, so dass er kurz aufschäumt, dann wird das Kännchen kurz von der Kochstelle genommen und der Inhalt umgerührt, um ihn noch ein zweites Mal auf diese Weise aufzukochen. Das Kaffeegebräu wird dann auf die Tasse(n) gegeben, wo sich das Pulver rasch absetzt. Das Getränk ist stark, sämig, und macht auf jeden Fall wach und eignet sich hervorragend zum  Kaffeesatzlesen .

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Im Schaufenster des Kaffeegeschäftes Loumidis steht ein schöner Apparat zur Zubereitung eines griechischen Kaffees mit „briki“ und Sandbad (nicht zu verwechseln mit Sindbad dem Seefahrer).

 

Im griechischen Strandcafé spielte ich beim Kaffeetrinken mit meinem Schwager Michael diverse Partien Backgammon. Er schuldet mir seither einen Fiat Panda, drei Ferraris und eine Oligarchen-Yacht– er war halt ein bisschen aus der Spielübung gekommen …
Nicht nur am Strand, auch anderswo in Griechenland, so etwa in Athen, spielt Kaffee eindeutig eine wichtige Rolle. Sehr schön fand ich das Geschäft von Loumidis), an der Omonia Metro-Bahnstation. Wahrscheinlich, weil hier auch die Athener Universität nicht weit ist, findet man an der Omonia noch zahlreiche weitere Szene-Cafés – vielleicht eine spannende Alternative zur touristischen Athener Altstadt Plaka?
Zugegebenermaßen habe ich nur einen Mikroausschnitt sehen können; aber mehr als ein bloßes Schlaglicht auf Kaffee in Griechenland sollte mein Beitrag sowieso nicht bieten. Vielleicht haben Sie trotzdem Appetit bekommen?

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Wer lieber einen Flat White oder einen Cold Brew und dazu griechische Tappas möchte, ist in einem der hippen Szene-Cafés an der Em. Benaki, z.B bei Mr. Bean oder Alice im Wunderland, vielleicht besser aufgehoben.

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