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Tchibo ideas Näh-Workshop

Auf einen Kaffee mit: Ina von pattydoo

Ina von pattydoo war sehr tapfer. Statt am Elbstrand abzutauchen schnitt die bekannte Näh-Bloggerin mit sechs begeisterten Frauen im 33 Grad heißen Tchibo Büro Stoffe zu. Sie fädelte ein, ließ die Nähmaschine surren und erklärte den Rollschneider. Warum der Workshop? Weil auch wir bei Tchibo mittlerweile vollkommen nähbegeistert sind (guckt doch mal im Shop!). Auf unserer Mitmachplattform Tchibo ideas konnten sich deshalb vor einigen Wochen Nähbegeisterte aus ganz Deutschland für einen Workshop mit Ina bewerben. Und eben dort entstanden tolle Taschen und Kleider. Wir nutzten die Gelegenheit mit Ina über (na klar) nähen und (natürlich) bloggen zu sprechen. Übrigens: Wer Ina persönlich kennen lernen möchte, kann sich über einen kleinen Tchibo ideas Näh-Contest dafür bewerben.

 

Ina, woher kommt deine Begeisterung fürs Nähen?
Schon als junges Mädchen habe ich meiner Mutter beim Nähen über die Schulter geschaut und war fasziniert, wie aus Stoffen und Zutaten schöne Unikate entstehen. Somit wurde meine Nähleidenschaft geweckt, ich schnappte mir heimlich die Nähmaschine und nähte meine ersten selbst entworfenen Kuscheltiere und Taschen.

Du bist gelernte Schneiderin und Bekleidungstechnikerin – hast du damit dein Hobby zum Beruf gemacht oder schlummern in dir noch größere Leidenschaften als das Nähen?
Das Nähen und es anderen online über meine Videos beizubringen ist meine größte Leidenschaft, daneben bastel und koche ich sehr gerne. In der Küche bin ich eine kreative Resteverwerterin und denke mir aus vorhandenen Zutaten neue Gerichte aus.

Dein Blog pattydoo wirkt sehr professionell und wird nahezu täglich mit neuem Inhalt gefüllt – ist das Bloggen dein Hauptberuf?
Das Bloggen ist ein Teil meines Hauptberufes oder besser gesagt meines Traumberufes – ich habe das große Glück, dass ich meine Leidenschaft für das Nähen und Lehren zum Beruf machen konnte. Dazu gehören nicht nur das Verfassen von Blogartikeln, sondern auch das Drehen von Nähvideos sowie die Erstellung von Nähanleitungen und Schnittmustern.

DIY ist so spannend, weil …
es wahnsinnig glücklich und zufrieden macht, etwas mit eigenen Ideen und Fertigkeiten zu erschaffen und anschließend in den Händen zu halten! Und das beschränkt sich bei mir auch nicht nur auf das Nähen. Ich koche, backe, dekoriere und bastel auch liebend gerne.

 

 

Welche Tipps kannst du absoluten Näh-Neulingen geben?
Seid mutig und legt einfach los! Nehmt euch für den Anfang jedoch nicht zu viel vor, fangt vielleicht nicht gleich mit einem Kleidungsstück, sondern mit kleinen Dingen an. Mit Hilfe meiner Nähvideos könnt ihr schnell Erfolgserlebnisse erzielen und Naht für Naht in eine wunderbare Welt eintauchen.

Selbermachen scheint total im Trend zu sein – woher kommt diese Entwicklung?
In unserer heutigen Zeit der ständigen Erreichbarkeit oder stressiger Jobs vor flimmernden Bildschirmen ist ein handwerkliches Hobby wie ein kurzer Wellnessurlaub. Ich bin fest davon überzeugt, dass Selbermachen in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und sich der Trend über die nächsten Jahre halten wird. Zudem gibt es heute eine ständig wachsende Stoff- und Materialauswahl, sodass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

Für Kleidung muss man heute nicht mehr viel Geld ausgeben. Stellst du dich bewusst gegen den Trend indem du selbst nähst und kreierst?
Ich habe ja selber eine Zeit lang in der Fashion-Industrie gearbeitet und tiefe Einblicke in die Produktionsabläufe in Fernost bekommen. Ich gehe natürlich auch gerne Klamottenshoppen, aber einen nicht unwesentlichen Teil der Garderobe für meine Familie und mich nähe ich mir mit viel Liebe und Herzblut selber. Die selbstgemachte Kleidung hat also auch einen schönen Beigeschmack.

Hast du ein Lieblingsstück unter deinen Kreationen?
Das wechselt natürlich immer mal wieder, im Moment trage ich sehr gerne mein Jerseykleid „Ella“, davon habe ich jetzt wirklich schon sehr viele Varianten, die immer wieder anders sind.

 

 

Selbst vor eher unüblichen selbstgenähten Teilen wie Unterwäsche schreckst du nicht zurück – gibt es etwas, das auch du nicht selbst nähen würdest?
Wahrscheinlich hätte ich vor einem Jahr nicht an Unterwäsche gedacht, aber mein Nähvideo für einen Damenpanty, gedacht als Resteverwertung für Jerseystoffe, kam so gut an, dass ich eines besseren belehrt wurde: sag niemals nie.

Hochsaison des Selbstgemachten ist wahrscheinlich an Geburtstagen und Weihnachten – zu welchem Anlass nähst du am liebsten?
Oft sind die schönsten Projekte die, die ich mal eben ganz spontan ohne viel Nachdenken nähe. Mal inspiriert mich ein neues Material, mal ein Pin auf Pinterest oder ein besonderer Anlass, zu dem ich jemanden mit etwas Selbstgenähtem glücklich machen kann.

Deine Tochter ist dein größter Abnehmer – hat sie selbst auch schon einmal versucht zu nähen?
Ja, die ersten Nähversuche hat sie schon gestartet, aber auch der Videodreh scheint ihr zu gefallen. Nach Drehschluss will sie oft selbst gerne ein paar Aufnahmen machen. „Hallo liebe Nähfreunde“ hat sie schon sehr gut drauf – verblüffend wie gut sie alles schon beobachtet und vielleicht will sie ja eines Tages mal in meine Fußstapfen treten…

Auf Facebook hat deine Seite über 45.000 Likes, auf YouTube über 60.000 Abonnenten – welche Rolle spielen soziale Medien für deinen Erfolg?
Natürlich eine Menge. Über diese Kanäle habe ich die Möglichkeit mit meinen Lesern oder Zuschauern ganz unkompliziert und schnell in Kontakt zu treten. Das
ist enorm hilfreich, ich bekomme tolles Feedback und weiß immer, was meine Leser interessiert oder was ich besser machen kann.

Mal aus dem Nähkästchen geplaudert – hattest du schon einmal ein Missgeschick während des Nähens, das dir in Erinnerung geblieben ist?
Haha, nicht nur eins. Wir machen immer Witze darüber, dass wir eigentlich mal alles zusammenschneiden müssen, was bei unseren Videodrehs schiefgegangen ist, das wäre ein abendfüllender Spielfilm. Einmal habe ich den Stoff während des Drehs komplett falsch zugeschnitten und es stellte sich heraus, dass es den Stoff nicht mehr gab. Oje, ich musste den gestückelten Stoff wieder zusammennähen und wir haben es dann immer so gedreht, dass mein Arm genau die zusammengestückelte Stelle bedeckt, damit man den Fehler nicht sieht…

Was ist deine Motivation bei Tchibo ideas einen Workshop zu leiten?
Ich liebe es wirklich, mein Nähwissen weiterzugeben. Vor der Kamera ist das eine tolle Sache, aber mit einer Gruppe von Nähbegeisterten gemeinsam etwas Schönes zu nähen, ist nochmal etwas ganz anderes. Das macht mir eine riesen Freude! Gemeinsam zu quatschen, sich auszutauschen und am Ende gemeinsam die Näherfolge zu feiern, ist ein absolutes Glücksgefühl. Tchibo kenne ich auch bereits seit meiner Jugend. Besonders die jährlichen Handarbeits- und Bastelthemen habe ich nie verpasst.

 

Diese Frage muss noch  sein: Wie trinkst du deinen Kaffee am liebsten?
Ich liebe einen guten Latte Macchiato – im Sommer gerne  mit ein paar Eiswürfeln. Wir haben das Glück eine alte italienische Espressomaschine geschenkt bekommen zu haben, die macht einen Kaffee zum Reinlegen…

 

  • Wie wäre es mit einem Event in Berlin mit Ina inklusive Näh- und DIY-Tipps? Auf Tchibo ideas können Sie sich jetzt bewerben: Eine der pattydoo Anleitungen nähen und die Tchibo ideas Community abstimmen lassen. Ist Ihr Werk das beliebteste, geht’s los!

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