Alle Artikel

Hamburg-Berlin

Exklusiver MeinFernbus Erfahrungsbericht

Hamburg, Zentraler Omnibus Bahnhof, 07.30 Uhr: Nieselregen, Dunkelheit und müde Gesichter… ein schlechter Start in den Tag? Nicht für uns, denn schließlich geht’s gleich los nach Berlin. Ich, Nele, und meine Mit-Praktikantin Sabine aus dem Bereich Corporate Communications packten die Gelegenheit für einen Kurztrip beim Schopf. Wir probierten die neue Quer-durch-Deutschland Aktion von Tchibo und MeinFernbus aus, die Anfang nächsten Jahres an den Start geht. Busreisen sind nicht mehr im Trend? Das können wir nicht bestätigen!

Part I: Hinfahrt

Ankunft am Hamburger ZOB (Zentraler Omnibus Bahnhof): Trotz des „Schietwetters“ springen die knallgrünen MeinFernbusse gleich ins Auge. Unser „Riesentaxi“ kommt aus Kiel. Mit 8 Minuten Verspätung rollt es in die Haltebucht. Die Mitfahrer stehen schon bereit zum Einladen. Die Fahrgäste? Bunt gemischt: vom Studenten bis zum Rentner. Ratz fatz laden die Passagiere ihre Fracht, zwei große Gepäckstücke, in den Laderaum ein – das Handgepäck wird mitgenommen. Vor der Fahrertür bildet sich eine kleine Schlange. Der Busfahrer scannt die Tickets ein, macht den Ausweischeck. Gebucht haben wir ganz einfach und kurzfristig online.

Nachdem der Motor angesprungen ist, begrüßt uns der Busfahrer per Mikro. Kurz darauf folgt eine Ansage auf Band. Die wichtigsten Informationen für uns: Es gibt kostenloses W-LAN (Testbetrieb), eine umfassende On-Board Ausstattung und eine Box mit günstigen Getränken und Snacks beim Fahrer. Natürlich folgt der Hinweis, dass die Anschnallpflicht auch für alle Passagiere gilt.

Außerdem wird angekündigt, dass man einen Feedback-Fragebogen per Mail erhält, sowie der Hinweis auf die Website MeinFernbus.de. Fahrer und Kundenservice stehen für weitere Fragen zur Verfügung – ein strukturiertes Konzept. Im Anschluss folgt die englische Version, das spricht für die internationale Ausrichtung von MeinFernbus.

Der Bus nimmt auf der Autobahn Fahrt auf. Die Atmosphäre ist sehr ruhig, wir haben das Gefühl mit unserem Gespräch alle zu unterhalten. Von deutscher „Meckermentalität“ trotzdem keine Spur. Von lauter Radiomusik ist nichts zu hören, obwohl ein Wachmacher jetzt auch nicht schlecht wäre, denkt Sabine. Pluspunkt: Der Monitor, auf dem wir genau verfolgen können, wo wir uns gerade befinden (wie im Flugzeug!). Ca. 3,5 Stunden dauert die Reise. Alles verläuft reibungslos. Als der Bus schon auf den Berliner ZOB zusteuert, schrecken wir hoch, noch schlaftrunken. Nichts vergessen? Los geht’s in die Hauptstadt.

Part II Rückfahrt

Eine Viertelstunde vor Abfahrt, etwas reizüberflutet aber glücklich, kommen wir wieder am ZOB an. Da unsere Füße sich nach Pilgertour anfühlen, sehnen wir die bequemen Sitzgelegenheiten natürlich herbei. Trotz unliebsamen Dauerregens haben wir viel erlebt: Museen, tolle Shops und einen unvergleichlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt. Wir wollen eigentlich gar nicht wieder zurück und beschließen bald wieder zu kommen.

Einen Augenblick später fährt der grüne Riese wieder ein. Dieses Mal hat der Busfahrer eine Mitarbeiterin des Stationspersonals an seiner Seite. Mit passend grüner Weste ausgestattet, machen beide den Ticketcheck. Für eine kleine „Fotosession“ stehen sie gerne zur Verfügung.

Viele Passagiere nehmen gleich ihre Plätze ein. Eine internationale Gruppe drängelt sich noch vor der Fahrertür. Anscheinend, so bekommt man mit, fehlt noch eine Mitreisende. Nach eifriger Diskussion steigen alle schließlich ein. Begeistert ist der Fahrer natürlich nicht, aber er lässt sich darauf ein kurz zu warten. Endlich hechtet die Nachzüglerin in den Bus. Los geht’s. Wir kommen wieder super gut durch den Straßenverkehr. 23.30 Uhr: Welcome back to Hamburg.

Unser Eindruck: Alles in allem ein super und sehr zuverlässiger Service. Eine gute und günstige Alternative zu Bahn und Auto! Bei 15 Euro one way Hamburg-Berlin kann sich wirklich niemand beschweren.

Diesen Artikel weiterempfehlen

4 Kommentare zu „Exklusiver MeinFernbus Erfahrungsbericht

  1. Annette

    Euer Bericht kommt gerade rechtzeitig, denn meine Tochter hat erstmals für morgen eine Fahrt mit MeinFernbus gebucht! Ausschlaggebend war der Preis, denn im Vergleich dazu wäre die Bahn mit zusätzlichem Umsteigen ein gutes Stück teurer gewesen. Sie freut sich darauf, dass es kostenloses WLAN gibt – hoffentlich auch auf ihrer Strecke!

    LG
    Annette | Lady of Style

  2. Reiseblogger

    Klasse das der Gesetzgeber den Markt für Fernbusse geöffnet hat. Als Alternative zur Bahn bieten einige Buslinien nicht nur günstige Preise sondern auch bessere Verbindungen. Und kostenloses W-Lan habe ich dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt in einem Linienbus auf Island erlebt. Gerade auf längeren Strecken kann man so ggf. noch etwas arbeiten oder sich online weiter informieren. Nur nicht den vielleicht freundlichen Sitznachbarn vergessen…Die gute alte Unterhaltung ist ja auch mal ganz schön!

  3. Hans

    Ich bin froh, dass diese Möglichkeit nun liberalisiert wurde. Echte Alternative zur Bahn. Habe die Möglichkeit auch schon 2x genutzt.

  4. Salome-Sophie Tome

    Aufregende Reisen in die Ferne – das ist, was ich mag. Unbekannte Leute, neue Gemeinden, neue interessante Erfahrungen… Wenn ich fern reisen will, mag ich, zu jetten – das schont sicher unglaublich viel Zeit. Bloß falls man gerade viel unbesetzte Zeit hat, lohnt es sich auch, mit dem Reisebus herumzureisen: man kann im Verlauf der Reise wesentlich mehr vom Platz aus wahrnehmen. Habe jederzeit naturgemäß bei der Aufbereitung viele Erfahrungsberichte auf den Internetseiten wie zum Beispiel http://www.elumbus-reisen.de/Reisebilder/ durchgelesen, und das macht Sinn, wenn man eine positive Reise veranstalten will. Ja, Reisen allerdings befriedigt… :-)))

Hier kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.