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„Ich freu’ mich wie’n Schnitzel!“ – von der Freude eines Tchibo ideas Designers

Hallo, ich bin Tina Reinefeld, Produktmanagerin bei Tchibo ideas und mein Job macht mir richtig Spaß! Sowohl, weil ich mit so vielen tollen Innovationen im Rahmen der Arbeit für Tchibo ideas in Berührung komme, als auch, weil ich in diesem Zusammenhang immer wieder tolle Begegnungen mit Menschen habe, die mir ihre Geschichte hinter dem Produkt erzählen. Auch in dieser Woche gibt es bei Tchibo ein Produkt, das im Rahmen der Arbeit von Tchibo ideas entstanden ist. Genauer gesagt im Kontext einer Hochschulkooperation. Ich habe Tobias Kotulla, Designer der variablen Tortenhaube, zu uns nach Hamburg eingeladen.

Tina Reinefeld: Tobias, schön, dich persönlich kennenzulernen. Deine Tortenhaube – wir nennen sie auch gerne Tortenhalbe – ist ja das Ergebnis einer Kooperation mit der Hochschule Coburg. Wie kommt man eigentlich dazu, Produktdesign zu studieren?

Tobias Kotulla: Mein Vater war schon immer ein Bastler und schon als kleines Kind habe ich ihm gerne geholfen beim Modellbau. Er war mein Antrieb, den Weg zum Produktdesigner einzuschlagen. Bis kurz vor dem Abitur war mir gar nicht klar, dass man das Tüfteln und kreieren auch als Studiengang an einer Hochschule belegen kann. Mir haben Kunst und Physik in der Schule immer schon Spaß gemacht und darum geht es ja in meinem Studium auch: Schönheit mit Funktionalität zu verbinden, lösungsorientiert zu denken und etwas Neues zu machen, das es noch nicht gegeben hat.

Tina Reinefeld: Und wie kann man lernen, Ideen zu entwickeln?

Tobias Kotulla: Natürlich lernt man im Studium die eine oder andere Kreativtechnik, um Ideen leichter abrufbar zu machen. Aber das Grundtalent muss vorhanden sein, ansonsten ist man mit einer solchen Berufswahl falsch beraten. Ideen kommen mir meistens spontan. Am ehesten dann, wenn ich gelassen an die Themen herangehe, nichts erzwinge und Spaß an der Sache habe. Durch das Studium gehe ich mit offeneren Augen durch die Welt. Ich versuche, Probleme zu erkennen und mit meinen Ideen Lösungsansätze zu schaffen, um das alltägliche Leben der Menschen zu vereinfachen. An der Tortenhaube kann ich das aktuell gut erklären: Meine Mutter hat oft ein Stück vom Kuchen übrig, aber eine gängige Abdeck- und Frischhaltehaube passte meistens nicht mehr in den rappelvollen Kühlschrank. So kam ich auf die Idee, eine Tortenhaube zu entwickeln, die sich halbieren kann, um Platz zu sparen.

Tina Reinefeld: Ich glaube, die Leser finden das ganz spannend, wenn du von der Tchibo ideas Kooperation erzählst…

Tobias Kotulla: Ja, ganz soviel gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen: Wir haben einen ganz engagierten Dozenten, den Prof. Kampe, der mit Tchibo schon seit einigen Jahren Kooperationen für die Studenten initiiert. Dort durfte ich in einem Semester bei der Projektgruppe mitmachen und das hat mir auch viel Spaß gemacht.

Tina Reinefeld: Heißt das, du hast für die Tortenhaube auch eine Note bekommen? Und wenn ja, welche?

Tobias Kotulla: Ja, für die Tortenhaube bin ich auch benotet worden. Über die 1 bin ich sehr glücklich!

Tina Reinefeld: Herzlichen Glückwunsch! Wie hat dir denn die Zusammenarbeit mit Tchibo gefallen? Ist dir irgendetwas aufgefallen, das wir besser machen könnten?

Tobias Kotulla: Ehrlich gesagt war ich sehr überrascht darüber, dass alles so fair und transparent abläuft. Bei einer Zusammenarbeit mit so einem großen Unternehmen sind immer ein paar Ängste dabei. Man fragt sich, ob das Produkt nun sehr verändert wird und ob man es danach noch als seine eigene Erfindung wahrnimmt. Aber Tchibo hat nur wenige Anpassungen vorgenommen, alles in einem ganz verträglichen Rahmen. Gewünscht hätte ich mir, wenn ich zwischendurch mal auf die Muster einen Blick hätte werfen können. Aber angesichts der räumlichen Distanz und der zügigen Abstimmungsprozesse war das nicht so einfach möglich. Mir hat die Zusammenarbeit aber alles in allem sehr viel Spaß gemacht und als ich die Tortenhaube in der Filiale in so großer Stückzahl gesehen habe, habe ich mich sehr gefreut. Diese Zusammenarbeit hat mich in meiner Berufswahl bestätigt und mir eine Portion Selbstbewusstsein mit auf den Weg gegeben.

Tina Reinefeld: Was sagt denn dein Umfeld dazu?

Tobias Kotulla: Meine Familie ist sehr stolz auf mich. Alle freuen sich sehr mit mir und haben direkt mit Verkaufsstart die Filialen gestürmt, um sich eines der Exemplare zu sichern. Meine Oma hat mir die Kooperation erst nicht geglaubt, bis ich ihr das Prospekt mit der Tortenhaube gezeigt habe. Mein Vater hatte Freudentränen in den Augen. Es hat mich sehr gefreut, ihm damit eine Freude zu bereiten.

Tina Reinefeld: Und wie geht es jetzt weiter für dich?

Tobias Kotulla: Erstmal muss ich ja noch zu Ende studieren und ich hoffe natürlich auch, dass ich noch viele weitere Produkte auf den Markt bringen kann. Nach der Bachelorarbeit denke ich über ein Studium im Bereich Transportation-Design nach. Wenn ich es mir wünschen könnte, würde ich gerne Fahrzeugdesigner werden.

Tina Reinefeld: Ein großes Ziel. Ich drück’ dir die Daumen. Danke für das interessante Gespräch!

Tobias Kotulla war wirklich sehr geduldig mit uns, denn der ganze Prozess, der die Prüfung auf Umsetzbarkeit, Lieferantenauswahl und Produktion beinhaltet, bis hin zum Produkt im Regal dauerte 12 Monate. Die Tortenhaube macht den Anfang, ich bin gespannt, auf das, was da sonst noch von ihm kommt. Und, wer weiß, vielleicht fahre ich ja mal einen echten Kotulla!

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9 Kommentare zu „„Ich freu’ mich wie’n Schnitzel!“ – von der Freude eines Tchibo ideas Designers

  1. Tanja

    Ein toller Artikel und schöner Blick hinter die Kulissen! Man denkt ja zuerst nicht daran, dass hinter jedem Produkt auch ein kreativer Kopf steckt. Und sogar ein männlicher bei einer Tortenhaube…genial!

    Liebe Grüße, Tanja

  2. Mila

    Tchibo ist an sich eh klasse, aber die Artikel die es im Moment gibt sind absolut spitze! Treffen total meinen Geschmack. Gerade auch die Tortenhaube für kleine Stücke einfach klasse! Danke dafür :-)

  3. Kerstin

    So einfach und doch so genial, super!

    (Ich war beim Aufruf des Blogs erst ein wenig irritiert – das Thumbnail auf der Startseite zeigt Herrn Kotulla und daneben steht direkt „hallo, ich bin Tina…“)

  4. Martina

    Habe die Tortenhaube auch. Eine geniale Idee. Leider hapert es an der Umsetzung, denn die Knickkante hat sich als Bruchkante gezeigt. Erste Risse an der Seite sind schon nach kurzem Gebrauch zu erkennen. Schade!

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