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Edelstein-Schmuck: Tchibo Experten über Qualität und Inspiration

„Exklusive Edelsteine feiern Premiere“ in unserer aktuellen Wochenwelt „Stilvoll in den Herbst“: Zum ersten Mal bietet Tchibo echten Edelsteinschmuck an. In sanften Herbsttönen funkeln mich verschiedene Ausführungen von Ringen, Ketten und Ohrhängern an.

Es ist immer  wieder spannend zu erleben, wie unsere Produkte entstehen – Woher kommen die Inspirationen? Wer kümmert sich um die vielen Details und welche Qualitätsprüfungen werden durchgeführt?

Alexandra Schöning (Senior-Produktmanagerin), Eva Scheiner (Produktmanagerin) und Matthias Kruse (Senior-Qualitätsentwickler) sind unsere Tchibo Schmuck Experten mit Leidenschaft. Die Kollegen haben mir „ihre“ neue Kollektion vorgeführt, die Reißfestigkeit von Ketten getestet, Ringe aufgesägt und im Interview all meine Fragen beantwortet.

Mit Ihren Namen Schöning und Scheiner sind Sie ja förmlich wie für die Schmuck-Branche gemacht – Was hat Sie denn inspiriert, was ist das Besondere an der neuen Kollektion?

Alexandra Schöning
Nun, ich bin seit 8 Jahren im Produktmarketing bei Tchibo tätig – seit 4 Jahren speziell im Bereich Schmuck und Accessoires. Die ständigen Entwicklungen und Trends im Bereich der Accessoires inspirieren mich dabei besonders. Unsere Kunden haben einen hohen Anspruch an Qualität, aber auch Aktualität. Im Moment sind Naturprodukte in harmonischen Farben beliebt. Daher haben wir passend zu unserer derzeitigen Herbst-Mode eine hochwertige Schmuckkollektion entworfen: Echte Edelsteine, gefasst in hochglänzendem 925er Sterling-Silber.

Eva Scheiner
Ich bin seit 2 Jahren bei Tchibo, Produktmanagerin für Schmuck und Uhren. Mich freut total, dass wir zum ersten Mal hochwertigen Edelstein-Schmuck anbieten. Die herbstlichen Farbnuancen passen perfekt zur aktuellen Mode: rosafarbener Rosenquarz, hellbrauner Rauchquarz sowie violetter Amethyst – alle drei Steine gehören zur Familie der Quarze. Das Besondere an unserer Kollektion: Bei den verschiedenen Modellen variiert die Oberfläche der Steine zwischen zwei Schliffen. Zum einen gibt es den klassischen Cabochonschliff: Hier wird die Oberfläche gewölbt glatt geschliffen – dies bringt die natürliche Struktur und dadurch die hohe Leuchtkraft des Edelsteins toll zur Geltung. Als Pendant zu diesem klassischen Schliff verwenden wir den modernen Facettenschliff: Handgeschliffene Facetten verstärken hier die natürliche Lichtstreuung, die das Schmuckstück eindrucksvoll funkeln lässt.

Wenn alle Steine handgeschliffen sind – so ist jedes Schmuckstück ein Unikat?

Alexandra Schöning
Richtig, jedes Schmuckstück unserer Kollektion ist einzigartig, denn kein Stein gleicht dem anderen… Durch natürliche Einschlüsse, unterschiedlich starke Farbnuancen und Schattierungen variiert die Optik. Handgeschliffene Oberflächen individualisieren den Stein zusätzlich.

Nachdem Design und Farben feststehen, wie wird die Qualität sichergestellt?

Matthias Kruse
Genau an diesem Punkt steige ich in den Entwicklungsprozess unserer Schmuckstücke ein. Seit 17 Jahren arbeite ich bei Tchibo – bereits seit 14 verantworte ich die Qualitätsentwicklungen im Bereich Schmuck. Nach Abschluss der kreativen Konzeption des Produktmanagements beginnt mein Part: Ich nehme Kontakt mit unseren Fachlieferanten auf und teile ihm unsere technischen Qualitätsanforderungen mit. Hier ist genau festgehalten, welche Maße das Stück haben muss, wie die Fassung gearbeitet sein soll, welchem Widerstand Ketten standhalten sollen und vieles mehr.

Wird das produzierte Qualitätsmuster des Schmuckstücks bei uns angeliefert, werden zunächst Proportionen und Gewicht gemessen – schließlich sollen alle Vorgaben aus dem Produktmanagement erfüllt werden. Als Naturprodukt haben Edelsteine eine natürlich große Farbrange. Diese wird kritisch geprüft. Besonders umsichtig wird auch die Verarbeitung der Edelsteine getestet: Kanten müssen sauber gebrochen und Oberflächen gründlich poliert sein. Darüber hinaus liegt jedem Tchibo Edelstein-Schmuckstück ein Echtheitszertifikat bei.

Was müssen Ketten und Ohrringe sonst noch aushalten?

Matthias Kruse
Um die Festigkeit des Steins in der Silber-Fassung zu garantieren, führen wir stichprobenartig spezielle Ultraschalltests durch. Zur Prüfung der Zugfestigkeit werden Ketten und Armbänder zudem an einem Zugkraft-Tester gemessen. Ein weiterer sehr wichtiger Schritt ist das Rhodinieren: Dank des Überzugs mit dem Metall aus der Platingruppe werden unsere Schmuckstücke vor dem Anlaufen geschützt.

Nur wenn das alles garantiert ist, erfüllt der Schmuck unsere Tchibo Qualitätsanforderungen.

Ist Silber gleich Silber?

Matthias Kruse
Nein, sicher nicht. Jeder Tchibo Silberschmuck entspricht hohen Anforderungen – insbesondere bezüglich des Silber-Feingehalts sowie der Nickellässigkeit. Um diesen Qualitätsbedingungen jederzeit gerecht zu werden, wird unser Schmuck stetig stichpunktartig von unabhängigen Instituten geprüft.

Haben Sie denn auch ein persönliches Lieblingsstück aus der Kollektion?

Eva Scheiner
Na klar – Am schönsten finde ich die Silber-Ohrhänger mit dem Amethyst. Hier sieht man so viel von dem Stein und seiner violetten Farbbrillanz. Vor allem im funkelnden Facettenschliff gefallen sie mir sehr gut.

Alexandra Schöning
Mein Liebling ist das 3er-Ring-Set: Es vereint je einen Ring mit Amethyst, Rauch- und Rosenquarz zu einem Schmuckstück, das farblich wunderbar harmoniert. Zusammen getragen sieht das einfach klasse aus! Je nach Wunsch lässt sich aber auch ein Ring alleine oder in unterschiedlicher Kombination tragen.

Matthias Kruse
Ein einzelnes Lieblingsstück habe ich nicht (lacht). Im Vergleich zu Frau Scheiner und Frau Schöning sehe ich das wohl etwas pragmatischer: Ich freue mich einfach, wenn alle Schmuckstücke unseren Qualitäts-Anforderungen gerecht werden und die Kollektion am Ende im Ganzen glänzen kann.

Was sind die Trends im Schmuckbereich?

Eva Scheiner
Zurzeit geht der Stil hin zu modischen Schmuckstücken mit Leder oder anhängbaren Sammelelementen. Farblich erwartet uns zudem Schmuck im Black&White-Stil: Die gegensätzlichen Farben von schwarzem und weißem oder transparenten Stein, wie dem Zirkonia, sorgen für einen eindrucksvollen Look. Ein weiterer großer Trend ist der so genannte Pavé-Schmuck. Im Schmuckjargon beschreibt Pavé eine Besetzungsart von Edelmetallflächen: Sehr kleine Schmucksteine werden hier flächig ganz dicht aneinander gesetzt. Da diese lediglich durch winzig kleine Metallkörner gehalten werden, entsteht ein besonders tolles Strahlen und Funkeln.

Hach, ein wenig beneide ich jetzt gerade Eva um ihren Job… Und welcher Schmuck ist bei Ihnen gerade „Trend“?

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6 Kommentare zu „Edelstein-Schmuck: Tchibo Experten über Qualität und Inspiration

  1. Wiegand, Malina
    Malina Wiegand

    Lieber Herr Schepp, es gibt keine allgemeingültige Definition für den Begriff Edelstein. Man versteht man unter der Bezeichung Edelsteine in erster Linie Mineralien, die zu Schmuck verarbeitet werden können. Denn erst die fachmännische Veredlung eines unscheinbaren Steins durch Schleifen und Polieren macht aus ihm den besonderen Edelstein. Gelegentlich trifft man noch auf den Begriff ‚Halbedelstein‘. Früher bezeichnete man damit die häufiger vorkommenden und nicht sehr harten Edelsteine. In der Gemmologie gibt es diese Unterscheidung nicht – sie sollte daher allgemein nicht mehr verwendet werden. Herzliche Grüße aus Hamburg, Malina Wiegand

  2. Jochen Schepp

    Nein, das ist nicht richtig. „Edelstein“ ist ganz klar durch die Mohs-Härte über 7 definiert.
    „Halbedelstein“ ist, wie Sie richtig anmerken, tatsächlich eine Fantasiebezeichung.

  3. Hanne

    Ob Edelsteine oder Halbedelsteine, die Sachen gefallen mir richtig gut. Habe ich auch als Tipp an meinen Mann weitergegeben :-) für Weihnachtsgeschenke ist es ja nie zu früh.

  4. Wiegand, Malina
    Malina Wiegand

    Hallo Herr Schepp, bei der Bezeichnung von Edelsteinen beziehen wir uns u.a. auf die anerkannten Definition von Prof. Dr. Walter Schumann (In: Edelsteine und Schmucksteine [1995, 10. Aufl.]). Herr Kruse aus dem Qualitätsmanagement tauscht sich hierzu aber gern direkt mit Ihnen aus. Schicken Sie doch einfach eine E-Mail an redaktion.blog@tchibo.de mit Ihren Kontaktdaten, ich leite diese dann gern weiter.
    Herzlichen Gruß und schönen Tag

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