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Interview Tchibo Hackathon

What the Hack?

Kreative Besucher in der Turnhalle von Tchibo: Vom 21. bis 23. März entwickeln 100 Hacker, Designer und Business Experten zweieinhalb Tage lang neue Ideen rund um das digitale Shopping Erlebnis. Warum Tchibo einen Hackathon veranstaltet? Diese Frage beantworten Juliane Tern (Head of Digital Strategy & Projects) und Christopher Männer (Teamleader HR Marketing).

Juliane, wie entstand die Idee zum Hackathon?

Juliane Tern: Wir fragen uns, wie wir im Zeitalter der Digitalisierung neue, innovative Ideen ins Unternehmen spülen können. Wir möchten die Digitalisierung nutzen, um für Tchibo über alle Vertriebskanäle hinweg das Shoppingerlebnis optimal und kundenzentriert weiterzuentwickeln – hierfür sind wir unter anderem auf die Möglichkeit eines Hackathons gestoßen. Außerdem beschäftigt uns das Thema Insourcing und Recruiting von Entwicklern momentan stark. Der Hamburger NCA (next commerce accelerator), bei dem Tchibo seit 2017 Investor und Mentor ist, hat uns darin bestärkt und unterstützt uns bei der Umsetzung.

Christopher, was bringt dieser Event aus Sicht des Employer Brandings?

Christopher Männer: Wir wollen Tchibo als attraktiven Arbeitgeber positionieren. Dabei setzen wir verstärkt auf Formate, die es uns ermöglichen, die vielfältigen Arbeitswelten von Tchibo zu zeigen und mit den potentiellen Bewerbern in den persönlichen Austausch zu kommen. Bezogen auf die Zielgruppe „Techies“ möchten wir mit dem Hackathon unter Beweis stellen, dass wir in den Feldern Digitalisierung und Technologien ein relevantes Unternehmen sind. Tchibo setzt spannende Themen um und hat tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an diesen Themen arbeiten.

Juliane, beim Wort Hacker denken viele an Personen, die sich unerlaubt in Computersysteme einschleichen und Sicherheitsvorkehrungen umgehen. Wen werden wir denn bei Tchibo begrüßen?

Juliane Tern: In seiner ursprünglichen Verwendung bezieht sich der Begriff Hacker auf findige Tüftler, die sich in einer verspielten, völligen Hingabe mit Computertechnik beschäftigen und dabei besonders viel Kreativität und Originalität entwickeln. Genau diese Art von Menschen wünschen wir uns für unser Event. Unser Fokus liegt in der Tat auf Entwicklern – hier hat Tchibo heute den größten Engpass und die geringste Expertise. Wir haben bei verschiedenen Events festgestellt, dass die Entwickler Community uns gar nicht als Arbeitgeber in diesem Umfeld wahrnimmt. Viele wissen gar nicht, wie weit Tchibo bei vielen Inhalten schon ist. Grundsätzlich sollen die Teams aber nicht nur aus „Hackern“, sondern auch aus Designern und Business Experten bestehen. Denn wir wollen nicht nur ein technisches Produkt wie zum Beispiel eine App generieren, sondern ein rundes Konzept, das uns Mehrwert für unsere Kunden liefert und den Tchibo Kern weiterentwickelt. Und natürlich haben wir nichts dagegen, wenn die Teams an diesen zweieinhalb Tagen rund um die Uhr programmieren – darauf sind wir vorbereitet.

An welchen Themen können die Teams arbeiten?

Wir haben vorab mit dem Titel „shape the next digital shopping experience“ eine grobe Richtung vorgegeben. Die Ideen sollen nah am Thema Shopping und Shoppingerlebnis im Sinne der Tchibo Inspiration bleiben. Neben den Preisen „Best Overall“ und „Most Innovative“ gibt es einen Sonderpreis „Best Omnichannel Feature“, um hier den Fokus noch einmal klar in Richtung Vernetzung unserer Vertriebskanäle zu setzten und damit einem wesentlichen Asset von Tchibo.

Christopher, wer beurteilt die Ideen?

Christopher Männer: Am Samstag haben die Teams fünf bis zehn Minuten Zeit, ihre Ideen zu präsentieren. Wir haben eine vielfältige, hochkarätige Jury aus internen und externen, weiblichen und männlichen Teilnehmern, Technik- und Business-Experten zusammengestellt: Ines von Jagemann (Tchibo Geschäftsführerin Digital), Dr. Phillip Andrée (Tchibo Director Online Vertrieb), Stefan Richter (Founder & CTO Freiheit), Tobias Schlottke (Co-Founder OMR) und Christian Tiedemann (CEO PIA Group) beurteilen die Konzepte und küren dann die drei Gewinnerteams.

Juliane, was machen wir mit den Ideen?

Juliane Tern: Zunächst einmal können wir durch den Hackathon hoffentlich Themenfelder identifizieren, die für Tchibo künftig relevant und spannend sein könnten. Wir erhoffen uns einen Pool von Ideen, die wir dann ganz schlank mit unseren Kunden verproben können, um schnell festzustellen, ob sie Mehrwert schaffen und vom Kunden akzeptiert werden. Ideal wäre natürlich, wenn ein Prototyp, ein Feature, eine Funktionalität oder eine Anwendung entstehen würde, die wir direkt nutzen können.

Christopher, was erhoffst Du Dir?

Christopher Männer: Neben dem Hacken an sich soll es auch darum gehen, die besondere Tchibo Welt mit Kaffee und dem speziellen Geschäftsmodell in Szene zu setzen. Die Teilnehmer sollen sich bei uns wohlfühlen und den Raum bekommen, ihr kreatives Potential voll zu entfalten.
Der Hackathon hat zwei positive Seiten: Zum einen bekommen wir die Außenperspektive und die Expertise der Hacker rund um relevante Businessthemen. Da auch Tchibo Mitarbeiter am Hackathon teilnehmen, können wir Außen- und Innenperspektive zu neuen Lösungen kombinieren. Das ist natürlich auch eine starke Motivation für die Mitarbeiter. Zum anderen ist das Event eine tolle Bühne, um Tchibo als sympathischen Arbeitgeber zu präsentieren. Es ist eine Chance, Beziehungen zu dieser Community zu knüpfen, die dann idealerweise zu einem Netzwerk werden und für beide Seiten Positives bewirken. Und wenn sich durch den Hackathon eine neue Kollegin oder ein neuer Kollege findet, wäre das natürlich auch klasse.

Hast Du Lust bekommen, beim Tchibo Hackathon mitzumachen? Es sind noch einige wenige Plätze frei. Informationen und Anmeldung findet Ihr hier.

 

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