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Auf einen Kaffee mit: Achim Achilles!

Unsere langersehnte Frühlings-Lauf-Kollektion ist da! Zeit also über Sport und Fashion zu sprechen. Ich freue mich dazu einen echten Experten gewonnen zu haben: den best dressed und beliebtesten, wenn auch erfolglosesten (eigene Aussage) Hobbyläufer Achim Achilles alias Dr. Hajo Schumacher. Viele dürften die Spiegel Kolumne des Teilzeit-Vegetariers kennen, der sich augenblicklich aufgrund einer vereisten Laufstrecke von den Folgen eines Schlüsselbeinbruchs erholt. Achim Achilles Motto: „Qualität kommt von Qual.“ Das sehen wir natürlich anders. Außerdem quält sich der Unermüdliche mit seinen Lieblingsfeinden am Wegesrand: „Walkern und andere Pseudosportlern“. Achim, lass uns über Mode sprechen!

Lieber Achim Achilles, gerade gelesen: Kleider machen Leute, was tragen Sie, Fashion, klassisch oder gemütlich?

Achim Achilles: Es gelten die gleichen Regeln wie auf den Laufstegen in Paris, Mailand oder Cottbus: Der Mix macht’s. Wer sich also ein strassbesetztes Stirnband gönnt mit einem gut sichtbaren Markennamen, etwa “Harald Glööckler”, der beweist Stil und Reichtum und kann am Rest des Outfits sparen. Wie immer gilt die Schwarz-plus-eins-Regel, also: nicht mehr als eine bunte Farbe.

Ab welchem Läufergrad darf man sich teuer einkleiden?

Achim Achilles: Sofort, beim ersten Schritt. Ist doch klar: Wer besonders lange unterwegs ist, weil er oder sie noch nicht so viel trainiert hat, soll doch wenigstens gut aussehen.

Lauf-Anfänger müssen also nicht Understatement fahren und die alte Jogginghose tragen?

Achim Achilles: Der Rocky-Style ist ja von einiger Eleganz. Außerdem kaschiert die Bollerbuxe recht großzügig die unteren Problemzonen. Noch ein Vorteil: Regen oder Schweiß verwandeln Baumwolle in Schwergewichte und erhöhen so den Trainingseffekt.

Laufleggins bei gut trainierten Männern – nicht immer attraktiv aber aus sportlichem Aspekt unvermeidbar?

Achim Achilles: Strumpfhosen bleiben Strumpfhosen bleiben Strumpfhosen, völlig egal, ob sie “Leggins” heißen oder “Tights” oder von Wolfgang Joop gestaltet sind. Es gibt geringere Gründe für eine Scheidung. Jetzt mal ehrlich: Wie viele Läufer in diesen Wurstpellen fanden wir jemals attraktiv? Richtig: keinen einzigen. Aber warum glauben wir, der einzige zu sein, der sexy darin wirkt? Als Kompromiss kann man die kurze Hose vom Fußball drüber ziehen oder gleich eine etwas geräumiger geschnittene Trainingshose wählen.

Wie wichtig sind Ihnen attraktiv gekleidete Mitläuferinnen?

Achim Achilles: Sexy Läuferinnen sind der einzige Grund, warum ich laufe. Leider sind die Attraktiven viel zu schnell und die Langsamen nicht so wahnsinnig sehnig.

 

Was sollten Männer wie Frauen vermeiden zu tragen?

Achim Achilles: Nichts. Ich will alles sehen, jede textile Verirrung. Worüber sollte man sich denn sonst unterwegs amüsieren?

 

Wie gefällt Ihnen der Laufrock über den Leggins bei Frauen?

Achim Achilles: Anders als viele Artgenossen bin ich ein großer Fan des Laufrocks. Leider gibt’s in meiner Größe nur Pink.

 

Welche Rolle spielt Sport-Wäsche für Sie?

Achim Achilles: Im Winter ein lästiges Übel, weil entweder zu dick, dann schnell verschwitzt und damit kalt oder zu dünn und dann auch kalt. Im Sommer ist die Bekleidung stark von der Form abhängig. Sind Beine und Arme präsentabel, darf’s auch gern mal der Lauf-String sein.

 

Bevorzugen Sie atmungsaktive Shirts ohne Nähte? Wenn ja, warum?

Achim Achilles: Das Verschwinden der Nähte ist wirklich ein Segen für die Menschheit. Auf längeren Strecken haben die Nähte ja ausgerechnet die empfindlichsten Körpergegenden besonders schnell blutig gerubbelt. Ein Lob der Textilforschung.

 

Das Wetter lässt sich oft schwer einschätzen. Kommt deshalb der Weste eine besondere Rolle zu? Zumal sie praktische Taschen hat?

Achim Achilles: Die Weste ist mein liebstes Kleidungsstück. Die wesentlichen Organe bleiben geschützt, die Arbeitsgeräte wie Arme und Beine behalten Spielraum und Kühlung. Und Platz für den Schlüssel ist auch noch.

 

Dürfen sich Walker wie Läufer kleiden, oder sollten sie klar zu unterscheiden sein??

Achim Achilles: Walker? Gibt’s die noch? Die sind doch alle überfahren worden, weil sie zu langsam über die Bundesstraße getrottet sind.

 

Und zum Schluss: Mit welchem Spruch und welchem Kleidungsstück besiege ich meinen inneren Schweinehund auf jeden Fall?

Achim Achilles: Falsche Frage! Es gibt keinen Schweinehund. Das sind wir selbst. Wer keine Lust hat, soll auf dem Sofa festfaulen. Da helfen auch die schicksten Klamotten nicht.

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7 Kommentare zu „Auf einen Kaffee mit: Achim Achilles!

  1. Sammy Zimmermanns

    Nettes Interview mit Achim. Ich lese gerade sein Buch „Bewegt Euch!“, wirklich sehr lesenswert und unterhaltsam.

    Viele Grüße aus dem verschneiten Dresden

    Sammy Zimmermanns

  2. Sandra Coy
    Sandra Coy

    @Sabine: Dieser Mann ist eben ein Profi in vielen Lebenslagen! @Sammy und Eddy: Korrekt: Hauptsache bewegen und alles nicht zu ernst nehmen…

  3. Kerstin

    Ein liebes „Guten-Morgen-Hallo“ … ich bin ich total richtig. Ich liebe Kaffee und beginne daher meinen Tag auch mit solchen Einfach ein köstlicher Muntermacher. Auf deiner Seite bin ich zu „reinen“ Zufall „gelandet“ und bin froh darüber.
    Lieben Gruß, Kerstin

  4. Andreas

    Sehr gesund sieht Achim Achilles auf dem Bild aber nicht aus. Vielleicht sollte er etwas weniger joggen. :-)

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