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Stromsparen in der Festtagsküche

Anfang November habe ich im Themenspezial „Energiesparen“ des Stern gelesen, dass Sozialforscher das neue Phänomen „Ökostress“ beobachten. Damit meinen sie die Überforderung im Alltag, sich einerseits umweltfreundlich verhalten zu wollen, aber andererseits gar nicht immer genau zu wissen, was dabei alles zu beachten ist – und wie man zum Beispiel Energie spart.

Dass Energiesparen nicht in Stress ausarten muss, zeigt sich in der Küche. Mit der richtigen Ausrüstung und ein paar Tricks kann man nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die eigene Stromrechnung. Passend zur Wochenwelt „Das perfekte Festtags-Menü“ haben meine Kollegen von Tchibo Ökostrom die fünf besten Tipps zum Thema Stromsparen zusammengestellt:

  • Kochen wie Mälzer & Co.: Wer mit einem Gasherd kocht, kann etwa 50% Energie sparen. Im Gegensatz zu einem Elektroherd wird die Wärme beim Gasherd direkt erzeugt und kann genau nach Bedarf geregelt werden.

 

  • Am Sparsamsten kocht man mit Induktionstöpfen. In Kombination mit Induktionsherden sind sie sehr energieeffizient, da die Wärme direkt im Topfboden erzeugt wird und somit nicht entweichen kann. Induktionstöpfe sind aber auch auf normalen Herden einsetzbar. Ebenfalls eine energiesparende Wahl: Schnellkochtöpfe und Dampfgarer. Das Wichtigste bei allen Formen ist ein passender Deckel, denn wer ohne Deckel kocht, verbraucht drei- bis viermal so viel Energie.

 

  • Unabhängig von Herd- und Topfart ist es wichtig, dass der Topfboden zur Größe der Herdplatte passt. Ist der Topf an den Seiten nur einen Zentimeter zu klein, können 20% der Energie ungenutzt entweichen.

 

  • Wer die Herdplatten oder den Backofen bereits einige Minuten vor Ende des Garvorgangs abschaltet, spart zusätzlich Energie. Die Restwärme reicht in der Regel völlig aus, um das Gericht fertig zu garen. Während der gesamten Garzeit ist es wichtig, Töpfe und Ofen geschlossen zu halten, damit keine Wärme entweicht.

 

  • Wasser für Tee, Nudeln & Co. lässt sich problemlos und schnell im Wasserkocher erhitzen. Bei einem Liter Flüssigkeit kann bis zu ein Drittel Energie gespart werden.

Und jetzt viel Spaß in der Weihnachtsküche!

  • Haben Sie Tipps zum Energiesparen? Wir freuen uns über jede Anregung!

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11 Kommentare zu „Stromsparen in der Festtagsküche

  1. Carmen

    Hallo Sandra!

    Das sind gute Energiespartipps.

    Mit Gas habe ich früher gerne gekocht, leider habe ich keinen Gasherd mehr (die Gewinnung von Erdgas ist leider nicht immer umweltfreundlich und es werden dabei giftige Chemikalien eingesetzt, wie ich in Fernsehdokumentationen feststellen musste).

    Den Schnellkochtopf nutzen wir nicht so gerne, weil man dem Essen dabei nicht beim Garen zusehen kann. Ansonsten beherzigen wir alle oben genannten Tipps schon seit Jahren.

    Mein Energiespartipp wäre, Soßen nicht stundenlang reduzieren zu lassen, nur, weil das von den Fernsehköchen propagiert wird und eine Modeerscheinung ist.

    Kartoffeln lassen sich mit relativ wenig Wasser au kleiner Flamme garen, denn wenn man es richtig macht (Decke etwas schrägl auf den Topf und eine ganz kleine Lücke lassen) garen sie durch den Dampf, der sich im Topf bildet (also nicht ständig den Deckel hochheben).

    Schöne Grüße
    Carmen

  2. Energieberater Bremen

    Hallo und vielen Dank für den Artikel sowie den Tipp von Carmen. Eine super Idee, die Kartoffeln mit dem Dampf zu garen. Ansonsten sind die meisten Tipps auch schon seit langer Zeit in mein Verhalten übergegangen. Was mir noch einfällt: Eingefrorene Zutaten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen – das unterstützt den Kühlschrank und entlastet den Stromverbrauch (Mikrowelle oder Kochtopf zum auftauen).
    Beste Grüße aus Bremen sendet die Bremer Energieberatung enerpremium

  3. Nicole

    Hallo Sandra,

    sehr interessantes Thema! Wir beschäftigen uns auch gerade mit dem Thema „Energie sparen in der Weihnachtszeit“ und entdecken da noch so einige Lücken. Dein Text hat uns noch einige Denkanstöße gegeben und wir hoffen durch Aufklärung die Zukunft ein bißchen grüner zu machen!

    Besinnliche Weihnachtsfeiertage!

    Nicole

  4. Sandra Coy
    Sandra Coy

    Hallo Nicole und Energieberater Bremen,
    Danke für weitere Tipps und natürlich hoffen auch wir auf eine wenig-strom-verbrauchende-zukunft!

  5. Sandra Coy
    Sandra Coy

    Hallo Jochen,
    tatsächlich, unser aparter Tchibo Koch macht auch im gelben Bloghaus eine gute Figur… Viel Glück mit Eurem brandheißen Yello Blog!

  6. ib3

    Und hier noch ein Super-Experten-Tip : Kartoffeln werden schneller gar, wenn man sie etwas früher aufsetzt !

  7. Merten

    Stromsparen in der Festtagsküche halte ich für ein überflüssiges Thema – man sollte das Stromsparen auf „Nichtfesttage“ reduzieren!

  8. Steckdosen

    Stromsparen in der Festtagsküche halte ich nicht für ein überflüssiges Thema.
    Und eingefrorene Zutaten im Kühlschrank auftauen lassen das unterstützt den Kühlschrank und entlastet den Stromverbrauch.

  9. Janny

    Einen Schnellkochtopf sollte in jedem Haushalt zu finden sein,Lange Kochzeiten wie bei Rouladen ,werden erheblich reduziert.
    Zum Dämpfen finde ich die chinesischen Kochaufsätze über den Work sehr praktisch und preiswert.
    Da die zu dämpfenden Speisen oft nur eine Kochzeit von 20 Minuten benötigen ,macht ein Dampf-Hochdruckgerät wenig Sinn.
    Bei den einzelnen Induktionfelder reichen oft schon die von Aldi,alle Anderen sind leider ähnlich ,vielleicht optisch ansprechender.
    Um wirklich eine stufenlose Temperatur und leisen Lüfter zu bekommen,muß man für ein Feld sehr tief in die Tasche greifen.
    Es sind die Profi Kochfelder von Gastro oder Eco,einzeln oder doppelt.
    Sie liegen preislich bei einem solo Kochfeld zwischen 200-300 Euro.

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