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Neue Podcastfolge „5 Tassen täglich“

Zahlen, Daten, Fakten der deutschen Kaffeeseele. Und jährlich grüßt der Kaffeereport!

Heute sind die Frauen bei der Kaffeeanalyse am Zug: Mit meinen Podcast-Interviewgästen Susanne Risch, Wenke Krützfeldt & Victoria Prillmann ist geballte Frauenpower vorm Mikrofon. Und alles dreht sich um den brandneuen Kaffeereport von Tchibo, Brand Eins und Statista – Schwerpunkt dieses Jahr „Verantwortung.“

Neue Studie, neuer Kaffeereport, neue Podcastfolge. Machen wir uns Gedanken über die Herkunft und den Transport unseres Kaffees? Wie wichtig sind uns Preis, Qualität oder Ökosiegel? Ist Nachhaltigkeit für uns ein Thema? Und falls ja: Was genau verstehen wir darunter? In Folge #14 von „5 Tassen täglich“ schauen wir mit vier Gästen in die Tassen der Deutschen:

Susanne Risch, Herausgeberin und Chefredakteurin bei brand eins, hat recherchiert, ob wir Deutschen einen Zusammenhang zwischen Kaffee und Verantwortung sehen. Die Herrin der Zahlen, Wenke Krützfeldt, Team Lead im Bereich Research & Analysis bei Statista, verrät, des Deutschen liebster Seelentröster ist Kaffee. Sie hat alle interessanten Ergebnisse des Kaffeereports parat.

Lebensmittel retten kann jeder! Wie das geht, erzählt Victoria Prillmann, PR & Marketing Managerin von der „Too Good To Go“-App, über die im aktuellen Kaffeereport zu lesen ist. Und Kaffeesommlier Benjamin Widegreen bewegt im Gespräch mit mir die Frage: Macht süß oder schwarz glücklich?

Die Chefredakteurin – „Verantwortung fängt bei uns selbst an“
Susanne Risch verantwortet den Kaffeereport von Anfang an und ihre Begeisterung hat in den vergangenen 9 Jahren nicht nachgelassen: „Der Report ist eine Mischung aus Wundertüte und Nachschlagewerk, und diese Mischung, das Komponieren und Zusammenstellen von Zahlen und Geschichten, das macht mir jedes Jahr aufs Neue wieder richtig viel Freude.“

Auch dem aktuellen Schwerpunktthema hat sich die Journalistin aus verschiedenen Richtungen genähert. Verantwortung ist schließlich ein vielschichtiger Begriff – für die Welt, für Unternehmen und für jeden Konsumenten persönlich. Im neuen Report gibt es deshalb ein Interview mit dem renommierten US-Ökonom Jeffrey Sachs, ein Stück über Lebensmittelretter und das Essay einer Autorin über den mühsamen Versuch, Kinder zu verantwortungsvollen Menschen zu erziehen.

Und dann wird es ganz konkret: Wo beginnt eigentlich Verantwortung? Was sagen die Zahlen über Anbau, Herkunft, Transport und Kunden aus? Worauf legen sie wert, nach welchen Kriterien wählen sie aus, und welche Rolle spielen Siegel beim Kaffeekauf?
Wer auf eindeutige Antworten hofft, wird enttäuscht. Der Verbraucher verhält sich widersprüchlich. Qualität, Verpackung und Ökologie beispielsweise sind ihm wichtig – für seine Auswahl entscheidend ist jedoch letztlich der Preis.

Die Analystin – „Kaffee, des Deutschen liebster Seelentröster“
Wenke Krützfeldt verrät uns, dass die „Tasse Kaffee ihre absolute Auszeit ist. Am Nachmittag mit Milchschaum als Cappuccino oder Latte Macchiato.“ Nur bei den Eltern wird auch mal ordentlich mehr getrunken. 5 Tassen täglich und so! Recherche und Analyse ist ihr (berufliches) Leben. Einen besonders spannenden Fakt hatte Wenke auch noch im Gepäck – und zwar zu den Pappbechern: Denn die CO2 Belastung bei To-Go Bechern mit Deckeln ist 2,5 mal so hoch bei der Müllverbrennung als ein Pappbecher ohne Deckel. (Link zum Kaffeereport S. 75)
Und schließlich: Kaffee macht glücklich! Wenn es den Deutschen schlecht geht, greifen sie deutlich lieber zu Kaffee (54,1 Prozent) als zur Süßigkeit wie Schokolade (11,6 Prozent). So wird der Kaffee zum liebsten Seelentröster der Deutschen.


Die Lebensmittelretterin – „Zum Abendessen rette ich auch mal Berliner Pfannkuchen“

Bei den Zahlen, die Victoria Prillmann berichtet, wird uns dann noch mal richtig klar: (Lebensmittel) Wegwerfen geht gar nicht! Mit der „To good to go“-App hat Victoria genau den richtigen Arbeitgeber gefunden, denn Nachhaltigkeit und der Umgang mit Ressourcen beschäftigt sie schon lange. Und jetzt hat sie die Möglichkeit, das auch beruflich zu tun. „8 Prozent der globalen Treibhausgase sind auf Lebensmittelverschwendung zurückzuführen,“ berichtet sie mir. Ihren Tag beginnt sie anstelle von Kaffee mit Tee. Viel Tee. Am besten sogar gleich einen ganzen Liter. Kaffee hingegen ist für Victoria ein Genuss, sie weiß, wie viele Ressourcen im Kaffee stecken. Doch auch beim Tee kommt nichts weg  – „Mit dem Rest Tee gieße ich schon mal die Pflanzen“, erzählt sie lachend. Die App hat übrigens schon über 4.800 Partnerläden in über 900 Städten, und damit über 4 Mio. Mahlzeiten vor der Tonne gerettet. (Wenn ihr selbst Lebensmittelretter werden wollt, geht’s hier lang.  Zum Schluss unserer Podcast Aufzeichnung berichtet Victoria: „Ich liebe es Berliner Pfannkuchen zu retten – ich bin ein echtes Schleckermaul, sogar auch mal zum Abendessen.“

Apropos Verantwortung: Natürlich haben wir in Zeiten von Corona alle vier digital interviewt.  Zum Schluss noch der Männer vs. Frauen Fakt beim Kaffee: Laut unsere Studie trinken Frauen mit 3,3 Tassen durchschnittlich pro Tag, weniger als die Männer (3,9 Tassen).

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Der Tchibo Kaffeereport 2020 steht übrigens seit heute mit allen Grafiken und Detailergebnissen als PDF-Download bereit unter www.tchibo.com/kaffeereport

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