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Hund & Kobra: Yoga-Übungen für Büro und Garten

Wir bieten nicht nur prima Yoga-Kleidung an, nein, wir haben hier in der Zentrale sogar eine Yoga-Trainerin! Mittwochs zumindest. Seit vier Jahren leitet die ausgebildete Fitnesspädagogin Nadine Hoffmann den 75min Yoga-Kurs in der Turnhalle. Oder auch mal draußen. Denn: Yoga-Übungen kann man fast überall machen.


Namasté! Nadine, kann eigentlich jeder Yoga ausüben?

Prinzipiell ist Yoga für jeden geeignet. Man muss „sein“ Yoga finden, denn es gibt viele verschiedene Arten Yoga. Auf der einen Seite die traditionellen, wie zum Beispiel Sivananda Yoga, bei denen Atemübungen und Meditation nicht fehlen dürfen, und auch gesungen werden kann. Dann gibt es die körperbetonten Formen wie Power Yoga, Asthanga Yoga oder Bikram Yoga, bei denen es auch mal sehr schweißtreibend und akrobatisch werden kann. Grundsätzlich kann  jeder Yoga betreiben, je nach körperlicher Verfassung.

Yoga passt für uns Büromenschen ja auch besser in den Alltag als Tennis, oder?

Yoga passt sehr gut als kleiner Break in den Büroalltag. Besonders bei Rückenbeschwerden und Verspannungen. Ich gebe zum Beispiel Mittagspausenkurse, bei denen es um Entspannung und Lockerung geht, hier bieten sich spezielle Nacken- und Rückenübungen aus dem Yoga sehr gut an. Manchmal helfen auch schon ein paar Atemübungen oder eine kurze Meditation um zu viel Anspannung im Körper verschwinden zu lassen.


Wie, wann und wo machst du denn Yoga?

Ich übe gern zu Hause in meinem Wohnzimmer, z.B. morgens zum Start in den Tag einfach nur den Sonnengruß. Manchmal übe ich auch nach einer Yoga-DVD oder gehe in verschiedene Yoga-Kurse und mache es einfach nur mit. Für mich ist es pure Entspannung und gleichzeitig kann ich mich so inspirieren lassen. Man sollte regelmäßig üben, um nicht aus der Form zu kommen – auch und gerade als Lehrer.

Apropos Form: Welche Anforderungen stellst du an ein Yoga-Outfit?

Beim Yoga trage ich auf jeden Fall am liebsten Leggings. Alles was zu sehr schlabbert ist für mich persönlich unangenehm, man kann schnell hängenbleiben oder stolpern. Auch Oberteile sollten etwas enger sitzen. Da man beim Yoga oft Vorbeugen oder Rückbeugen macht, ist enganliegende Kleidung, die nicht ständig hochrutscht, einfach angenehmer.

 


Welche Übungen kann man gut mit dem Block und dem Band machen?

Den Block nutzt man als Hilfsmittel z.B. bei Vorbeugen, oder immer dann wenn die Hände den Boden noch nicht erreichen. Er soll unterstützen und ist daher gut geeignet für Einsteiger. Dennoch sollte man sich nicht daran gewöhnen, um sich nicht davon abhängig machen. Das Band ist ebenfalls eine gute Unterstützung, wenn man zum Beispiel bei einer sitzenden Vorbeuge die Zehen greifen soll, bietet das Band eine super Verlängerung für den Arm. Traditionell wird Yoga aber ohne Hilfsmittel ausgeübt.


Was sollte man bei einer Yoga-Matte beachten?

Sie sollte rutschfest und nicht zu schwer sein. Schließlich soll man in jeder Position mit den Händen und Füßen den nötigen Halt haben. Dünne Matten sind zu empfehlen. Auf diesen wackelt man weniger und hat einen stabileren Stand. Gleichzeitig behalten sie ihre Form.

Du hast ja hier sehr unterschiedlich biegsame, fitte Teilnehmer. Deine größte Herausforderung?

Unterschiedliche Menschen in allen möglichen Altersklassen und mit verschiedenen Körperkonstitutionen zu unterrichten ist eine Herausforderung. Denn jeder Körper braucht etwas anderes. Und jeder hat verschiedene Beweggründe, warum er Yoga macht. Ich versuche natürlich den Kurs so zu gestalten, dass jeder mitmachen kann. Dazu ist es wichtig den Mittelweg zu finden und Alternativen anzubieten. Auch muss man korrigieren können. Das geht bei vielen Teilnehmern im Kurs natürlich nicht immer. Man kann schon sagen: Je kleiner der Kurs, umso besser kann man auf die Teilnehmer eingehen. Dennoch funktioniert es auch mit einer großen Gruppe sehr gut.


Welche Schwierigkeiten haben die Kursteilnehmer oft?

Die größte Herausforderung für die Teilnehmer ist es glaube ich sich einzulassen auf Yoga, wenn man es noch nie gemacht hat oder gewisse Vorurteile hat. Genauso wie die Aufmerksamkeit auf sich und nach innen zu richten, sich zu fokussieren, sich einfach nur hinzulegen und nichts zu tun, wie z.B. bei Savasana, der Entspannung am Ende der Stunde, kann eine große Herausforderung sein. Manchmal wird die ganze Welt beim Yoga auf den Kopf gestellt, und man wird so richtig durchgeschüttelt. Und das ist gut so, man bekommt quasi einen Reset!

Deine Meinung zum aktuellen Yoga-Hype?

Ich finde es gut, dass viele auf den Zug aufspringen. Auch wenn Yoga sich dadurch verändert und es nicht mehr wie in der ursprünglichen Form praktiziert wird. Das Bewusstsein der Menschen ihrem Körper und ihrer Gesundheit gegenüber ist größer geworden. Wir scheinen langsam von dem Anspruch, dass alles immer höher, schneller, weiter sein muss, wegzukommen. Wir achten mehr auf uns und das ist es, was Yoga fördert. Bei vielen Sportarten ist es ja so, dass du nicht so sehr bei dir selbst bist. Es ist dann eher ein Wettbewerb. Yoga ist nicht leistungsorientiert, es fördert die Achtsamkeit und die Nähe zu sich selbst. Wenn alle Menschen mehr Yoga machen würden, dann hätten wir sicher weniger Probleme.

Danke Nadine, namasté!

 

  • Wenn Ihr noch ein Outfit braucht, oder Matte, Block und Band, die gibt’s hier!

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