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Qbo Premium Edition der Homa-Kooperative

Ziegen, Kaffee, Popcorn – und ganz viel Geschmack aus Äthiopien

Äthiopien ist nicht nur das Geburtsland des Kaffees, sondern auch heute noch berühmt für seine herausragenden Kaffees. Wie man dort seinen Kaffee trinkt und warum nach der dritten Tasse Schluss ist, wie aus einem großartigen Rohkaffee vier verschiedene Röstungen entstehen – und wie der neue Qbo aus Ostafrika dann schmeckt, lest ihr hier:

Nach dem dritten Kaffee ist es Zeit zu gehen …

Der Legende nach entdeckte der Hirte Kaldi, dessen Ziegen nach dem Verzehr der roten Kaffeekirschen quietschfidel herumsprangen, die Wirkung der Kaffeekirschen. Zum ersten Mal wurde Kaffee in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens bereits 900 n. Chr. erwähnt. Damals wurden die Blätter und getrockneten Kirschen, ähnlich wie Tee, in heißem Wasser aufgegossen und dann getrunken. Erst später, als Kaffee durch die arabische Welt ins Osmanische Reich und später nach Istanbul gelangte, entsprach die Zubereitung bereits stärker der heutigen Form „Auch heute wird in Äthiopien noch viel Kaffee getrunken, ca. 50 % der Ernte bleibt im Land“, weiß Markus Meusburger, der bei Tchibo alle Spezialitätenkaffees einkauft. „Äthiopien hat gemessen an der Erntemenge den größten Eigenkonsum von allen Kaffeeländern.“ Kaffee ist ein wichtiger Teil der Kultur – und Gäste wie Markus –, werden dann gerne zu einer traditionellen Tasse eingeladen. „Die Äthiopier rösten ihren Kaffee über dem offenen Feuer, manchmal sogar mit Weihrauch in den Kohlen. In der Regel werden die Bohnen dabei sehr dunkel, dann werden sie frisch gemahlen und aufgegossen. Und auch zum Ablauf der Kaffeestunde gibt es klare Regeln. Denn man trinkt drei Tassen gemeinsam: Die erste zur Begrüßung, die zweite während des Gesprächs, wozu gerne Popcorn gereicht wird. Wenn die dritte Tasse serviert wird, ist es Zeit zu gehen – das sollte man wissen“, erklärt Markus.


Spitzenkaffee aus Yirgacheffe

Kaffee aus Äthiopien ist in der Kaffeewelt zu Recht sehr beliebt. Vor allem das Anbaugebiet Yirgacheffe in der Region Sidamo gilt als eines der besten für Spitzenkaffees. Und hier ist Markus für den Qbo Kaffee fündig geworden. Genauer bei der Kooperative Homa, die ihren Kaffee auf bis zu 2.200 Meter Höhe anbaut und von Hand erntet. Und schon gerät Markus ins Schwärmen: Von dem Kaffee für Kenner, von der Jasminblüte, die charakteristisch ist, von Kaffee, der mit seinen extravaganten, eleganten und blumigen Aromen an Darjeeling-Tee erinnert. Vom überwiegend ökologischen Anbau, aber auch von der Kooperative mit ihren sozialen Projekten – erst kürzlich wurde eine neue Schule für die Kinder der Mitglieder eröffnet. Denn es gibt feste Kriterien, damit ein Kaffee überhaupt ein Qbo Ursprung werden kann: „Die Kaffees müssen geschmacklich sehr besonders sein und von einer zertifizierten Kooperative stammen. Außerdem kommen sie dreimal im Jahr aus einem anderen Ursprungsland, denn die Erntezeitpunkte variieren entlang des Kaffeegürtels. Nur so können wir für die Frische garantieren“, so Markus. Der von ihm ausgewählte Fairtrade-zertifizierte Kaffee stammt zudem von nur einer Sorte (Varietät) namens Heirloom, die in Äthiopien ihren natürlichen Ursprung hat.


Eine Ernte, vier Röstungen, vier Intensitäten

Und wie schmeckt der neue Qbo? Auf jeden Fall sehr besonders – und viermal anders. Warum das so ist und wie das gelingt, erklärt Bernd Jeske, der bei Tchibo für die Qbo Rezepturen zuständig ist: „Markus organisiert uns Rohkaffee aus der Ankunftscharge. Auf unseren Technikums Trommelröster rösten wir dann fast das komplette Röstspektrum, von heller bis dunkler Röstfarbe und von kurzer bis langer Röstdauer. Das Ergebnis sind ca. 15 Röstmuster mit unterschiedlichen Aromen, die wir durch die Röstungen kreiert haben. Aus denen wählen wir dann die vier aus, die uns bei der Verkostung am besten schmecken.“ Hell geröstet schmeckt der Kaffee zarter und hat etwas mehr Säure, ideal für milden Filterkaffee und milden Caffè Crema. Dunkler geröstet wird er kräftiger, süßer und hat mehr Fülle, ideal für kräftigen Filterkaffee und kräftigen Caffè Crema. „Dabei testen wir natürlich auch unterschiedliche Zubereitungsarten: Im Porzellan-Handfilter aufgebrüht, genauso wie im Vollautomaten. Denn das Besondere am Qbo ist ja, dass wir aus einem Rohkaffee vier geschmacklich differenzierte Kaffees entwickeln: zwei Filterkaffees und zwei Caffè Crema. Die Herausforderung besteht darin, immer das Beste aus dem jeweiligen Rohkaffee herauszukitzeln. Und deshalb rösten und testen wir auch so lange bis wir zufrieden sind.“
Mit der Rezeptur allein ist es aber nicht getan. Denn der Kunde soll ja auch wissen, wie der Kaffee schmeckt. „Das Geschmacksprofil des Kaffees nach der Musterauswahl sensorisch zu beschreiben, ist ein weiterer wichtiger Punkt. Wir beschreiben die Intensität, die Säure, die Röstung und das Aroma. Beim Aroma nehmen wir für die Beschreibung das Aromarad der Speciality Coffee Association (SCA) zu Hilfe: Denn wir beschreiben nicht nur, ob ein Kaffee fruchtig schmeckt, sondern auch, ob er eher zitronig oder beerenartig schmeckt, ob er Anklänge von Limette, Orange oder Grapefruit hat.“


Von mild bis kräftig, von Vanille bis Pfeffer

Beim aktuellen Qbo klingt und schmeckt das dann so: Der milde Filterkaffee begeistert mit eleganter Säure und aufregendem Aroma: Erst zarte Orangenblüte und süßliche Zitrusnoten, dann ein Hauch von Bergamotte. Der kräftige Filterkaffee ist spannend durch seine Kombination aus Aprikosennoten, Jasminblüte und Ingwer. Auch die beiden Caffè Crema gibt es in mild und kräftig. Beide sind ideal für Vollautomaten und sowohl als Kaffeespezialitäten mit Milch, aber auch als Espresso sehr besonders. Der Milde vereint Anklänge von Vanille und Honig mit Noten von weißem Pfirsich. Der Kräftige ist dagegen intensiv aromatisch durch seine süßlichen Noten aus Ahornsirup mit leicht pfeffriger Note!

Ein kleiner Vorgeschmack

Und was sagen die beiden Experten? Der Lieblingskaffee von Bernd ist der Caffè Crema mild, Markus trinkt am liebsten den kräftigen Filterkaffee – und ist vor allem begeistert, dass aus einem Rohstoff vier unterschiedliche Kaffees werden, die sowohl im Handaufguss, in der Kaffeemaschine als auch im Vollautomaten überzeugen. Und so für alle Kaffeeliebhaber der richtige dabei ist! Den Qbo Äthiopien Caffè Crema kräftig stelle ich selbst auf die Geschmacksprobe – mit satter Crema und vollem, leicht süßlichem Geschmack überzeugt der Kaffee auch als Espresso im Siebträger. Mein Ergebnis seht ihr auf dem folgenden Foto.

Wer schmecken möchte, was unser Röstmeister Feines kreiert hat: Die beiden Filterkaffees und Caffè Crema sind ab dem 20. Juli 2020 in allen Tchibo Filialen, online sowie in ausgewählten Depots erhältlich. Wie immer gilt – schnell sein, denn die Qbo Premium Kaffees gibt es nur solange der Vorrat reicht.

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