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Stiftung Warentest macht Härtetest – schafft es unser Koffer?

Er wurde geschubst, gerüttelt, geschüttelt, bei minus 10 Grad aus einem Meter Höhe fallen gelassen, am Riemen gerissen, musste diverse Untergründe und mehrere Treppenstufen passieren, sich einem strengen Schadstofftest unterziehen und schaffte es so auf den zweiten Platz der Stiftung Warentest: Unser Weichschalen-Koffer. Hier geht es zum Bericht.

Anlässlich dieses erfreulichen Ergebnisses haben wir Produktmanagerin Leonie Manigold sowie Qualitätsmanagerin Nadine Fahrentholz spannende Fragen rund um das Thema „Koffer bei Tchibo“ gestellt und interessante Fakten für euch gesammelt. Mein Name ist übrigens Atessa Bock und ich bin seit dem 1. September Praktikantin im Bereich Corporate Communications, Schwerpunkt Non Food.

 

Mit langjähriger Erfahrung verkaufen wir Koffer bei Tchibo, darunter sowohl robuste Hartschalen-Modelle, als auch flexible Weichschalen-Koffer. 2014 boten wir erstmals einen so genannten Hybrid-Koffer an, welcher die Eigenschaften eines Hartschalen- und Weichschalen-Koffers vereint und für äußerst positive Resonanz sorgt. Der getestete Weichschalen-Koffer aus der KW 25 2015 schaffte es nach sechs Wochen regulärem Verkauf, Lieblingsstück zu werden und war somit noch eine gewisse Zeit länger, bis zum Ausverkauf, erhältlich. Eine Neuauflage mit dem Logo der Stiftung Warentest ist in Planung. Nächstes Jahr dürfen wir uns jedoch erst einmal über eine andere Koffer-Kollektion, welche in diversen Größen und Farben erhältlich sein wird, freuen.

Doch wie sieht eigentlich der perfekte Koffer aus? Um die Entscheidung beim nächsten Kofferkauf zu erleichtern, haben wir nachgefragt.

Frau Manigold, was ist besser: Textil- oder Hartschalenkoffer?
Das ist schwierig zu beantworten. Kundenbefragungen haben ergeben, dass dies absolut typabhängig ist. Vom Hartschalen-Koffer wird oft gesagt, dass er der Robustere sei, gerade bei Flügen, wenn er viel aushalten muss. Das Problem hierbei ist die Begrenzung des Inhalts, während der Weichschalen-Koffer dehnbarer ist und so mehr reinpasst. Dafür sagen viele, dass hier der Verschleiß höher sei, man kann also pauschal nicht sagen, dass der eine besser und der andere schlechter ist, dies ist abhängig von der Reiseart.

Und wie steht es um die Anzahl der Rollen? Sind zwei oder vier Rollen besser?
Beide haben ihre Vorteile: Ein Koffer mit zwei Rollen ist leichter. Im beladenen Zustand ist ein Koffer mit vier Rollen dafür einfacher zu handhaben. Er muss nicht gezogen werden, man kann bequem das Handgepäck oben drauf stellen und ihn neben sich herschieben.

Bei unserem Weichschalen-Koffer gab es kein Schloss. Wäre es nicht aus Sicherheitsgründen immer besser, ein Koffer mit Schloss zu kaufen?
Ziel des Weichschalenkoffers ist es, so leicht wie möglich zu sein. Ein Schloss bedeutet jedoch viel Gewicht. Da viele unserer Kunden kein Schloss brauchen, bieten wir eines an, welches optional zusätzlich erworben werden kann.

Nun zum Preis: Sollte mein Koffer einen gewissen Betrag kosten, damit ich eine zufriedenstellende Qualität erwarten kann?
Ein Koffer sollte nicht zu günstig sein, er muss aber auch keine mehrere hundert Euro kosten, da man dann natürlich auch für den Markennamen zahlt. Ich finde, dass wir mit unseren fairen Preisen ein gutes Beispiel dafür sind, dass ein qualitativ hochwertiger Koffer kein Vermögen kosten muss.

Frau Fahrentholz, woran erkenne ich Qualität und was macht Tchibo dafür?
Bevor ein Produkt entsteht setzen sich die Experten der jeweiligen Produktgruppe umfangreich mit den Anforderungen und Eigenschaften des jeweiligen Produktes auseinander. Dabei werden unter anderem Recherchen mit vergleichbaren Marktmustern durchgeführt.
Jedes Produkt, dass von Tchibo verkauft wird, wurde im Vorfeld von externen akkreditierten Prüfinstituten auf die von Tchibo festgelegten Anforderungen überprüft. Neben den physikalischen Prüfungen, wie z.B. Farbechtheiten und Korrosion, und den Schadstoffprüfungen, werden bei Koffern noch spezielle mechanische Prüfungen, wie z.B. Grifffestigkeit (dynamisch und statisch), Rollenprüfungen (auf verschiedenen Bodenbelägen und über Treppenstufen), Fallprüfung (Verhalten beim Aufprall), Reißverschlussprüfung (Stabilität des Reißverschlusses (LINK)) durchgeführt. Mehr Informationen zum Falltest gibt es hier. Erst wenn der Koffer all die Anforderungen übersteht, darf er zum Verkauf freigegeben werden.“

Und zum Thema Schadstoffe, die bei der Produktion entstehen – Wie gefährlich sind diese für den Menschen und wo liegen die Grenzen?
Die Auswirkung der Schadstoffe ist von der individuellen Situation abhängig. Generell kann man sagen, dass die internen Schadstoffanforderungen zum größten Teil strenger ausfallen, als die gesetzlich vorgeschriebenen. Beispielsweise orientieren sich die internen Tchibo Anforderungen für PAKs (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe), die in Kunststoffen vorkommen können,  an den Vorgaben des AfPS (Ausschuss für Produktsicherheit), die deutlich strenger sind als die gesetzlichen Anforderungen für diese Schadstoffgruppe.
Um die Kontrolle und stetige Optimierung des Schadstoffmanagements kümmert sich bei Tchibo ein Expertenteam, welches aus Ingenieuren, Toxikologen und Fachleuten der Qualitätsentwicklung zusammengesetzt ist. Dabei geht es nicht allein nur um den Wert, der an einem fertigen Produkt festzustellen ist, sondern auch um die Chemikalien, die in der Produktion verwendet werden

Nach so viel spannendem Input nun bitte noch einmal zusammengefasst: Worauf sollte ich beim Kofferkauf achten, Frau Manigold?
Grundsätzlich sollte man sich die Frage stellen, welche Reise man antritt und was einem wichtig ist. Bei vielen Flugreisen mit begrenztem Gepäck eignet sich z.B. ein robustes Hartschalen-Modell. Bei Reisen mit dem Auto bietet sich ein Hybrid-Koffer mit Zusatzreißverschluss an, sodass das Volumen erweiterbar ist und mehr reinpasst. Die Koffer-Art sollte also von der Art der Reisen sowie der Verkehrsmittel abhängig sein. Bezüglich der Größe sind bei Flugreisen die Bestimmungen der Fluggesellschaft zu beachten. Der Kofferkauf sollte also nach persönlichem Geschmack und Reiseziel entschieden werden. Bei uns wird jeder fündig, ob Hartschale, Textil oder Hybrid. Aus dem Bericht der Stiftung Warentest und unserem Interview können wir als abschließendes Fazit schlussfolgern: Ein qualitativ hochwertiger Koffer muss nicht teuer sein!

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5 Kommentare zu „Stiftung Warentest macht Härtetest – schafft es unser Koffer?

  1. Ulz

    Hey,
    Super beitrag finde den hartschalen koffer am besten da er robuster und einiges aushält :D

  2. Jeni

    Schadstoffe werden in Hartschalenkoffer immer in einer Art und Weise enthalten sind. Denn es handelt sich um einen Verbundstoff unterschiedlicher Plastikstoffe….

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